lnet don Cuh, verachte ich den amer, was Du zu entſcheiden,
— verſtand ich
elte Angelo.
nden ſein Werk pt an die Sif⸗ Saale ward's
d— er ſtutzte „Täuſcht in Wahn meine de Weib? Wer Wer gab dem
Empfindung? Schwung Nr⸗ ung ſchuf?“ Er —er ſaßte ſeine e, Verzeihung!“ und küßte ihn. e Bruſt. Komm
Herzen brechen— alle— auch meines.“
Vierte Folge.
er,„ſonnenklar— meine Ahnung betrog mich nicht — aber ſei's— ſei's. Der Fürſt gab ſein Wort— jeder Fürſt von Ehre iſt gezwungen, es zu halten. So bring' ich meine Sache zu Ende und mögen alle Dann trat er vor und rief mit lauter Stimme:„Angelo erhielt den erſten Preis— der Lorbeerkranz wartet ſeiner!“—
Die Thüre, wodurch er ſelbſt getreten, öffnete ſich— Annunziata erſchien, weiß gekleidet— ihr folgten zwei Pagen— in der Hand hielt ſie einen Lorbeerkranz. 4
„Komm, Annunziata,“ rief Lorenzo,„bekränze dem Sieger das Haupt.“
Annunziata trat langſam vor— ſie ſtand zwiſchen
Angelo und ihrem Bilde.
„Das iſt Deine Tochter, Lorenzo?“ rief Angelo.
„Kennſt Du ſie nicht?“ erwiderte dieſer finſter, „ihr Bild haſt Du ſo meiſterhaft gemalt.“
Bartoldo erbleichte:„Himmel,“ murmelte er, „armer Angelo, Du biſt verloren!“
„Biſt Du Annunziata von Agatha?“ rief Angelo aufs Neue, indem er vor ihr niederſank.
Die Jungfrau lächelte und ſprach leiſe:„Ich
nir— luß uns bin’s, Michael, ich bin's!“
ſchaffen. Dott baut uns den „uns das Band „das hier ge⸗ t. Dir gebühl
er eine Stille
Angelo ſchaan AWd= ligſes be
ein hei
8
Himmel, es d 1'
„Biſt Du der Engel in der Strahlenkrone? Biſt
Du aus Luft, aus Erdenſtaub gewoben?— Du lehrteſt mich empfinden, lehr' mich begreifen, erkennen! Nenne mir das Wort, das mich entzückt— nenne es mir!“
Angelo ergriff Annunziata's Hand, ſie drückte
ihm den Lorbeerkranz aufs Haupt und ſprach feierlich:
„Ich habe Dich nie vergeſſen!“
„Aus iſt der Kampf,“ ſchrie Angelo,„aus iſt der Kampf— mein iſt der Sieg— ich habe mit Dir den höchſten Preis errungen, den höchſten, heiligſten Preis!“
Um einen Einblick in die Zeitverhältniſſe zu ge⸗ winnen, iſt es nöthig, die florentiniſche Geſchichte zu citiren. Der Leſer verzeihe es uns alſo, wenn wir
den Faden unſerer Erzählung fallen laſſen und uns
uͤber die damalige Lage von Florenz belehren. Florenz war nach langen Kämpfen der Guelfen und Ghibellinen faſt erſchöpft und gerieth unter die Autorität einer einzigen reichen Kaufmannsfamilie. Der Urgroßvater Lorenzo’s, Coſimo, herrſchte noch ohne Titel durch ſeinen Reichthum und ſeine repu⸗ blikaniſche Weisheit und wußte ſich die Liebe und Verehrung ſeiner Mitbürger zu erwerben und zu erhalten.— Ihm folgte Pietro di Medieci, der ſeiner
Kränklichkeit halber ſich kaum eignete, der florenti⸗ — eiſchen Republik vorzuſtehen. Auf den unlautern
789
Rath der Signoria hörend, kündigte er den Bürgern die Summen, welche ſein Vater ihnen geliehen hatte, und zog ſie, wo ſie nicht gleich gezahlt werden konnten, mit Gewalt ein. Dieſes gab ihm Feindſchaft, bittere Feindſchaft und eine Schaar von Gegnern, welche ſich gegen ihn verbanden. Seine Söhne Giuliano und Lorenzo mußten nach Anſicht dieſer Feinde unſchädlich gemacht, d. h. getödtet werden, damit der Stamm der gehaßten Mediceer erlöſche. Im Einverſtändniß mit Papſt Sixtus IV. und dem Erzbiſchof von Piſa, Francesco Salviati, machten die Pazzis, das erſte Geſchlecht nach den Mediceern, einen Anſchlag auf beider Leben.
In der Kirche St. Reparata feierte die katho⸗ liſche Kleriſei am 2. Mai 1478 ein großes Feſt und wußten die Verſchworenen, daß Lorenzo und Ginliano die Andacht beſuchen würden. Die Brüder knieten bereits am Hochaltare, als die Dolche der Mörder über ſie zuckten. Am Kreuz des Erlöſers hauchte Giulianv(Julian) die Seele aus, ſein Blut beſpritzte die geweihten Kerzen, des Prieſters Cherſel und das Altarblatt, denn den Verſchworenen, an deren Spitze ſelbſt ein Prieſter, der Biſchof Salviati, ſtand, war der Altar nicht heilig. Lorenzo rettete ſich, das Volk nahm ihn in ſeinen Schutz, ſtürmte die Paläſte Sal⸗ viati's und der Verſchworenen und rief ihn zu ſeinem Herzog aus.
Papſt Sixtus grollte von Stunde ab den Mediceern und drohte mit Bann und Interdict, nachdem Lorenzo ſeine Feinde vertrieben hatte. Dieſer kehrte ſich nicht daran, ſondern regierte Florenz mit Humanität und Weisheit, das ſicherſte Mittel, des Papſtes Feindſchaft zu Schanden zu machen.——
Die Sonne ſank in den Abend und umfluthete den Himmel mit ihrem Feuer.— Die fernen Apen⸗ ninen, in Dampf und Nebel verſchwimmend, um⸗ grenzten den fernen Horizont. Die dunklen Schatten der Nacht zogen über den Arnoſtrom, der nach der Stadt Florenz hin ſich wie ein Silberband ſchlängelte und hier inmitten der Häuſer verſchwand, um unter⸗ halb wieder vorzukommen und dem Meere zuzufließen.
An einem ſanft anſchwellenden Hügel, unmittelbar am Arnoſtrome, ſtand ein in dichtem Buſchwerk ver⸗ ſtecktes Haus, deſſen rother Giebel die Baumkronen ein wenig überragte.
Zog der Wanderer an dieſem Hauſe vorüber, ſo hörte er einen fröhlichen, weithin ſchallenden Männer⸗ geſang, deſſen klangvolle Accorde auf eine Feſtfeierlich⸗ keit deuteten.
Er lautete:
Solo: Wo der Traube Blut in der Sonne glüht, Wo der Arno rauſchend vorüberzieht,
4


