Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
803
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Vierte Folge.

Gewölk, ſo war's, als ziehe ein langer Schatten über den Garten, als ſuche ein rieſiges Geſpenſt unter den geſchorenen Hecken ein Aſyl.

Inmitten einer dunklen Baumeinfaſſung plätſcherte ein Springbrunnen, deſſen Waſſerſtrahlen im Regen⸗ bogenglanz flimmerten. Ueber den dazu gehörigen Teich zog der Mondſtrahl einen flimmernden, ſich ſtets verſchiebenden Strich, der wie der Schweif eines langen rieſigen Kometen erglänzte.

Ein ſich über eine ſanfte Anhöhe ſchlängelnder Weg führte in eine dunkle Laubenniſche, welche un mittelbar am ſchilfbegrünten Teiche ſich befand.

Dort, flüſterte Fiorenza,dort ſie deutete auf die Laubefindet Ihr die Königin Eures Herzens.

Tauſend Dank, Jungfrau, rief Angelo und eilte auf die Laube zu.

Eine helle leichte Geſtalt wurde ſichtbar.

Biſt Du's, Angelo? fragte ſie.

Ich bin's, Annunziata, lautete die Antwort. Geliebte meiner Seele, rief der Jüngling,finde ich Dich wieder?.

Du haſt mich nie, nie verloren, ich war immer, immer Dein!

Nun folgte eine lange, innige Umarmung.

Wer beſchreibt das Glück des Wiederſehens; die lang erſehnte Stunde iſt erſchienen, nach der ich Jahre lang vergebens geſtrebt Dein auf ewig, rief Angelo,Dein auf ewig!

Dein auf ewig! flüſterte ſie.

Was fehlt mir noch kaum faſſe ich mein Glück mein iſt der Lorbeerkranz und Deine Liebe. Du bliebſt mir treu?

Ich war es immer!

Doch Angelo trat einige Schritte zurück Du biſt nicht Annunziata von Agatha, ſondern die Tochter eines mächtigen Fürſten, und ich ach, ich ein armer Bildner! Stoß mich zurück ich vergaß mich. Deines Vaters Vorwurf muß mich treffen.

Angelo, mein Angelo, Du verkennſt mich. Vor Dir ſteht Annunziata von Agatha, ſie wirft die Fürſtenkrone, die ihr Venetien bietet, in den Staub vor ſich nieder ſie iſt frei ihre Hand, ihr Herz gehört Dir.

So ſagt Annunziata von Agatha, was ſagt dazu Lorenzo, der Fürſt von Florenz? Nimmer vermählt er ſein Kind mit dem Bettler, er verbannt ihn aus ſeiner Nähe.

Die Fürſtentochter nicht, ſie würde liebend an die Bruſt ihm ſinken und ſagen: Verſtoß mich nicht, ich will Dein Weib ſein, Deine Armuth theilen, denn reich und glücklich macht mich Deine Liebe!*

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Angelo ſtürzte vor Annunziata nieder und küßte den Saum ihres Kleides.Vergieb, vergieb, Annun⸗ ziata, denn nun fühle ich, Du biſt mein, mein! Hier hört der Himmel meine Schwüre und Gottes Auge ſchaut auf uns Beide hernieder: entreißt die Welt Dich mir, ſollſt Du als Ideal dem Bildner ange⸗ hören denn kein anderes Weib iſt meiner Liebe werth.

Annunziata neigte ſich übec Angelo und ſprach: Das Band iſt hier auf's Neue geſchloſſen es iſt unauflöslich aber komm, Geliebter, hier könnte uns Einer der Dienerſchaft überraſchen; komm in die Laube, deren Zweige die Arme nach uns ausbreiten. Auch beginnt ſchon der Mond zu erbleichen, das kündet uns des Frühſtrahls roſige Gluth; es weicht bald das nächtliche Dunkel, der junge Tah ruft bald den Menſch zu ſeinem Tagewerke.

Sie gingen in die Laube und nahmen Platz neben einander er ſchlang ſeinen Arm um ſie, ſie lehnte das Haupt an ſeine Bruſt.

Laß uns die Zukunftspläne beſprechen, begann Angelo.

Nein, nein, Angelo, rief ſie erregt,die Vergangenheit wand uns ihre Kränze kehre zu ihr zurück, nur zu ihr.

So führ' ich Dir die Jugendbilder zurück. Wie heute ſtand des Mondes volle Scheibe am Himmels⸗ dom, als wir uns trennten, ein leiſe fächelnder Wind⸗ hauch bebte durch den Wald und aus eines Baumes grünen Zweigen tönte des Abendſängers Klage. Wir ſaßen wie heute ich ſchlang weinen Arm um Dich, Geliebte, Du ſchauteſt mir ins Auge, ich ſank Dir an die Bruſt und damals ſchon fühlte ich, daß ich Dich liebe, Dich anbete. Beim Scheiden reichte ich Dir eine Blume!

Hier iſt ſie, Angelo. Annunziata öffnete ein Medaillon und gab ſie ihm.Ich bewahrte ſie treu, und wenn ich ſie beſchaute, habe ich liebend Deiner gedacht.

Ich eilte nach Capreſe in der Mutter Arme bald ſtand ich an ihrer Gruft ſie ging heim in Frieden.

Armer Angelo!

Ja, Annunziata, ich war arm, ſehr arm, denn ich ſchnitzte zu meines Lebens Unterhalt Madonnen⸗ bilder, die immer Deine Züge trugen, aus Holz und Stein. So kam ich nach Florenz der Zufall führte mich auf Rialto Trinita mit Deinem Vater zuſammen das Uebrige kennſt Du!

Wie freute er ſich, als er Dich gefunden, aber auch ich wachte über Dein Geſchick, auch ich.

Ja Dir, theure Annunziata, verdank ich Alles,