Jahrgang 
1-26 (1867)
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Sanftmuth doch ſchließlich immer den Sieg über des Papas Strenge davon. Ich kann mir auch nicht vor⸗ ſtellen, daß der Baron Duresnelle ſich um eine junge Dame bewerben wird, die ſich ſo kalt und abweiſend gegen ihn zeigt, wie Florentine.

Die jüngern Kinder hatten ſich nach der Küche

begeben, ſie hatten Ferien, und bei einem Feſtmahle fanden ſie immer Gelegenheit, ſich in der Speiſekammer

unnütz zu machen, nämlich zu naſchen, denn in dem Hauſe des Präſidenten war es wie bei vielen deutſchen Adeligen: der äußere Glanz wurde aufrecht erhalten; in der Regel lebte man aber ſehr einfach, die Frau von Hohenburg verſtand ſich auf das Sparen.

Im Arbeitszimmer des Präſidenten ſaßen Vater und Tochter einander gegenüber, Beide offenbar inner⸗ lich ſehr bewegt, aber bemüht, äußerlich ruhig zu ſcheinen.

Endlich nahm der Präſident das Wort:Meine liebe Tochter, ich habe mit Dir zu ſprechen, ich habe

Vierle

Dir Glück zu verkünden. Du wirſt eine mit Reich⸗ thum geſegnete Frau werden, Baron Duresnelle hat um Deine Hand geworben und ich habe Dich ihm zugeſagt, denn ich wünſche Dir das beſte Loos.

Folge. 23

aber haſt Du Dir niemals gedacht, wie ſchön es iſt, theure Menſchen mit den edelſten Genüſſen des Lebens zu erfreuen, welche ſelige Empſindung die ſein muß, geliebten Geſchwiſtern den häuslichen Herd zu gründen, von dem theuern Haupte der Mutter drückende Sorgen fern zu halten?

Du ſagſt das ſo bedeutungsvoll, beſter Papa, ſprach Florentine und ſchaute den Präſidenten feſt an. Sprich offen, ich bitte Dich!

Es fällt mir ſchwer, meine Tochter, aber es muß geſchehen. Ich bin vom Hauſe aus nicht reich, Ihr habt das ſtets gehört, Kinder, Ihr könnt mir nicht den Vorwurf machen, daß ich Euch in Bezug auf Eure Ausſichten getäuſcht habe. Auch Deine gute Mutter brachte mir kein Vermögen zu, und ohne ihre Sparſam⸗ keit würden wir ein traurige Rolle geſpielt haben. Du weißt, ich bin noch nicht lange Präſident, ſelbſt jetzt reicht mein Gehalt nicht hin, Dich und Deine Schweſter auszuſtatten, Deinen Brüdern eine Erziehung zu geben, wie es ihr Stand verlangt und ihre Fähigkeiten ver⸗ dienen. Ein Freund beredete mich, eine Speculation mit ihm zu unternehmen ſie iſt mißglückt. Ich

verlor nicht viel, aber doch genug, um dadurch in große

Lieber Vater, entgegnete Florentine feſt, obgleich Verlegenheit zu kommen.

ihr Herz ungeſtüm ſchlug,ich bedaure, Du wirſt Dein Wort zurück nehmen müſſen; ich habe mich be⸗ reits verlobt, Papa, und wie Du Dich erinnern wirſt, nicht ohne Deine Zuſtimmung.

Guter, lieber Papa, weiß Onkel Karl keinen

Rath? fragte zärtlich Florentine.

Es giebt für mich keinen, als zahlen. Ich

kann Dir nicht Alles erzählen, ohne Andere dabei zu Meine gute Florentine, Verhältniſſe ändern ſich; nennen. Das Unternehmen muß zu

nde geführt

ich geſtehe gern, daß Edmund Roſenhaag ein ſehr werden, dazu gehört ein Enpital von zehntauſend

liebenswürdiger junger Mann iſt, auch wäre er mir,

Thalern. Muß ich mich jetzt aus Mangel an Fond

4 3 3 urückziehen, iſt das verloren, was bereits in dem obgleich er nicht der Erbe der Güter iſt, noch vor zurn 2 3 4. 4. . 2 3 er Unternehmen ſteckt. Geſtern Morgen erhielt ich die einigen Wochen ein willkommener Schwiegerſohn ge⸗ Abſährift vom Seſtament ſe Taute Wandenit S ni weſen, allein ſeitdem hat ſich Vieles geändert, und gehört, es wurde erſt ſecs Monats Tanß hrem Tha ich beginge ein Unrecht gegen Dich und i. 5 Gre Werindung ücheäals gänzlis dendeut. ggeöffnet: ſie hat neun Zehntel ihres großen Vermögens trachten. Ich habe das geſtern an den Vanne Roſen⸗ V dem Urſulinerkloſter und dem Waiſenhauſe vermacht S⸗ 1 3 n und in das übrige Zehntel haben ſich ſechzehn Neffen Hun di de itne 8 den iednnn ind un und Nichten zu theilen, und zum ſo, daß Aeder nur die 1. 7 1 5 67. ſ A 4 Du mir weh, indem Du an mir, Deinem zärtlichen vuſeies taſs ven diertanſend Gulden erhält. Vater, zweifelſt, denn ich werde niemals etwas Anderes en ene Nenh n gute Mama iſ ſeit wollen, als Dein wahres, dauerndes hl. Dleln, die, gu alt 3 Das glaube 17 beſter Water deee, das einiger Zeit leidend, deshalb verſchone ich ſie. Wollte glaube ich, aber was Du mein Glück nennſt betrachte iich nun meine Einwilligung zu Deiner Verbindung ich nicht als ſolches. Ich liebe Edmund von anzem mit Roſenhaag geben, ſo gründete ich durchaus nicht Herzen und bin feſt überzeugt, daß er unich 83 den Euer Glück. Seine Einnahme iſt noch zu unbedeutend, d A*,.. ,71.. 8 92 größten Theil ſeines Lebensglückes betrachtet. Unſere a Buizen me dn. rne ween eiiden Tönni Verbindung iſt auf die innigſte Sympathie gegründet. weilt, und ich kann Dir nicht die kleinſte Ausuattun Reichthum kann mich nicht beglücken, ich habe ihn bent 3 gſrartung niemals für mich gewünſcht Jebem. Halt, meine Tochter! Ich leſe in Deiner Seele, ich weiß es, daß Dir ein beſcheidenes Loos genügt,

(Fortſetzung folgt.)