Jahrgang 
1-26 (1867)
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mnur Gott zund meine Seele in der Welt ſeien. Ich wollte

auf der Erde in meinem reinen, hohen Leben einherſchreiten,

ohne mit dem Schmutze derſelben in Berührung zu kommen. Ich wollte ein Apoſtel für Frauen ſein; ich wollte meinen armen leidenden Schweſtern, in deren dunkelm Leben die ewigen Sterne noch nicht zum Durchbruch gekommen waren, eine helfende Hand reichen.

Daß war groß! Das war ſchön! Aber, leider! hatte ich noch zu lernen, daß wir unſere Ideale auf der Erde nicht ausführen können.

Es war leicht von höheren Sphären, von einem ruhigen, reinen Leben zu reden. Aber wenn ich aus dieſen Höhen herabſteigen mußte, um für die zeitlichen Bedürfniſſe meines Gatten zu ſorgen; wenn er mich wegen eines Paares weiner Strümpfe oder eines weißen Kragens aus meiner Er⸗ habenheit herabrief; wenn er dabei beharrte, mich in tauſend kleinlichen Wegen zu quälen denn er hatte nicht die ent fernteſte Idee davon, daß ich ein anderes Leben, als das ſeinige lebte; wenn er mir die Mittel, meinen Geiſt auszu bilden Bücher, Muſikalien und Alles, was mein Leben

ön und wahr machen konnte verweigerte, dann begann

ch einzuſehen, daß ich das wahre Licht noch nicht erreicht hatte.

Obſchon die Sterne nicht mehr ganz verdunkelt waren, ſo

verbreiteten ſie doch noch nicht ihr volles Licht. Ich mußte mehr als Sterne haben.

Mit ſchwerem Herzen begann ich mein Nachforſchen won neuem. Carlyle und Emerſon, obſchon große Führer für Menſchen, konnten den Leibeignen keinen Balſam bieten. Es bedurfte Gottes, um in der menſchlichen Seele Licht zu verbreiten.

Und zuletzt kam das volle Tageslicht!*

Treue Pflichterfüllung iſt das allgemeine Heilmittel gegen alle Sorgen und Unruhen des Lebens. Der himmliſche Vater ſtellt uns eine ſolche Lebenslage, welche am beſten ge⸗ eignet iſt, die boͤſen Anlagen unſerer Natur zu beſiegen.

Wir ſind ſchwach und nutzlos, weil wir nicht auf die Stimme des Gewiſſens hören, wenn es uns ſagt, mit aller unſrer Kraft an der Stelle, worauf wir ſtehen, und zu der Zeit, die eben iſt, zu dienen.

Wenn wir unſern Antheil an dem großen Ganzen er⸗ füllen wollen, ſo müſſen wir, ein Jeder an ſeinem Platze, den

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Kolge.

zeitig zuwider iſt, ſondern die höhere Tugend wahren Chriſtenliebe in mir ausbilden.

Wie der Nebel ſich in meiner Seele aufklärte, über nahm ich meine Lebensbürde mit einem neuen Herzen. Ich machte es mir zum Geſetz, die kleinſte Pflicht ſo gewiſſenhaft, wie ich nur vermochte, zu erfüllen; nichts war zu klein für meine Beachtung.

Mein Gatte glaubte

der

‚es ſei in mir ein Wunder vorge

gangen und ich betrete nun denguten alten Weg ſeiner Mutter, und inſtinetmäßig ließ er in ſeiner Härte gegen mich nach und ebenſo bewilligte er mir mehr Geld als

früher.

Stufenweiſe fand ich mich zuletzt verhältnißmäßig

frei, zu gehen und zu thun, wie es mir behagte und ſelbſt mit

um uns her liegenden Pflichten nachkommen und uns hüten, in

Aufſuchung der Pflicht einen falſchen Weg einzuſchlagen, damit wir nicht diejenige vernachläſſigen, welche direct auf unſerem Wege liegt.

Der wahre Zweck und die höchſte Belohnung der Arbeit iſt geiſtiges Wachſen und dieſes bringt die höchſte Glückſeligkeit mit ſich, die wir verlangen können.

einiger Freiheit Geld nach meinem Belieben zu verwenden.

