Jahrgang 
1-26 (1867)
Einzelbild herunterladen

Handel und mit ihrer ins wieder Natur, die innerungen, Neapel für d idiſchen le. Es iſ en Saͤnger erfaſſer der en, und da ichen Boden als ſie von wohnt ſind. Verveilen iſt gerade bungen bei der Theil⸗

ules, wahr⸗ gegründet, n bewohnt, Nrömiſchen r Auguſtus erdies diele unden Lage ſich Villen Weiſe mehr in Folge gt, endlich e Eruption en vertilgt ndern, zum m, Stabiä,

aphen der überhaupt 5 und der nicht alf, an 50,000 3 oder din angen ſer eine relativ dert, aber Fvon der elegt und benen Ge⸗ ornehmere vermuth⸗ be. Auch bei Be⸗

e vorher⸗

Sinn unſeres Jahrhunderts! werden aus mehreren Stücken zuſammengeſetzt, oder

Vierte Folge. 57

gegangen, allerdings Viele das Meer glücklich erreicht Das heutige Pompeji wird von 18 bis 20 meiſt und ihr Leben gerettet haben mochten, die Mehrzahl jedoch in der Beſtürzung aus der Stadt auf das freie ſchmalen Straßen gebildet, welche mit großen unregel⸗ Feld geflohen, durch Schwefeldampf erſtickt oder vom mäßigen Lavablöcken gepflaſtert und beiderſeits von Steinregen erſchlagen und nachträglich durch Aſche hohen, aber engen Trottoiren begrenzt ſind, welche an begraben ſein konnte, ſo daß dieſelben außerhalb der den Straßenecken durch große Abweisſteine geſchützt Stadt zu ſuchen wären. Wenigſtens erfahren wir werden. Auf dem Pflaſter, das die braun⸗graue Farbe durch obengenannten Plinius, daß ſein Oheim, der verwitterter Lava trägt, ſinden ſich an Kreuzſtraßen,

. 7 3: 4 berühmte Naturforſcher, welchen Menſchenliebe und wie überhaupt am Anfange einer jeden breiteren

Wißbegier allzu nahe zu dem Schreckensorte getrieben Straße, zwei oder mehrere ovale Blöcke, von gleicher hatten,durch den dicken Dampf erſtickt, an Körper Höhe wie das Trottoir, querüber eingeſenkt, wodurch und Kleidung unverletzt, einem Schlafenden ähnlicher als einerſeits den Fußgängern der Straßenübergang er⸗

einem Todten, am Meeresufer aufgefunden worden ſei. leichtert, andrerſeits(und vielleicht vorzugsweiſe darum)

Immerhin bleibt es unerklärlich, wie dieſe Stadt den durchfahrenden Wagen eine beſtimmte Spurweite ſo viele Jahrhunderte vergeſſen und begraben bleiben vorgeſchrieben wurde, ſo daß man in dem Pflaſter konnte, um ſo mehr, als ſie nicht, wie Herculanum, noch jetzt die manchmal ſehr tiefen Geleiſe der Räder von glühender Lava überfluthet, oder, wie Winckel⸗ ſehen kann. mann meint, durch Aſche und Waſſerſtröme gleichſam Ferner befanden ſich an den Ecken größerer eingeteigt, ſondern nur von 2 ſche und Steingerölle Straßen, in Form von ſteinernen Särgen, ſogenannte zugedeckt worden war und dieſe Decke in ihrer größ⸗ Röhrenbrunnen mit fließendem Waſſer, auf deren ten Tiefe nicht über 15 Fuß betrug. Zwar ſandte, Säulen, ſei es behufs nächtlichen Waſſerſchöpfens wie Dio Caſſius berichtet, der menſchenfreundliche ſoder vielleicht zur Beleuchtung der Straßen, Lampen Titus an die geretteten Bewohner Pompeji's bedeu- angebracht waren in Geſtalt ſteinerner Masken, aus tende Unterſtützungen, ſowie Arbeiter und Coloniſten deren Augen und Mund das Licht hervorleuchtete. zur Aufgrabung und Herſtellung der Stadt, und man Nicht ſelten trifft man hier auch kleine Straßen⸗ glaubte auch in der That Spuren ſolcher früheren Altäre an.

Arbeiten zu finden, allein ſcheint die ſchreckliche Kataſtrophe damals noch in zu friſchem Andenken ſelten mit Fenſtern auf die Straße verſehen waren gelebt und überhaupt jener Geiſt gefehlt zu haben, und nur durch eine einzige ſchmale Thür vom Trottoir durch welchen die neuere Zeit ſich ſo vortheilhaft aus- zugänglich ſind, reihen ſich ohne Unterbrechung anein⸗ zeichnet. ander und haben faſt ſämmtlich die gleiche Höhe und

Die Auffindung Pompeji's verdanken wir dem denſelben grauen Kalkbewurf, wodurch die Straßen Zufalle. Sie geſchah im Jahre 1748 durch einen das Ausſehen eines zwiſchen hohen Gartenmauern Bauer während der Arbeit in ſeinem Weinberge, und hinziehenden Weges erhalten. zwar in der Nähe des Amphitheaters, mit welchem Die Groͤße und der Umfang der Häuſer ſind die Ausgrabungsarbeiten begonnen und ſeitdem mehr verſchieden; bei vielen iſt, durch Einſturz der Scheide⸗ oder minder energiſch fortgeſetzt wurden. Das größte mauern, die urſprüngliche Grenze nicht mehr ſicher Verdienſt um dieſelben erwarben ſich der bourboniſche zu ſtellen; andere werden durch Thüren und Gänge Köoͤnig Karl III.(1750 bis 1759), und die franzöſiſche mit Nachbarhäuſern verbunden und haben mit⸗ ihnen Occupation unter Murat(1808 bis 1815). In der einen gemeinſchaftlichen Garten(ſogenannte Familien⸗ neueſten Zeit werden die Arbeiten, auf Befehl der wohnungen), oder communiciren mit Tempeln und italieniſchen Regierung, in größerem Maßſtabe fort⸗ Theatern, und ſcheinen demnach Häuſer von Prieſtern geſetzt, und von wiſſenſchaftlichen Directoren gleich⸗ und Schauſpielern geweſen zu ſein. Im Allgemeinen ſam militäriſch beaufſichtigt und geleitet. Jeder Tag jedoch müſſen die Häuſer als niedrige, räumlich ſehr bringt Neues, Intereſſantes; jeder Schaufelwurf för⸗ beſchränkte, bezeichnet werden; ihre Mauern ſind,

dert die Wiedergeburt Pompeji's eben ſo gut, als vielleicht wegen der häufigen Erdbeben, dick und maſſiv, unſere Kenntniſſe vom Alterthume; und in dem Maße, aus Tuffſtein oder Lava erbaut, gegen die Straße als die umliegenden Schutthügel ſich erhöhen und einfach mit Kalk beworfen, im Innern jedoch von

Die Häuſer, welche, nach Bauart des Alterthums,

vermehren, in demſelben Grade ſteigt die lange begra⸗ Stucco überzogen, häufig alt oder mit Marmor bene Stadt zum Tageslicht empor, ein ehrenvolles überkleidet. Die Säulen eerrn ſie nicht marmorne

Denkmal für das geiſtige Streben und den äſthetiſchen waren, beſtehen entweder aus ſolidem Geſtein und

2

geradlinigen, ſich rechtwinklig ſchneidenden, ziemlich⸗

.