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e, während nd dorthin 3 zuweilen welche die Beſitz des in Folge augeordnet u, welche für meine kelheit der s wir un⸗ ein mein iſten Halt, bäude der f† Näubern zerlumpte und mir
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unſere Forderung auf 80,000 Drachmen beſchränkt. hätten Jemanden ohne politiſchen Einfluß gefangen nehmen können, der zu der Claſſe der ſogenannten Gutsbeſitzer ge⸗ hörte, und wir hätten dann von ihm eine größere Summe erhalten, denn ſolche Leute verlangen nicht, daß wir ihnen erlauben ſollen, etwas zu behalten. Wir zogen es aber vor, einen Herrn wie Sie gefangen zu nehmen, theils um den Staatsminiſtern, den Deputirten und im allgemeinen allen politiſchen Männern eine Lehre zu geben, welche, nachdem ſie eine Revolution gemacht und Andere anfgereizt haben, Ver⸗ brechen zu begehen, es jetzt vernachläſſigen, durch eine allge⸗ meine Amneſtie die Ruhe wieder herzuſtellen, ſondern im Gegentheil jeden Tag braven Leuten auf dem Schaffote den Kopf abſchlagen laſſen; theils auch, weil wir wünſchten, einen Fang zu machen, der Aufſehen errege.⸗
Meine Gefangenſchaft würde nur 14 Tage gedauert haben, wenn die unklugen Maßregeln der Regierung ſie nicht um weitere 22 Tage verlängert hätte. Die Banditen be⸗ trachten es in dem Lichte ihres Gewerbes als die größte Schande, wenn ſie erlauben, daß ihnen ein noch lebender Gefangener wieder abgenommen wird, und wenn demgemäß eine Bande eine ſolche ſchimpfliche Verletzung ihrer Ehrenge⸗ ſetze duldete, ſo würde ſie jeden Anſpruch auf Achtung unter Ihresgleichen verwirken und ſie würde nicht länger im Stande ſein, ihr Gewerbe fortzuſetzen. In Folge deſſen giebt es kein Beiſpiel, daß ein Gefangener durch die Anſtrengungen der Regierung gerettet worden iſt, denn die Räuber, welche ihren Gefangenen gebunden ſtets dicht bei ſich behalten, haben ſtets Zeit genug, ihn zu tödten, wenn ſie finden, daß es ihnen unmöglich iſt, ihn weiter mit ſich fortzuführen. Während meiner Gefangenſchaft hörte die Verfolgung der Räuber nicht blos nicht auf, ſondern ſie wurde im Gegentheil mit ganz ungewöhnlicher Thätigkeit betrieben und die Bureaux der Gemeinderäthe ſind mit wiederholten Befehlen der Regierungs⸗ behörden gefüllt, die Verfolgung fortzuſetzen, um die Räuber aufzufinden und gefangen zu nehmen. Einige dieſer Befehle
erwähnen die Sicherheit des Gefangenen gar nicht und andere
ſprechen davon wie von einem untergeordneten Gegenſtande, der nur inſofern in Erwägung gezogen werden könne, als er ſich mit der Ausrottung des Räuberweſens vereinigen laſſe. Die Behörden überwachten meine Verwandten, welche mit der Bezahlung des Löſegeldes beauftragt waren, und folgten ihren Spuren; ſie verzögerten dadurch die Zahlung, welche am 23. Auguſt geleiſtet werden ſollte, bis zum 14. September
und verlängerten dadurch meine Gefangenſchaft, ſetzten mein Leben oft Gefahren aus und überdies wurde mir dadurch
eine weitere Ausgabe von 8000 Drachmen auferlegt.“
Bis jetzt iſt es der griechiſchen Regierung noch nicht ge⸗
lungen, dieſem Unfug ein Ende zu machen, im Gegentheil iſt das Uebel mit der zunehmenden Noth gewachſen und es wird
wahrſcheinlich noch eine geraume Zeit vergehen, ehe in dem
unglücklichen Lande die bürgerliche Ordnung wieder hergeſtellt ſein wird. Wie weit dieſes Unweſen in Griechenland geht, ergiebt ſich recht deutlich daraus, daß Perſonen ſelbſt in der Nähe von Athen von Räubern gefangen genommen wurden und ein großes Löſegeld herbeiſchaffen mußten, um ihre Freiheit wieder zu erlangen. C.