Da er es nicht mehr für nothwendig fand, zu allen Zeiten für einen Kampf gerüſtet zu ſein, ſo vernachläſſigte er es allmälig, Waffen zu tragen und die in langſamen Graden im Hauſe ſich einfindende Schönheit begann ihn zu beſänf tigen. So fand ich, indem ich demüthig meine Pflichten übernahm, zuletzt die weiche Seite meines Felſens; nicht daß er mich hätte beſchützen und beſchirmen können dieſer Traum war für immer vorüber, aber ich konnte an ſeiner ſonnigen Seite in dem veinen Himmelslicht leben und blühen und ſelbſt von Nutzen ſein, um ſeine ſchroffen Seiten unter einem Kranze von ſchönen, wohlriechenden Blumen zu verbergen.

Ruhig langſam wuchs mein Buch in meinen müßigen Augenblicken zum dritten Male in ſeinem Umfange. Ich war aus dem Sumpfe, worein ich verſunken war, heraus gekommen; ich hatte für meine Mitſchweſtern Worte des Froh ſinns und ich ſprach ſie.

In einige traurige Herzen brachten ſie Friede und wahres Leben. Ich verlangte gar nichts Beſſeres; mein Werk war gethan. C.

Reiſeeindrücke auf Cuba.

Von den Amerikanern wird die ſchöne Inſel Cuba in neuer Zeit vielfach und nicht immer ohne zärtliche Hinblicke auf ihr wünſchenswerthes Beſitzthum bereiſt. In unſerer deutſchen Reiſeliteratur ſind bisher weſentlich die Gegenden der Havanna beſprochen. Aber auch andere Theile bieten hohes Intereſſe dar. So erzählt ſoeben ein Deutſch⸗Ameri⸗ kaner den New⸗Yorkern Eindrücke ſeiner Tour von der Ha vanna nach der Stadt Matanzas. Er ſagt unter Anderm:

Ich verließ die Havanna in einem Eiſenbahnwagen, eingehüllt in den Rauch von zwanzig Cigarren. Meine

Nachbarn waren meiſtens gut gekleidet und gehörten offenbar

Mit dieſen großen Worten kam Friede in mein Herz.

Jetzt ſah ich mein Leben, nun mußte ich die Bürde über⸗ nehmen, die ich verächtlich bei Seite geworfen hatte; nun mußte ich die Pflichten des Weibes und der Haushälterin nach meinen beſten Kräften erfüllen und den Erfolg Gott überlaſſen. Die Ausbildung der Seele war nicht vermittelſt

einer directen Anſtrengung zu erreichen; ſie mußte in einem

wahren, demüthigen Leben gefunden werden. Was liegt

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daran, wenn auch mein äußeres Leben aller Schönheit er⸗ mangelt? Was thut es, wenn daſſelbe auch nur ein Kreis⸗

lauf ungleichartiger Beſchäftigungen iſt? Ich kann verſichert ſein, daß ich Gottes Willen thue und daß der himmliſche Vater nie die Belohnung pergeſſen wird. So ſollte ich nicht eine verächtliche Selbſtſucht, die Gott und Menſchen gleich⸗

zu der wohlhabenden Claſſe. Daß blos das Blut von Weißen in ihren Adern floß, wollte mir nicht recht einleuchten. Die meiſten hatten eine bleiche und bräunliche Geſichtsfarbe, tieſ dunkle Augen und einen breiten Mund, vorſpringende Backen knochen und ſtraffe ſchwarze Haare. Man will behaupten, daß der Creole auf Cuba aus einer Miſchung des weißen und des kupferfarbigen Stammes hervorgegangen iſt. Hier dieſ Frau mit ſtarren und wilden Augen, mit ſtarkem Gliederbau und gelblich⸗brauner Geſichtsfarbe erinnert mich an gewiſſe mexikaniſche Schönheiten, die in Paris viele Bewunderer ge⸗ funden haben. Dieſes fremdartige Geſchöpf mit ſeinen hef tigen Bewegungen, ſeinen durchbohrenden Blicken und der betäubenden Klangfülle ſeiner Stimme iſt von dem modernen und europäiſchen Typus der Frau eben ſo weit entfernt, wie die Wölfin vom Schooßhündchen.