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794 Novellen⸗ZJeitung.
größtem Maßſtabe zu vertreiben wiſſen, ſondern auch zu der Ueberzeugung gelangt ſind, daß ſich nur etwas Tüchtiges leiſten und mit freudiger Spannkraft fort⸗ führen läßt, wenn weder an den Schriftſtellern, noch an den bildenden Künſtlern Honorarerſparniſſe ange⸗ ſtrebt werden.
Wer ſich mit dem Brehm'ſchen Thierleben der Vögel näher vertraut macht und dabei die außer⸗ ordentlich natürlichen, ja fein beſeelten Abbildungen unſerer einheimiſchen Exemplare, ſowie die Schilde⸗
rung ihres Charakters und ihrer Lebensweiſe in's Auge faßt, dem muß ſich die naheliegende Schluß⸗ folgerung aufdrängen, daß auch die ausländiſchen Vögel, die merkwürdigen exotiſchen Bewohner der Wäl⸗ der ebenſo gewiſſenhaft dargeſtellt ſind. Dem Kenner iſt dies vollkommen erſchloſſen und die lehrreichen Erzählungen Brehm's bewähren es auf jeder Seite.
Es verdient dieſes Werk, auf velches wir zurückkommen, den größten Leſerkreiſen empfohlen zu werden. 1
Jeui Der wahrſcheinliche Verfaſſer des Nibelungenlieds.
Die Beantwortung der Frage nach Herkunft und Ent⸗ ſtehung des Nibelungenliedes iſt während der letzten Jahre in ein neues Stadium getreten. Nachdem Holtzmann durch ſeine„Unterſuchungen über das Nibelungenlied“ die bekannte Theorie Lachmann's, nach welcher das mächtige Gedicht nicht das Werk eines einzelnen ſchöpferiſchen Dichtergenius, ſondern das Ergebniß einer bloßen Ueberarbeitung einzelner älterer Lieder(deren Lachmann 20 unterſchied) ſein ſollte, in ihrer Grundlage angegriffen hatte, wurden die entgegenſtehenden Anſichten durch eine Reihe von Schriften bekämpft und ver⸗ theidigt, ohne daß ein entſcheidender Sieg gewonnen wäre, und es konnte ſcheinen, als ſei die Nibelungenfrage einer endlichen Löſung ferner als jemals ſeit ihrer erſten Erörte⸗ rung. Da trat 1862 Franz Pfeiffer in Wien mit einer ſcharfſinnig begründeten Behauptung auf, welche die Holtz⸗ mann'ſche Meinung von der einheitlichen Schöpfung des Gedichts beſtätigte, die Vermuthung Holtzmann's in Betreff der Perſönlichkeit des Dichters ſelbſt aber verwarf und dafür eine neue, ungemein einleuchtende aufſtellte. Durch Pfeiffer's Abhandlung„Der Dichter des Nibelungenliedes“ angeregt, hat dann Karl Bartſch das Problem einer weiteren tiefgehen⸗ den Prüfung unterzogen und ſeine Reſultate vor Kurzem unter dem Titel„Unterſuchungen über das Nibelungenlied“ veröffentlicht.
Den Ausgangs⸗, Mittel⸗ und Angelpunkt der Pfeiffer'⸗ ſchen Unterſuchung bildet die metriſche Form, die im Nibe⸗ lungenlied waltet. Die wichtige Rolle, welche dieſe in lite⸗ rarhiſtoriſchen Fragen ſpielt, iſt jetzt allgemein anerkannt. Auf Grund metriſcher Thatſachen läßt ſich nach Pfeiffer's Annahme mit Beſtimmtheit darthun, daß das Nibelungenlied Schöpfung eines einzelnen Dichters iſt und wen wir als ſeinen Verfaſſer zu betrachten haben.
