Jahrgang 
1-26 (1867)
Einzelbild herunterladen

djenhaag ge⸗ nicht zurüct

der Stellung ſig in einem inder heftig zum Leſen. eder behag⸗ en Sammet⸗ e erinnerte. Fenſter, ein de Blätter, ein nicht all⸗ ete nur ein üftete nach ef ihm der hen. mine Platz, goller Be⸗ I

8 4

en Norgen ervenfieber,

ltem Waſſet

te ich Ihren

te ſeine Be⸗

hob er ſich.

laſſen, nicht ein wenig ſo!

ie un ſich

entenzeit in

akränze, he⸗ ir ſie hatte

erwiderle eSchweſter⸗

6

en. u Blumen⸗ ich habe 3 da mau nicht mag, tgleic ich

err Baroll, ene Natioll mden ſnd

Vierte Folge. 55⁵

ſie liebenswürdig und gaſtfrei. Ich habe in der Kaiſer⸗ theurer Baron, überlegen Sie, was Sie thun, fragen ſtadt ſehr glückliche Tage verlebt, ein Studienfreund b Sie Ihr eigenes Herz, kann es ſich befriedigt fühlen von mir Namens Bachmüller, mit dem Sie, Herr Baron, an der Seite einer Gattin, welche heimlich einen

viel Aehnliches haben, und der Doctor blickte den Andern liebt?

Patienten feſt anmachte mir den Aufenthalt noch heimiſcher.

Der Baron entgegnete freundlich:Einem Ihrer Jugendfreunde gleiche ich in Etwas? Es freut mich,

erweckt.

Der Arzt fuhr fort:Die Jugendjahre vergeſſen wir nie, und ſo oft ich durch ein Antlitz, durch Gang oder Sprache an Erſcheinungen aus jener goldenen Zeit erinnert werde, fühl' ich mich wieder jung wie damals. So mahnt mich das jüngſte Fräulein von Hohenburg an eine Dame, welche ich in Wien kannte, Gräfin Melanie Bichovski.

Ein herrliches Mädchen, Fräulein Hohenburg! Sie iſt verlobt mit einem mir theuern, jungen Manne.

Glauben Sie, Doctor, daß Florentine jenen

jungen Mann wahrhaft liebt, oder iſt es nur eine

Phantaſie?

macht, daß die erſte Liebe nur ein ſchöner Traum,

die zweite eine Epiſode im Leben, die dritte und letzte,

die in gereiften Jahren unſer Herz, das düſter war, wieder erleuchtet, belebt, beſeligt, die tiefſte und wahrſte iſt! Frauen empfinden anders als Männer, Herr Baron! Möglich, ſprach Duresnelle,aber, und jetzt ſprach er mit Leidenſchaft,niemals giebt ein ernſter

.

Mann ſeine Bewerbung auf, ſo lange ihm noch ein

Schimmer von Hoffnung bleibt. Ich weiß, was Sie mir ſagen wollten, Sie ſind Fräulein Hohenburg's Vertrauter, ich ſoll dem jungen Manne weichen, von dem ſie zum erſten Male das Wort der Liebe hörte, ich thu' es nicht.

hatte keine Eltern. Meine Jünglingsjahre brachten

mir mehr Leiden als angenehme Tage, in meine Liebes⸗

zeit⸗miſchte ſich Pein, und ein ruheloſer Wandrer zog ich durch die Welt. Auf Roſenhaag habe ich das vollkommenſte Recht, vor dem Geſetz und vor meinem Gewiſſen. Als mich die Sehnſucht nach Ruhe hierher führte, ward mir wohl in dieſen heimiſchen Mauern wo, doch laſſen wir das jetzt! Ich ſah Florentinen, ihr Anblick ſchon goß Frieden in meine Seele, und wenn es auf Erden noch ein Glück für mich giebt, ſo iſt es ihr Beſitz. O mein Gott, warum ſoll denn ich nicht endlich einmal glücklich ſein? Der Doctor war gerührt, mit bewegter Stimme ſagte er:Sie ſollen, Sie werden es ſein, aber mein

Ich meinerſeits habe die Erfahrung ge⸗

Meine Kindheit war freudlos, ich

Duresnelle antwortete nicht, er ſtützte den Kopf

in die Hand und ſah vor ſich nieder.

Wallberger verließ leiſe das Gemach. Sein Pferd

war ſchnell an den Schlitten geſpannt; als der Arzt, wenn mein Anblick angenehme Erinnerungen in Ihnen

V in ſeinen großen Pelz gehüllt, ſeine Cigarre rauchend,

über die weiße Fläche binfuhr, dachte er:Jetzt tritt

Duresnelle vielleicht ſelbſt zurück und hilft dennoch dem Präſidenten, und heute iſt mir klar geworden, wie groß auch des Barons Aehnlichkeit mit Bachmüller, eer iſt es nicht, ſolche Selbſtbeherrſchung oder Ver⸗ ſtellung, wie man es eben nennen will, iſt nicht möglich!(Schluß folgt.)

Gedichte von A. Marcoles.

zu ſpät.

Wie ſchade, daß Du nicht früher kamſt, Beſitz von meinem Herzen nahmſt,

Ich hätt' Dich geliebt beim höchſten Gott, Ganz ohne Hohn und ohne Spott.

Wir hätten zuſammen im Mondſchein geſchwaͤrmt, Wir hätten geduldet und uns gehärmt,

Ich hätte gelogen: Dein Auge ſei blau

Wir wären geworden Mann und Frau!

Mein Kind, die Zeiten ſind leider vorbei, (Wo man glaubte ein Mährchen von ewiger Treu Doch willſt Du ſchenken mir einen Kuß

So komm, mach's raſch, weil ich weiter muß.

Werbung.

Vertraue mir! Des Lebens Nachen ſchwankt Oft hülflos auf dem wild empörten Meer, Die Ruder brechen und der Maſtbaum wankt, Die Wogen werfen wild ihn hin und her.

Das Meer iſt ſtark! Doch ſchreckt nicht ſeine Wuth Den todeskühnen, ſichern Steuermann,

Er lenkt den Kahn mit ungebroch'nem Muth,

Er weiß, daß ſiegen er und ſterben kann.

Der feſte Wille iſt's, dem Alles weicht! Ob Stürme toſen, ob die wilde Fluth