Misrellen.. Die Königin Eliſabeth von England befand ſich eines Tages mit mehreren Perſonen ihres Hofes in einem Salon und ſah, daß Sir Edward...., dem ſie mehrere Ver⸗
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Vierle Solge.
Wir b
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ſprechen gemacht(die Chronique ſcandaleuſe theilt ſie aus— führlich mit), aber nicht gehalten hatte, ſehr zerſtreut durch das Fenſter ſah. Sie näherte ſich ihm und fragte ihn in italieniſcher Sprache:
„Woran denkt ein Mann, Sir Edward, wenn er an nichts denkt?“
Ohne ſich zu beſinnen, antwortete der Baronet:
„An das Verſprechen einer Frau, Madame.“
Man ſah die Königin ihren Kopf niederbeugen, dann drehte ſie dem jungen Manne den Rücken zu, indem ſie für ſich murmelte:
„Der Zorn kann ſelbſt Dummköpfe geiſtreich machen, aber er läßt ſie bettelarm.“
Die folgende Anekdote wird zeigen, mit welcher Genauig⸗ keit in den Londoner Privatbankhäuſern die Rechnungen geführt werden. Sobald die Thüren für die Kunden der Bank geſchloſſen ſind, ſchließt jeder Commis ſeine Rechnung ab, dann wird die Generalbilanz gezogen, welche bis auf den Farthing ſtimmen muß, ehe das Perſonal ſich trennen darf. Nun ereignete es ſich in einem großen Bankhauſe bei dieſer Gelegenheit, daß ſich in der Bilanz ein Minus von 2 Schilling 10 Pence herausſtellte. Jeder Commis erhielt den Befehl, ſeine Rechnng zu revidiren, das vorräthige Geld wurde nochmals nachgezählt, aber das Minus blieb und Niemand wußte die Urſache davon. Die Reviſion wurde mehrmals wiederholt, doch immer mit demſelben Erfolg. Der Banquier wollte nicht zugeben, daß ſeine Commis ſich ent⸗ fernten, ehe die genaue Bilanz hergeſtellt ſei, und doch würde jeder Commis das Minus gern aus ſeiner Taſche erſetzt haben, um dieſer Operation ein Ende zu machen. Das
Räthſel löſte ſich erſt am folgenden Morgen, wo Einer der Aſſociés der Bank, welcher am Abend vorher bei dem Ab⸗
ſchluß der Bilanz nicht mehr zugegen war, ſich erinnerte, ) 8 0 0 8 7 27
am vorigen Tage 2 Sch. 10 P. für die Bezahlung von Porto aus der Caſſe genommen zu haben, ohne es zu notiren.
Lord Macaulay ſchreibt ganz richtig, junge Leute ſollten nie eine andre Sprache hören als:„Ihr habt Euern eignen Weg zu machen; von Euern Anſtrengungen wird es abhän⸗ gen, ob Ihr in der Zukunft Hunger leiden müßt, oder ob es Euch wohlgehen wird.“ C. Lord Cheſterfield bemerkte einſt, ſelbſt Adam, der erſte Mann, habe den Werth der Höflichkeit gekannt und Eva erlaubt, zuerſt in den verbotnen Apfel zu beißen. C.
Vom deutſchen Büchermarkt.
Hinter Schloß und Riegel. Von Schmidt⸗Weißen⸗ . Berlin bei Oswald Soehagen.
Hundert Jahre franzöſiſcher Geſchichte in den Gefäng⸗ niſſen werden hier von der Feder des mehr routinirten, um⸗ ſichtigen als gründlichen Verfaſſers in leichten Skizzen ein⸗ zelner Zeitzuſtände und Opfer der Gewaltjuſtiz dem Leſer unterhaltend vorgeführt. Die Bilderreihe beginnt mit dem Grafen Horn und endet mit Napoleon III. in Ham. Dem Laien iſt dadurch mehr ein Einblick in die Nacht⸗ und Schat⸗ ttenſeite der Geſchichte als der menſchlichen Geſellſchaft eröffnet worden.„B.


