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Altar, auf dem die Flamme der Verehrung glüht—
Dich fern von einem Künſtler, Eure Stellung zog
wird Entſagen Dir doppelt leicht.“
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würde erlöſchen, ehe ſie zur Reife gekommen. Im Gepränge Eures Hauſes— gedeiht kein Künſtler. Die Freiheit iſt des Ruhmſüchtigen Bedürfniß, darum mache Angelo frei und opfere Dich ſelbſt der Kunſt. Sieh, die Menſchen opfern ſich für verſchiedene Zwecke. Einer fällt als Held in der Schlacht, ein anderer ſtirbt für die Wiſſenſchaft, die Tugend, die Ehre. Dank erntet erſt ſeine Aſche, ſein Nachruhm baut ihm den
das Leben reicht ihm oft abgeblühte Kränze— Noth, Elend ſind ſeine Gefährten, darum, Fürſtin, halte
Euch die Grenze.“
„Ich ſoll ihm entſagen? Nimmermehr!“
„Ich führe Dich nur auf den rechten Pfad zurück.“ „Macht ihn das glücklich?“ murmelte Annunziata ließ traurig das Haupt auf die Bruſt ſinken. „Ja, ja,“ rief Bartoldo,„ſein einziges Glück iſt Meiſterkrone!“
„Du täuſchſt Dich und mich!“
„Jede Kunſt belebe ſich durch immer neu erwachende Geiſtesfriſche und Gedankenfülle, aber der Künſtler bleibe frei, frei.— Nie feſſele ihn ein Eheband, nie ein heißgeliebtes Kind! Das einzige Band, das ihn an dieſe Welt kettet, ſei die Natur mit ihrer erhabenen Fülle. Der Künſtler kann nur Meiſterwerke ſchaffen, wenn er außer ſeiner Kunſt nichts mehr liebt.“
„Biſt Du denn überzeugt, daß Angelo ein Meiſter wird?“ fragte Annunziata nachdenkend.
„Wenn Du entſagſt— ja!“
„Das überleb' ich nicht.— Meine Liebe iſt keine Leidenſchaft und gleicht einem Bache, der ſich durch blühende Wieſen und Triften ſchlängelt, aber nicht einem durch Berge rauſchenden Strome, der ſeine Ufer brauſend überfluthet— ſie iſt Erbe unſerer Jugend und kann nimmer, ach nimmer erlöſchen. Denk', Meiſter, denk' alſo, was Du von mir forderſt!“ rief Annun⸗ ziata im Ausdruck fürchterlichen Schmerzes.
„Ich fordere von Dir, was eigne Vernunft Dich lehrt! Du ſtürzeſt mit Deiner unheilvollen Liebe Deinen Vater in's Verderben, nimmſt den Frieden dem Vater⸗ lande, das Glück Tauſenden von Bürgern und entziehſt Angelo ſeiner Kunſt. Wenn Dich die Liebe für ihn begeiſtert— und wahre Liebe kennt keine Opfer,—
und
eine
„Meiſter, Meiſter, Du führſt mich in ein Labyrinth von Gedanken und öffneſt mir zwei Wege. Der eine fährt zur Liebe, der andere zum Tode!—— Welchen ſoll ich wählen?“
„Wähle einen Weg, der Dich für immer vom Knaben trennt, denn in dieſer Welt darf Euer Lebens⸗
Madonna.
pfad ſich nicht einen— auseinander liegt das Ziel
Jolge. 819
Eurer Hoffnungen, Eurer Wünſche. Dein iſt eine Krone— ſein ein Lorbeerkranz! Du wirſt die Fürſtin eines reichen, geſegneten Landes, die Mutter eines freien Volkes, Dein Stamm treibt herrliche Zweige und wächſt zum vollen üppigen Baume empor, der ſeine Schatten über Unterthanenglück breitet. Mein Angelo iſt der Sonne Licht, der Sonne Abglanz, unter ſeiner Hand wächſt das Werk, das die Welt begeiſtern ſoll.— Kreuze nicht ſeine Bahn, kreuze ſie nicht!“
Während dieſer Rede wurde Annunziata furchtbar aufgeregt— ihr Geſicht ſtrahlte in faſt überirdiſcher Schönheit— ihr Auge verklärte ſich wie das einer
„Meiſter, Meiſter,“ rief ſie,„Du haſt Recht, Du haſt Recht; ich will keinen Menſchen in's Elend ſtürzen, keinen. Nimm Deinen Angelo, nimm ihn— er werde ein Heros ſeiner Kunſt. Unſere Geiſter einen ſich dort, dort!“ Sie ſchaute zum Firmament empor und erhob ihre Hand wie eine Seherin:„Ja, ja— ich erſchaue ſein Glück— zum Himmel ſteigt er empor, lorbeer⸗ umkränzt, da begrüßt ihn ſeine Annunziata wieder. Doch gieb mir hier, Angeſichts des Höchſten, Deine Hand, Meiſter, gieb ſie einer geknickten Lilie und ſchwöre, daß Angelo durch mein Entſagen glücklich, daß er groß in ſeiner Kunſt wird.“
„Ich ſchwöre, Annunziata,“ rief Bartoldo,„wenn Gott ihm das Leben läßt.“
„So entſag' ich,“ rief die Jungfrau,„für dieſe Welt, aber nicht für die Ewigkeit!“
Nieder vor Annunziata ſank der greiſe Meiſter,
tief bewegt. Kaum fand er Worte.
„Die Fürſtin warf mich nicht in den Staub, der Menſch kniet vor des Menſchen Größe.— Dein Ent⸗ ſchluß, Weib, iſt Tugend! Könnte mein Angelo Dir angehören, wärſt Du würdig ſeiner irdiſchen Liebe, ſeiner Hand. Dich wird die Weltgeſchichte preiſen
— denn Du, die Fürſtin, giebſt ihn ſeiner Kunſt zurück!“
„Verlaß mich, verlaß mich, Meiſter,“ ſprach Annun⸗ ziata feierlich.
Annunziata war allein— allein mit ihrem Schmerz, ihrem Kummer. Aber ſie lächelte, ſie war ruhig.„Ich habe entſagt, entſagt,“ rief ſie,„und geſtern gelobte ich Treue oder Tod! Kurz iſt dieſes armſelige Leben — jene Welt ewig. Ich füge mich in des Vaters
Willen, der Doge verzeiht ihm, wenn ich ſterbe—
Angelo ſchaffe ich Ruhm und Meiſterſchaft— kaum
iſt's werth, daß ich darum noch eine Thräne weine
— aber Ein Mal, Ein Mal will ich ihn ſehen und — ſterben!“
Als ſie langſam dem Palaſte zuſchritt, kam ihr Lorenzo und Piſano entgegen.
„Hier,“ rief Lorenzo,„frage ſie ſelbſt, Piſano,


