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Vierte
früh begann man im Norden dem Volke ſeine Lieder abzulauſchen. Saxo Grammaticus und Snorre Stur⸗ leſon erblickten in ſolchen Aufzeichnungen Fundgruben für ihre berühmten Geſchichtswerke. Ganze Samm⸗ lungen derartiger Geſänge kannte das Mittelalter nun wohl nicht, allein erwähnt muß hier doch werden, daß bereits vor faſt dreihundert Jahren in Dänemark eine ſolche Sammlung von Volksballaden veranſtaltet ward. Der berühmte Geſchichtsſchreiber und Ueber⸗ ſetzer des Saxo Grammaticus, Anders Söffrinſon Vetel, unterzog ſich auf Andringen der däniſchen Königin Sophie 1591 dieſer Arbeit.
Die Form der isländiſchen Balladen iſt, wie ſich von ſelbſt verſteht, außerordentlich einfach und kunſtlos. Jamben und Trochäen wechſeln mit einander ab. Von der in der nordiſchen Kunſtpoeſie der Skalden ſo häufig vorkommenden eigenthümlichen Alliteration iſt kaum eine Spur vorhanden, der Reim weicht oft der Aſſo⸗ nanz und zuweilen fehlt auch dieſe. Die Strophen ſind oft zweizeilig und treten alsdann in Reimpaaren auf, zuweilen haben ſie vier Zeilen, von welchen dann die zweite und vierte reimen, ſo gut es gehen will.
Was nun die alt⸗isländiſchen Volksballaden ſpeciell betrifft, ſo hat man zunächſt zwei Arten zu unterſcheiden: die original⸗isländiſchen und die aus der Ferne ein⸗ gewanderten. Von den ſkandinaviſchen Volksgeſängen im Allgemeinen läßt ſich nämlich daſſelbe ſagen, was Swoboda ſo ſchön von den ſlaviſchen bemerkt, daß ſie wie freundliche Tauben von einem Stamme zum andern fliegen. Waren's in unſerm Falle denn auch keine freundlichen Tauben, die den Weg über's wilde Nordmeer zum fernen Eislande fanden, ſo mögen es mächtig beſchwingte Schwäne geweſen ſein, die von dem einen Strande zum andern ergreifende Kunde brachten, welche, vom lauſchenden Ohr aufgefangen, im Liede weiter getragen und durch die Jahrhunderte aufbewahrt worden iſt. Solche Schwäne kamen jedoch auch zuweilen aus noch weiterer Ferne, aus der roman⸗ tiſchen Bretagne oder vom herlichen, ſagenumklungenen V Rheinſtrome her, oder wenigſtens von nichtſkandina⸗ viſchen Gebieten, wie von Schottland und England, ſo daß man dieſe Fremdlinge wiederum eintheilen konnte in Balladen ſkandinaviſchen und nichtſkandina⸗ viſchen Urſprungs.
Geſchwätzig freilich tritt dieſe nordiſche Poeſie nie auf; bilder⸗ und blumenreich iſt ſie nicht. Aus ihren Zügen ſpricht der Ernſt des Landes, die Strenge des Klimas, in welchem ſie gedieh, über die aber doch dann und wann, wie ein Sonnenblick aus grauem Gewölk, ein mildes, freundliches Lächeln fliegt, das um ſo bedeutender wirkt, je ſeltener es kommt.
Ich will dieſen Daten und Schilderungen noch
Folge. 811 hinzufügen, daß, ſoweit dies ein der isländiſchen Sprache Unkundiger beurtheilen kann, Willatzen die Originale mit zwangloſer Genauigkeit, Treue und oft ſehr tref⸗ fendem Ausdruck überſetzt zu haben ſcheint. Daſſelbe gilt auch für die alten Heldenlieder der Färinger. Sie gehören zu den isländiſchen Volksliedern, die durch ihre Urſprünglichkeit, Simplicität und ſchmuckloſe, auf ein ſehr hohes Alter hinweiſende Naturkraft tief ergreifen. Die gebildeten Freunde der Poeſie werden es für eine an— genehme Pflicht halten, ſich mit dieſem Schatz näher vertraut zu machen. Vielleicht regt es zu dieſem Ver⸗ gnügen noch mehr an, wenn ich hier eine der ſchönſten isländiſchen Balladen mittheile, die auf den Odins⸗ mythus zurückweiſt. Es iſt das:
Das Hildebrandslied.
Hildebrand hatt' ein Schweſterlein, — In die Lande, die weiten— Ein heidniſcher Graf kam, ſie zu frei'n. — Fort muß der Herr aus D Dänemark reiten.
Und ihren Schatz und ihre Hand
Gewann der Graf aus Heidenland.
Am erſten Tag kam ſie zu Landen,
Am zweiten lag ſie ſchon in Banden. Tjodbjörg weinte bitterlich:
„Weshalb ließeſt Du binden mich?“ „Deshalb ließ ich Dich binden hier,
Weil Du nicht Jungfrau kamſt zu mir.“ „Gott und die heilige Sonne zumal Wiſſen's, jungfräulich trat ich in den Saal. Gott weiß es und ſein heiliger Schrein, Als Jungfrau beſtieg ich das Lager Dein.“ Sie blickte hin und ſie blickte her,
Ob nah ihr denn kein Helfer wär'.
Sie blickte zur Wolke, die droben zog,
Und wo ein mächtiger Rabe flog.
Der ſaß am Fenſter des Kerkers hin,
Ihr Troſt du ſpenden im trüben Sinn. „Ich will Dir geben Kleider ſo roth, Wofern Du linderſt meine Noth.“
„Was ſollen mir Deine Kleider ſo roth? Um die nicht mindr' ich Deine Noth.“ „Ich gebe Dir Kleider grün und braun, Willſt Hildebrand Du mein Leid vertraun.“ „Auch nicht um Kleider, grün und braun, Will ich dem Bruder Dein Leid vertraun; Wohl aber um Leber und Lungen,
Zu wäjefm meine Jungen.“
„Die ſollſt Du haben, hör meinen Schwur, Zu meinem Bruder, o, eile nur!“
Der Rabe flog in die Weiten,
Wohl ſchneller als Schiffe gleiten.
Dann aus den Wolken ſenkt' er ſich tief, An's Fenſter der Burg ſich ſetzend, und rief: „Laß, Hildebrand, nun das Harfen ſein, In Banden ſchmachtet Dein Schweſterlein. Sie wird geſchlagen und blutet ſo ſehr, Als hätte ſie keinen Bruder mehr.“ Hildebrand ſtieß an den Tiſch vor Zorn, Zu Boden ſtrömte des Methes Born;