Die älteſte deutſche Poeſie kennt einen Strophenbau ſo wenig als die früheſte Dichtung des Alterthums. Wie bei den Griechen und Römern der Hexameter, ſo bildet bei den germaniſchen Volksſtämmen die Langzeile den epiſchen Vers. Erſt im Beginn des 12. Jahrhunderts, und zwar in Beglei⸗ tung der Lyrik, ſehen wir die ſtrophiſche Form in deutſcher Dichtung auftauchen. Die Lyrik entwickelt ſich erſt als Gat⸗ tung, wenn aus dem Gemeinſamen das Einzelne ſich losringt und die Perſon, das Subject zur Geltung kommt. Dies geſchah in Deutſchland nach dem Beginn, zum Theil als Folge der Kreuzzüge. Lyrik und Strophe aber ſtehen im
lleton.
innigſten Zuſammenhang, das Eine bedingt das Andere. Daher trat mit jener ſofort neben den alten, bisher allein gültigen epiſchen Vers die Strophe, die ebenſo den Stempel der Individualität an ſich trägt, wie jener den der alten Volksgemeinſamkeit. Gleichem Entwickelungsgange der metriſchen Formen begegnen wir in der griechiſchen Poeſie, Während aber dort die Strophenform, gleichviel ob mit dem Namen ihres Erfinders verſehen oder nicht, Gemeingut des Volkes wurde, das Jeder ſich aneignen durfte, ja für gewiſſe Gattungen der lyriſchen Poeſie aneignen mußte, herrſchte in Deutſchland ein ganz anderes, geradezu umgekehrtes Geſetz⸗ Hier war der Erfinder zugleich auch der Eigenthümer. Wer immer einen neuen„Ton“, eine neue Weiſe erfand, blieb in ausſchließlichem, unantaſtbarem Beſitz dieſer ſeiner Erfindung, die von Andern zwar nachgeahmt, d. h. umgeſtaltet oder erwei⸗ tert, nicht aber unverändert zu eigenen Dichtuugen verwendet werden durfte. Eine Uebertretung dieſes Gebotes der Sitte und des Herkommens wäre wie ein Diebſtahl betrachtet wor⸗
den(das Mittelalter hatte dafür den Ausdruck Tönedieh), 1
und ſo ſtreng und unverbrüchlich wurde dies Gebot beobachtet, daß unter der ungeheuren Maſſe lyriſcher Gedichte vom 12. bis gegen das Ende des 13. Jahrhunderts die widerrechtliche Aneignung eines fremden, nicht ſelbſterfundenen Tones ohne Beiſpiel iſt.
Die kunſtreiche ſtrophiſche Versgliederung blieb jedoch keineswegs auf die Liederdichtung beſchränkt, ſondern drang alsbald auch in die Epik ein, vorzugsweiſe in Gedichten, deren Stoffe der deutſchen Heldenſage angehören. Unter allen Strophenformen der Heldendichtung die älteſte iſt aber unſtreitig die Nibelungenſtrophe. Sie zeichnet ſich nicht nur vor anderen durch Einfachheit und wirkungsvolle Kraft aus, ſie klingt auch durch alle übrigen epiſchen Strophenbildungen vernehmlich durch(liegt ihnen alſo gewiſſermaßen zu Grunde). Mit der alten epiſchen Langzeile hat ſie ſo gut wie nichts ge⸗ mein, nur die letzte ihrer vier Zeilen entſpricht dem Maße jener. Die Nibelungenſtrophe iſt eine völlig neue metriſche Form. Wäre ſie nun unmittelbar aus dem Volke hervorge⸗ gangen, in der Weiſe wie die epiſche Langzeile, ſo würde ſie ſofort als Gemeingut betrachtet und als ſolches bei Bearbei⸗ tung einheimiſcher Sagenſtoffe allgemein gebraucht worden ſein. Dies iſt durchaus nicht der Fall. Bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts iſt außer dem Nibelungenlied kein zweites Gedicht in der nach ihm benannten Strophe gedichtet, und alle übrigen in dieſe Zeit fallenden Dichtungen, mögen ſie
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