Jahrgang 
1-26 (1867)
Einzelbild herunterladen

28 Rovellen⸗Jeilung. 8 1 ein wirklich grober, brutaler Mann hat nicht eher Ruhe, als zu veranlaſſen, mich artiger zu behandeln, und obſchon die aur d bis er ſeine ſchlechteſte Seite gezeigt hat.. Liebe todt war, ſo erweckte ich doch ihren Geiſt und verſuchte auj Sobald als Du das Kochen gelernt haſt, ſagte er die Härte meines Felſens in dieſer Art zu erweichen. Es ohne eines Tages kalt zu mir, als ich meinem Mädchen bei dem war Alles nutzlos und zuletzt gab ich Alles auf und ſetzte mich 30) Tiſchdecken half,ſo erwarte ich, daß Du unſere Köchin ent⸗ V mit einem bittern Gram nieder, von dem Gefühl nie dergebeugt, armd läßt. daß mir nichts weiter übrig bleibe, als zu ſterben. ewig Wie? rief ich.Nun, o Gott nun habe ich die Beiden bis in ihre eine Wir ſind nur unſrer Zwei; Du biſt ſicher im Stande, Tiefe ergründet, nun kann ich mein Buch ſchreiben; und wenn unſere Arbeit zu verrichten. das Lebensblut dazu erfordert wird, ſo kann ich das meinige ich n Ich? darin auspreſſen. 4 augſe Ja, Du. Du erwarteſt doch wohl nicht, wie eine reiche Aus der Tiefe meiner Todesangſt ſtrömte ich das Weh Erbin behandelt zu werden und den ganzen Tag mit ge⸗ meines Grames aus, und die Welt warfes mir zurück:Mache ruhig faltenen Händen ſitzen zu bleiben? keinen Anſpruch darauf, mit uns von der Tiefe Deine r Hüher Nun, Gott erbarme ſich mein, George Barnes! ſagte Bitterkeit zu ſprechen. Arbeite Dich erſt aus Deinem eignen meine ich mit weißen Lippen.Wenn Du eine Magd brauchteſt, Sumpfe heraus, ehe Du verſuchſt, uns aus dem unſrigen reiner weshalb haſt Du Dir nicht eine ſolche gemiethet? Du haſt heraus zu führen. habene mich gebeten, Deine Gattin zu werden. kleinli Du biſt nichts Beſſeres, als ich bin. Ich arbeite,Die ewigen Sterne erſcheinen am Himmelsgewölbe, fernter weshalb ſollteſt Du nicht auch arbeiten? ſobald es dunkel genug iſt, und nun war es in meinem ſeiaige Dann, wenn das Dein Plan iſt wenn Du, als Leben völlige Mitternacht; ich konnte nicht aushalten und bilden reicher Mann, wünſcheſt, daß ich in Deinem Hauſe die leben. 3 ſchön Stellung einer Magd einnehmen ſoll, ſo verweigere ich das Gerade in dieſem Augenblick kam ein Buch in meine.. ich ei für jetzt und für immer. Ich kann arbeiten ich will Hand, ich wußte nicht woher; ich wußte blos daß es für DO bſch arbeiten aber nicht für einen Herrn nicht um Dir ein mich geſchrieben war. Sorglos die Seiten deſſelben um⸗ verbre paar Dollars zu ſparen. Ich will Dich von der nutzloſen wendend, war das der erſte Stern, der in meiner Dunkelheit als S Laſt einer Frau befreien. Ich will mir meinen Lebens⸗ durchbrach:.

unterhalt in meiner Art, nicht in der Deinigen verdienen. Ich vermuthe, ich ſah dabei ſehr ernſt aus, denn er gab plötzlich nach; ſeine äußere Achtung war in Gefahr; ich konnte

O Sterblicher, wer immer Du auch ſein magſt, danke Gott, daß Du geboren biſt und faſſe Muth, denn Du biſt ei N

