Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
805
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So, ſo! An welchem Tage?

Hab's nicht verſtanden!

Ha Annunziata war der Abgott meines Herzens vor mir ſehe ich einen Abgrund, der mich nieder⸗ zieht in den ſchwarzen Schlund die Ehre meines Hauſes wankt doch büßen ſoll es der Bube büßen!

Recht ſo, recht ſo, lege ihn in Ketten!

Hinaus in die Verbannung will ich ihn ſtoßen, hinaus!

Tödte ihn lieber!

Lorenzo fixirte Zecco und rief:Verlaſſe mich!

Gern, gern, rief dieſer, indem er ſich tief ver⸗ neigte,aber, großer Herzog, die Nachricht, die ich Dir gebracht, iſt ihres Lohnes werth ich bin Dir mit dankerfüllter Seele ergeben, doch wagte ich viel, als ich ihm nachſchlich hätte mich umbringen können er iſt heftig, heftig Feuer und Feuer.

Ich verſtehe Dich, rief Lorenzo,da nimm er überreichte ihm eine Börſe mit Goldſtücken aber verlaſſe mich.

Zecco ergriff gierig das Geld, ſeine Augen blinzelten vor Freude.Aber nun, Herzog, rief er,will ich ihn Tag und Nacht umſchleichen nächſtens erhältſt Du neue Kunde.

Zecco verließ ſchnell das Zimmer.

Lorenzo ſank auf einen Stuhl der Ausdruck ſeines Geſichtes verrieth tiefen, bittern Schmerz mit beiden Händen griff er ſich an die Stirne.Ha, dieſe Schmach, dieſe unauslöſchliche Schande, rief er laut.Die eigne Tochter raubt meines Hauſes Ehre. Darum zog ich ihn ans der Dunkelheit empor, darum, damit ich meines Hauſes Glanz vernichte. Alles, Alles iſt mir klar ſie ſchlägt den Dogen aus, weil ſie Angelo, dieſen Raſenden, dieſen Ver⸗ wegenen liebt. Die Sterne meines Glückes dürfen nicht untergehen, dazwiſchen trete ich, eine rächende Nemeſis, denn jeder Menſch hält ſein eignes Geſchick in Händen..

Jetzt öffnete ſich die Thür, Piſano trat unan⸗ gemeldet ins Zimmer. Lorenzo erhob ſich ſein Muth, ſeine Würde war zurückgekehrt.

Entſchuldigt, begann Piſano, indem er ſich tief verneigte,daß ich ſtöre, daß ich unangemeldet eintrat ich fand keinen Pagen im Vorzimmer aber mich drängt die Eile ein wichtiger Auftrag führt mich zu Euch!

Hat der Doge geſchrieben?

Ja!

Faſt ahnte ich es!

Erſchreckt nicht, Magnifico, erſchreckt nicht ein ernſtes Wort muß fallen. A

Holge. 80⁵

Sprich!

Nicht länger iſt mein Herr gewillt, auf Eure Entſcheidung zu warten und, Lorenzo, der geſtrige Auftritt zeigte, daß Ihr andere Pläne mit der Hand Eurer Tochter hegt, daß ſich für ſie andere Ausſichten darbieten!

Lorenzo bebte.

Sprecht es offen aus, Herr, offen und frei die Tochter liebt den Bildner Angelo.

Hört, es ſpricht der Mann von Ehre zum Mann von Ehre. Ich mache keinen Vorbehalt ich ſage Alles offenkundig faſt fürchte ich es.

Das iſt Eure Antwort?

Nein, nein!

So drückt Euch deutlicher aus, deutlicher, Lorenzo.

Eh noch heute die Sonne niedergeht, Piſano, ſollt Ihr Antwort erhalten, ich werde ſelbſt mit meiner Tochter ſprechen.

Mich däucht, in ſolchen Fällen hätte der Vater einzig und allein zu entſcheiden. Ein ernſtes Wort führt die Verirrte zu ihrer Pflicht zurück.

Lorenzo's Lippen biſſen krampfhaft auf einander, aber er faßte ſich und fuhr in weniger gereiztem Tone fort:Was ſich geziemt, Piſano, weiß ich ſelber überlaſſet Alles mir Alles.

Dies iſt Euer letztes Wort?

Mein letztes. Sie muß zu Deines Herrn Gunſten ſich entſcheiden, und will ſie es nicht, ſo geht ſie ins Kloſter Angelo kann nie ihr Gatte werden!

Nun gut heut Abend, ſehen wir uns wieder.

Piſano verneigte ſich und verließ das Zimmer.

Lorenzo war ſehr aufgeregt, denn noch immer maß er mit langen, ſtolzen Schritten das Zimmer. Sie muß rief er,ſie muß ſich meinem Willen fügen! Sie muß? Handle ich nicht unrecht gegen ſie? Kann menſchliche Liebe ſo ſchnell erlöſchen, eine Liebe, die ſich feſt im Herzen eingebürgert? O, warum erhob das Geſchick die Mediceer zur Fürſten⸗ höhe? Warum ſank ich nicht unter Salviati's Morderdolch? Ha, fluchwürdige Zeit, fluchwürdige Zeit aber kann der Fürſt dem Weltvorurtheil ent⸗ gegentreten, trotzen? Kann er, darf er es? Und verbinde ich mich nicht mit Venedig, falle ich in mein Nichts zurück, in mein altes Nichts! Wie fange ich es an, wie Herr im Himmel? Bartoldo, der Meiſter, muß Rath ſchaffen; er muß er muß ich eile zu ihm. Lorenzo ergriff ſein Barrett und wollte hinaus. Bartoldo trat ihm ent gegen.

Meiſter, Ihr kommt wie gerufen,

ehe die Sonne ſinkt,

ſprach er.