Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
807
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auen ſ 4.. 4 ſie biih Fiorenza, indem ſie die Blumen, die ſie benannte, brach

und ſinnig zu einem Kranze ordnete.Hör nur, die hier blühende rothe Roſe ſpricht: Jüngling, Deine nufglühenden Wangen verkünden die Liebe Deines Herzens; erſcheine, ſagt die Schlüſſelblume, heut Abend, wenn der leuchtende Mond am Himmel prangt, die Laube von Jasmin nimmt uns dann auf. Ich winde Dir die Myrthe ins Haar und gebe Dir dieſen Goldlack, das iſt: mein ganzes Herz für Zeit und Ewigkeit. Die weiße Roſe bedeutet ein Un⸗ ſchuldsbild und ſpricht: Schlag' nicht das Auge nieder; die Kaiſerkrone bringt Dir Frieden, der mit der Liebe Dir entfloh. Mit dieſem Bandgras feſtigt ſich das Band, das unſere Herzen auf ewig gekettet, und hier die Cyane, der Schneeball deutet: Frieden, bis uns die Cypreſſen umweh'n. Fiorenza ſchloß den Kranz und ſagte:Nimm ihn hin er iſt fertig. Winde ihn Dir in Deine dunklen Locken.

Indem die Mädchen ſo plauderten, erſchien Lorenzo Medici in einem der Laubengänge und rief ſeine Tochter nu ſich.

Fiorenza verließ den Garten.

(Schluß folgt.)

Weihnachtsbünme.

Von Karl Stelter.

Ging ein Vater in den Wald, Mit ihm ſeine Kinder,

Und die Kleinen waren bald Tauſend Freuden Finder.

Blumen, Gräſer, Halm und Blatt, Und des Waldbachs Rauſchen Ach, ſie konnten ſich nicht ſatt Hören, ſeh'n und lauſchen.

Aus dem Dickicht, tief verſteckt, Klangen helle Weiſen,

Die der holde Lenz geweckt, Seinen Herrn zu preiſen.

Eichen, Buchen, Birken traut Flüſterten zuſammen,

Wollten mit der Freude Laut Jedes Herz entflammen.

Und dazwiſchen welch ein Glüh'n! Sonnenſtrahlgefunkel

Plötzlich weicht das friſche Grün

Einem tiefen Dunkel.

Folge. 807 Und die Kinder ſchmiegen ſich

Schweigſam, wie beklommen,

An den Vater feierlich

Iſt ſie's überkommen.

Mitten drinn im Tannenwald, Wie in Tempelhallen,

Wo der Orgel Ton verhallt, Meinen ſie zu wallen.

Und der Vater leiſe ſpricht

Zu den lieben Kleinen:

Aus dem Dunkel wird das Licht Aller Welt erſcheinen.

Einſt in der geweihten Nacht, Als der Herr gekommen, Iſt der Sterne goldne Pracht Im Gebüſch erglommen.

Auf den dunklen Tannen all' Strahlten ſie als Kerzen, Zu der Freude Jubelſchall In der Menſchen Herzen.

Seit der Stunde gleichen ſie Ernſten Glaubenswächtern, Und das Heil verkünden ſie Kommenden Geſchlechtern.

Doch wenn rings die Bäume kahl, Wenn die Flocken fallen,

Wenn im Stübchen wie im Saal Jubelhymnen ſchallen,

Wandern ſie vom Berg zu Thal In geſchmückte Räume,

Tragen Lichter ſonder Zahl, Und ſind Weihnachtsbäume.

Weihnachtsbäume! jauchzen auf Die begluckten Kleinen

O, bald werden oben drauf

Neu die Lichter ſcheinen!

Literariſche Briefe von Otto Banck. Altisländiſche Volksballaden und Hel⸗ denlieder der Färinger. Zum erſten Male über⸗ ſetzt von P. J. Willatzen. Bremen, bei Geißler. 1865. Als Freund der Volkslyrik werden Sie gern einem Werke näher treten, das uns wie wenige der neueren Zeit einen friſchen Trunk aus dem Urquell alter Nationalpoeſien darbietet.