A P Ger 1 2 1... für M auch ein Kind ſeiner unendlichen Liebe. Deshalb fürchte

von ne

Es be⸗

ihm in den Augen der Welt ſeines Götzen ſchaden. Dich nicht. Obſchon Du ein wenig weinſt, während Du deu verbre Gut, Du magſt dann Deinen Willen haben, ſagte Samen ausſtreuſt und der kalte Frühlingsregen Dich durch⸗ 5 er unfreundlich,wenn Du ſo abſcheulich eigenſinnig biſt, näßt und erkältet, wirſt Du aus demſelben Felde Deinen und er verließ das Haus. Buſen mit Garben der Genugthuunng füllen. 1 d 41 Jetzt kam der bittere Kampf zwiſchen der Pflicht und Und der zweite Satz lautete: eines nicht an Gehorſam gewöhnten Willens. Konnte ichEs giebt in einem Manne etwas Höheres, als die Liebe eant eine Unterſtützung von ſolchen Händen annehmen? Konnte zur Glückſeligkeit; er kann ohne die Letztere beſtehen und 39 ich das annehmen, was mir zugeworfen wurde, wie man anſtatt derſelben Seligkeit finden. Dir wird die Ehre zu. einem Hunde ſein Futter zuwirft? War es meine Pflicht, Theil, daß Gott Dich ſelbſt belehrt und Dich barmherzig mit Stime mich einer ſolchen Erniedrigung zu unterwerfen? War es Leiden heimſucht, bis Dein Herz voller Reue iſt und Du K8 unſrei nicht weit eher meine Pflicht, ihn gänzlich zu verlaſſen Gottes Willen lernſt. Zätt mich ſelbſt zu erhalten? Wie das geſchehen ſollte, daran dachte Das war für mich eine wirkliche Offenbarung! Ich hatte ich in meiner Todesangſt gar nicht nur aus dem Hauſe mein Leben für werthlos gehalten, weil es der Glückſeligkeit füllen fort zu kommen. beraubt war ein unglücklicher Irrthum! Ich hatte ge⸗ um u Aber Gott hat michfür beſſer, für ſchlimmer in dacht, mein Weſen in das meines Gatten zu verſenken und Auſſu dieſe Lage geſetzt darf ich mein Schickſal in meine eigene mit ihm Eins zu ſein welch eine Thörin war ich? Und weil damit Hand nehmen und dieſe harten Ketten zerbrechen? ſer mich etwas rauh, aber ſicher darüber belehrt hatte, daß unſer War die Ehe nur ein Handel, ein Geſchäft, wir immer Zwei wären und es ſein müßten, mußte ich deshalb worin ein Jedes ſeinen Antheil der Arbeit verrichten muß? verzweifeln und mein Leben für ein verfehltes halten? Gott Arbei Gott weiß, ich hatte keine Scheu vor der Arbeit. Wäre mein behüte! Glück Gatte unglücklich geweſen, ſo würde ich mich für ihn willig zu Gott erſchuf mich nicht als Weib, ſondern als Seele, Tode gearbeitet haben. Aber ein junges Mädchen mit einem um zu wachſen, ſie zu entwickeln und für ſeinen Gebrauch Jett warmen Herzen zu nehmen und dann mit Ueberlegung ſich vorzubereiten. Sollte ich nicht eben ſo heiter in ſeine Dienſte nehme an die Arbeit zu begeben, ihren Geiſt zu unterdrücken, ihren treten, wie ich in den Dienſt eines ſeiner Geſchöpfe einge⸗ nußte Willen zu brechen und ſie in eine Arbeitsmaſchine zu V treten war? Jetzt kamen in der That die ewigen Sterne zum nach verwandeln! Ich ſagte in meinem Innern:Er hat nicht das Durchbruch; die Dunkelheit verſchwand ſchnell und ein großes überlö Recht ich habe auch eine Seele ich habe auch einen Lebenz entfaltete ſich ſtufenweiſe vor mir. Jetzt wollte ich iner Gott, dem ich verantwortlich bin: ich will nicht die Sclavin mich ſelbſt ausbilden; ich wollte meine höchſten Vollkommen⸗ dieſes Mannes ſein. heiten erreichen. Ich wollte der Welt eine Frau zeigen, die 1 1 zahe Dann kam der ſchwere Regen von Thränen, Ströme ſich ſelbſt vertraut, ihren Frieden in ſich ſelbſt findet und ſich nunn von Zähren, die mir das Herz zerriſſen und tiefe Furchen in harmonievoll zu einem vollkommenen Ganzen entwickelt hat. bun meinem Geſichte zogen. Nan wollte ich ſo erhaben über dieſem Manne leben, G ſaf Hierauf folgten ſanftere Gefühle. Vielleicht wird es daß er mich in meiner höhern Sphäre nie berühren ſollte. ſ Vu, mir durch Güte und ein liebevolles Betragen gelingen, ihn Ich wollte ſo leben, als ob er gar nicht vorhanden, als ob 55 1 4 8