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Vierte Folge.
liche und göttliche Macht kann es trennen,“— ſie ſank zurück—„dunkel iſt die Straße, welche ich wandle, und hell das Licht der ewigen Verklärung!“
„Ja, ich bin ihr Mörder,“ ſchrie Lorenzo.
„Nein, nein,“ erwiderte Annunziata,„Du und der Meiſter ſeid frei von aller Schuld.“— Dann nahm ſie Lorenzo’s und Angelo's Hände, vereinigte ſie und ſprach:„Du ſei ihm Vater— Du ihm ein Sohn.“
„Ja, ja!“ rief Lorenzo, indem er Angelo um⸗ klammerte,„ich will Dir fortan Alles, Alles ſein!“
„Meine Seele flieht— Gott— in deinem Himmel iſt Vollendung,“ ſtammelte Annunziata und hauchte ihren Geiſt aus.
„Sie iſt dahin gegangen“ murmelte Bartoldo, —„Herr, Herr, fordere dieſe Heilige nicht von mir!“
Angelo ſank auf die Kniee vor der Leiche Annun⸗ ziata's und ſprach feierlich:„Die irdiſche Liebe ſenkte ſich für mich in's Grab— mir iſt Nichts, ach Nichts, als die Kunſt geblieben!“———
Und Angelo ward ein Meiſter in höchſter Bedeutung — ſeine Werke erfüllen noch jetzt die Nachwelt mit Bewunderung.
Er ſtarb als Greis— ſein letztes Wort war: Annunziata.
Die letzte Stunde.*)
In ſeiner Kinder trautem Kreis Sitzt ein verklärter Alter. V Geſchneit hat längſt das Haupt ſchon weiß Ein Winter ihm, ein kalter; Jetzt aber glüht, Jetzt aber bluüht Ein Lenz ihm auf den Wangen, Wie eben aufgegangen.
Er macht das weiße Haupt ſich bloß Und faltet ſeine Hände, Und alle thun's ihm, klein und groß, Nach, daß in Gott das Ende, Und unverrückt Ihr Auge blickt Zum Zeiger, der nicht weilet; Die Zeit, die flücht'ge, eilet.
*) Aus: Gedichte von Karl Graupner. Chemnitz, in Commiſſion b bei Eduard Focke. 1865.
Und immer ſtiller wird's im Haus, Die Augen nur, ſie fragen; Da hebt der Zeitenhammer aus, Die Zwölf der Nacht zu ſchlagen. Und mit dem Greis Wie auf Geheiß Sinkt, was ihm nahe, nieder Und blicket auf ihn wieder.
Er aber hebt voll Andacht an: „Du Vater aller Väter, Du führſt den Zeiger ſeine Bahn, Du treibſt der Zeituhr Räder, Und deine Hand Hält Meer und Land, Hält uns auch, die jetzt treten Vor dich, um anzubeten.
Du ſchenkteſt auch die Spanne Zeit, Die wieder wir durchſchrittew; Du warſt zu helfen ſtets bereit, Daß wir nicht Mangel litten; Du gabſt uns Brod Und was uns noth, Bewahrteſt unſer Leben Und was du ſonſt gegeben.
Und ließeſt du es einmal Nacht In uns und um uns werden, 's ward wieder hell, eh' wir's gedacht, Im Herzen, dem verſtörten; Und kam uns Leid, Und kam uns Streit, Wir wußten's: auch wenn's trübe, Biſt du der Gott der Liebe.“
„Was Gott thut, das iſt wohlgethan, Es bleibt gerecht ſein Wille. Wie er fängt ſeine Sachen an, Will ich ihm halten ſtille. Er iſt mein Gott, Der in der Noth Mich wohl weiß zu erhalten, Drum laß ich ihn nur walten.“
So beten und ſo ſingen ſie In ihrer ſtillen Klauſe, Die Nacht, ſie wird zur Sabbathfrüh, Das Haus zum Gotteshauſe. Ein Engel, licht, Naht ſtill und ſpricht: „Das iſt in weiter Runde Die ſchönſte letzte Stunde.“


