Vierte Solge. 809 Ahaltenden Hunges 5
1, und der här laſtiſch über einander gethürmt, bald in teigartigem bedecken, auf dem dann Schafheerden, Pferde und ſel im Jahre 99 Fließen erſtarrt mit runzliger Oberfläche, bald wieder Kühe weiden oder Isländer jeden Alters oder Ge⸗ dottenden Ausb glatt und ſchlüpfrig wie Eis, nicht ſelten auch ſpalten⸗ ſchlechtes mit dem Heumachen eifrig beſchäftigt ſind. d eeich wie ein Gletſcher. Dies Alles iſt eine höchſt Eine einzelne Wieſenlerche oder Rothdroſſel ſingt und * Mute Auguſt de einförmige Mannigfaltigkeit oder vielmehr eine man⸗ Vögel verſchiedener Arten huſchen durch das Zwerg⸗ 1lng. Die 2u nigfaltige Einförmigkeit.“ birkengebüſch. Nur im Norden der Inſel giebt es t durch die aus d Das Abend⸗ und Morgenroth iſt dort eine der Etwas, das einem Walde aͤhnelt. Hier findet man end die Feueiſäuli wunderbarſten Erſcheinungen. Dr. Zirkel giebt eine das eſchätzie Thalgehänge, eines Auſes mit ſchwach— en ſolche algemee lebhafte Schilderung davon. Das ganze Firmament dinnün Wirien bemachien⸗ die elmpae meht als ne Hitze im Berge⸗ wird alsdann mit roſigen und goldenen Tinten über⸗ rnerfü babef⸗ Vor kauſend Jahren, zur Zeit zleſſcher zu wahnn ſtrahlt, nicht nur der Theil des Himmelsgewölbes, der erſten Beſiedelungen, hatte Island eulah an⸗ derſhüedenen An. wo die Sonne auf⸗ und untergeht. Mit ſtaunendem ſehnliche Waldungen, die jedoch dem Einſluſſe des Entzücken betrachtet man dieſe Farbenpracht, dieſe immer rauher werdenden Klima's erlegen ſind. Dieſe ſeltſamen Wolkengebilde. Kaum weniger ſchön iſt Veränderung der Temperatur iſt hauptſächlich dem die Erde alsdann, und nur das Alpenglühen der Umſtande beizumeſſen, daß ſich an der Island zu⸗ Schweiz läßt ſich einigermaßen damit vergleichen, iſt gewendeteu Oſtküſte Grönlands ein meilenbreiter un⸗
jedoch nicht entfernt ſo überwältigend und großartig. durchdringlicher Eisgürtel gebildet hat. Denn in Island beſchränkt ſich das Glühen nicht Aus Allem geht hervor, daß das Leben auf auf die Bergſpitzen wie in der Schweiz, ſondern über Island kein beneidenswerthes Loos iſt. Die Natur die ganze Gegend ſtrömt es ſeinen Purpur aus und iſt hier nur in ihren zerſtörenden Kräften impoſant. bält auch bedeutend länger an. Der höchſte Berg Alle Elemente ſcheinen ſich hier verſchworen zu haben, Weſt⸗Island's, der Snäfellsjokul, ein ſeit Jahrhun— um das Daſein zu drangſalen. Und doch, welch ein derten erloſchener Vulcan, erhebt ſich allerdings kaum Reichthum literariſcher Erzeugniſſe iſt auf dieſem zur halben Höhe des St. Gotthard, allein ſeine ganze armſeligen Boden dem menſchlichen Geiſte entkeimt! uaus dem Meere emportauchende Pyramide iſt mit Dies winzige Völkchen beſitzt aus alter Zeit eine Schnee umkleidet und gewährt beim Sonnenuntergange ein bezauberndes Schauſpiel, wenn die Schneehülle des Mittelalters kühn in die Schranken treten kann. dben köunen. UM fich dann in blendenden Nurrpu ennde Feeen⸗ Man ſehe und ſtaune an dieſe lange Reihe von Sagas 1 Ki di Ff baft ſchön iſt es, zur Zeit des Sommerſolſtitiums und Geſetzſammlungen und Poeſien in einer Künſtlich⸗ us, ſogar de hh gegen Mitternacht auf dem Faxabuſen, an welchem keit und Formvollendung, die oft in fremder Sprache en auf lingn 3 der Hauptort Reykiavik liegt, umherzurudern.„Allen wiederzugeben geradezu unmöglich iſt. Dieſe Dich⸗ n in dem im Höhen drückt die ſcheidende Sonne einen Abſchiedskuß tungen ſtammen aus jenen Jahrhunderten, wo an 25,000 Pfeden nuf die weiße Stirn und verſchwindet hinter dem jedem der unzähligen Königshöfe des Nordens islän⸗ veueten Kaiha Esja, während das ganze Firmament in den ſchönſten diſche Skalden zur Harfe die Großthaten ihrer Be⸗ eſcidern. ,I Farben glüht. Es herrſcht Lrne lautloſe Stille, wie ſchützer und Vorfahren prieſen, ähnlich wie im Süden ſt wüſt und le fie nur im Norden möglich iſt. Nur die Wellen des Europas die Minneſänger und Troubadoure, von den er der Oede. 6 Ruderſchlags plätſchern ſanft an den Kiel des Bootes, Großen geſchätzt und geſchützt, ihrer Laute köſtliche hende Auge de ſnſt unterbricht kein Ton die Ruhe der arktiſchen Töne entlockten. Man kann nicht den Einwand er— n Panderers à Landſchaft. Wir wenden unſern Kahn dem Lande heben, daß, da im ganzen Norden die gegenwärtig if den Boden lne wieder zu, und ſiehe, kaum ſetzen wir den Fuß auf nur noch in Island erhaltene alte Sprache allgemein er ſchwarze, w den ſteinigen Strand und blicken noch einmal nach gebräuchlich war, dieſe Dichter vielleicht andern Na— dten, im gunägin der zauberiſch erleuchteten Gegend: alles Alpenglühen tionen angehört haben könnten, denn es wird bei jeder z wie ein 1e. iſt verſchwunden, die farbigen Wolken haben ſich von Gelegenheit ausdrücklich von„isländiſchen Skalden“ vofen dulugt udn Weſten nach Oſten gewandt und aus ihrer Mitte geſprochen. Da aber von der Kunſt der alten Dichter I uaften Lada 1 ſteigt Helios empor⸗ Es iſt Morgen. An der weſt⸗ hier die Rede iſt, darf auch nicht vergeſſen werden, 7and die Gun lichen Seite des Esja war die Sonne untergegangen, daß Island ebenfalls ſeine Geſchichtsſchreiber hat. r beun den an der öſtlichen ging ſie nach einer kaum zweiſtündigen Der Name Snorre Sturleſon muß hier erwähnt d 2d wdu taghellen Nacht wieder auf.“ werden; er iſt der berühmteſte Mann, den das ferne 2s tings vget An den Flüſſen, die nicht ſelten einen bedeuten⸗ Thule hervorgebracht hat. Snorre ward dort 1178 t tkrntann, den Fiſchreichthum. namentlich an herrlichem Lachs, zu Hvam geboren. Urſprünglich unbegütert, erwarb nr hHaben, giebt es hie und da ſchöne Wieſen, die im er ſich durch Heirathen und kluges Wirthſchaften ein kurzen Sommer ſich mit einem freundlichen Teppich ſo großes Vermögen, einen ſo bedeutenden Einfluß,
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