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Hütchen, aufgeſchürzten leichten Sommerkleidern die Scene auf das Angenehmſte. Auch das Volk ſtrömte herein, denn in Spanien vermiſchen ſich ſtets alle Claſſen: Die Bauern und Bäuerinnen aus der Um⸗ gegend in ihrer Nationaltracht, die Soldaten der hieſigen Garniſon zu Hunderten, die Bürger und Senoritas von Aranjuez ſelbſt. Genug, es war ein höchſt pittoreskes und intereſſantes Volksgewühl. Auf einer und derſelben Bank ſaßen Herzoginnen und Gräfinnen, mit vor ihnen ſtehenden Diplomaten und Officieren plaudernd, und Mädchen aus dem Volk mit der Mantilla und Mädchen vom Land in ihrer Nationaltracht, ſich ebenſo unbefangen mit ihren Beaux unterhaltend. Ich beobachtete genau die Geſellſchaft in einem Rondel, in deſſen Mitte eine Fontäne ſtand und welches mit ungefähr ſechs langen Marmorbänken umgeben war. Auf einer hatten ein halbes Dutzend der Geſandten Platz genommen, die Bänke neben daran waren die eine mit allerliebſten Dämchen aus Madrid, aus den allerhöchſten Kreiſen angefüllt, während die andere halb mit Bäuerinnen und ſpani⸗ ſchen Jägern beſetzt war. Ebenſo gemiſcht war die andere Geſellſchaft. Auf dem Becken der Fontäne ſelbſt ſaßen Spanierinnen aller Klaſſen und legten ſich von Zeit zu Zeit auf den Rand derſelben und ſchlürften Waſſer in der allerprimitivſten Weiſe; Kinder ſpielten um die Fontäne herum. Und man glaube nicht, dieſe gemeinen Soldaten und dieſe Frauen und Mädchen aus dem Volke hätten die allergeringſte Ver⸗ legenheit gezeigt in der Mitte von Geſandten, Gene— rälen und höheren Officieren. Nachdem die Erſteren einmal ihre militäriſche Begrüßung gemacht, waren ſie„perfectly at home“ und benahmen ſich wie Gen—
tlemen. In welchem andern Lande ginge dies wohl
ſo zu, in welchem andern Lande haben die ärmeren und ungebildeteren Claſſen ein ſolches freies, unge⸗ zwungenes ſtolzes Benehmen? Jeder dieſer Soldaten oder Bauern, wenn es die Gelegenheit mit ſich bringt, ſpricht unbefangen mit dem Herzog oder der Herzogin, man ſagte mir, ſelbſt mit der Königin, und ich glaube es gern. Und die Königin und die Herzogin wird ihm ſo aufmerkſam zuhören und ihm ſo freundlich antworten, wie dem Höchſtgeſtellten. Dieſe vollkom— mene Abweſenheit von Servilität in den mittleren und unteren Claſſen des ſpaneſchen Volkes hat mich von Anfang an für ſie eingenommen. Wie verdorben die Anderen ſein mögen, dad eigentliche Volk, der Kern iſt gut, ich glaube beſſer, als in den meiſten anderen Staaten, die ich kenne. Ein ſolches Volk kann eigentlich nicht zu Grunde gehen. Dieſer indivi⸗ duelle Unabhängigkeitsſinn, der oft auch dem Fremden
unangenehm iſt, weil er ihn für abſichtliche Grobheit
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hält und der namentlich im Handel und Wandel ſehr auffällt, da doch in anderen Ländern die größte Höf⸗ lichkeit und Zuvorkommenheit dem Käufer bewieſen wird, verbürgt die Unabhängigkeit der Nation und auch eine wenigſtens verhälnißmäßig bürgerliche Freiheit.
Ich kann es nicht ſagen, wie mich dieſe Stunden im Garten von Aranjuez entzückten. Jetzt in der Erinnerung kommen ſie mir wie eben ſo viele Secunden vor. Das köſtliche Wetter, die Ruhe nach der Er⸗ müdung, der balſamiſche Duft der Blüthen, welcher die kühle Luft durchhauchte und parfümirte, das Rieſeln der Bäche, das Getöſe des Waſſerfalles, die herrliche Muſik der Hellebardiergarde, die in einiger Entfernung von uns die Melodieen Verdi's und Donizetti's in ihrer gewöhnlich ſo zarten Weiſe erklingen ließ, da⸗ zwiſchen das Donnern der Kanonen, die zur Ehre des Tages von Zeit zu Zeit abgefeuert wurden, und ganz in der Nähe das ſüße Geplauder der ſpaniſchen Schönen, das Singen der unzähligen Vögel, welche dieſe dichten Hecken und Bosquette von Aranjuez be⸗ völkern, verbunden mit der glänzenden Staffage der Landſchaft, welche die Tauſende von bunten Spazier⸗ gängern gewährten, Alles dies erhöhte wunderbar die Exiſtenz des Augenblickes und ließ einen von den Eindrücken im Geiſte zurück, die ſich nie verwiſchen.
Dieſe Schilderung habe ich deswegen als eine ſehr werthvolle hier angeführt, da der Verfaſſer, der damals Geſandter der Vereinigten Staaten von Nord⸗ amerika zu Madrid war, trotz einer gewiſſen Gabe poetiſcher Auffaſſung, doch alle Eindrücke genau der Wahrheit gemäß und ohne Illuſionen und Schön⸗ malereien wiederzugeben ſucht. Er hat ſomit in meinen Augen viel Stimmberechtigung, die noch durch einen mehrjährigen Aufenthalt ein ganz anderes Fun⸗ dament iſt, als jener flüchtige Touriſtenfuß der meiſten Reiſenden. Er hat mit den Spaniern gelebt und ihre Sprache geredet. Ohne etwa wie mancher Andere das Land nach allen wichtigen Puncten hin durchzogen zu haben, hat er doch das, was er ſah, unbefangen beurtheilt und nichts Fremdes hineingetragen.
Er empfand Mitleid mit einer Nation, die ihrem allmäligen Untergange entgegengeht oder entgegen⸗ geführt iſt und gleichſam mit der Entfruchtung und Verdorrung der ſpaniſchen Erdkrume zu gleicher Zeit dahinſtirbt. Niederſchlagen der Wälder, Verſandung der Flüſſe und Quellen, allgemeine Abtödtung der Vegetation heißen die Cultur- und Generationsmorde, welche an Spanien ähnlich wie an Griechenland ver⸗ übt ſind und ſich ſchon zur Zeit Carls V. fühlbar machten.
Dieſes paradieſiſche Land, welches mit Portugal zuſammen bequem 30 Millionen Einwohner haben


