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dem er ſeinen Schläger von ſich ſchleuderte und die Arme kreuzte;„ſtoßt zu— was wir wollten, war die Größe und die Einheit Deutſchlands, und für das Vaterland zu ſterben iſt ein ſüßer Tod!“
„Vorläufig wollen wir Sie nur in ſicheren Ge⸗ wahrſam nehmen,“ ſagte ein Officier vortretend, „was weiter mit Ihnen geſchieht, iſt nicht unſere Sache, jedenfalls werden Sie aber Zeit haben, über Ihre Tollheiten nachzudenken.“
Eine halbe Stunde darauf befand ſich unſer Be⸗ kannter als Gefangener wohlverwahrt hinter dicken Eiſenſtäben, mit der Ausſicht, einer Unterſuchung entgegenzugehen, deren Beendigung, wie dies leider bei ſo vielen dieſer Unglücklichen der Fall war, viel⸗ leicht erſt nach Jahren und unter Leiden der bitterſten Art zu erwarten ſtand.——
Petermann ging verzweiflungsvoll vor dem Ge⸗ fängniß ſeines Freundes auf und ab. Er hatte den Studenten lieb gewonnen und jetzt ſchnitt es ihm wie ein Dolch durchs Herz, wenn er an das Schickſal dachte, welches demſelben bevorſtand. Wie gerne hätte er ihn mit eigener Aufopferung gerettet, aber wie ſollte er es anfangen?
Es war Nacht, in der großen Stadt war er völlig fremd, es ſtand ihm auch nicht das geringſte Mittel zu Gebote, ſich mit dem Gefangenen in Verbindung zu ſetzen. Dennoch gab er ſeinen einſamen Spaziergang nicht auf, weil er noch immer hoffte, daß ihm doch noch ein günſtiger Zufall zu Hülfe kommen könnte. Nach und nach wurden die Straßen leer, endlich war es ganz ſtill. Er zog ſeine Uhr heraus und ſah, daß bereits Mitternacht vorüber war.
Schon wollte er ſich, von der Erfolgloſigkeit ſeiner Bemühungen für heute überzeugt, entfernen, als er im leiſen Geſpräch zwei Männer auf ſich zukommen ſah. So viel wußte unſer Künſtler, daß es nicht rath⸗ ſam ſchien, ſich in einem Augenblick, wo die Behörden gewiß die größte Wachſamkeit entfalteten, in noch ſo ſpäter Stunde den Blicken von Perſonen auszuſetzen, die ja Beamte der Sicherheitspolizei ſein konnten, und eine Verhaftung hätte ihn vollends der Mittel beraubt, im Intereſſe ſeines Freundes wirken zu können. Er trat daher hinter einen ſtarken Pfeiler und wollte dort warten, bis die beiden nächtlichen Wanderer an ihm vorüber ſein würden.
Dieſe blieben aber dicht vor ſeinem Verſteck ſtehen und ſchienen ebenfalls ihre Gründe zu haben, ſich bei
ihrem Geſpräch neugierigen oder ſpaͤhenden Blicken zu entziehen.
„Wir müſſen thun, was wir können, um ſie zu retten,“ begann der Eine.
Folge. 739
„Ja,“ ſagte der Andere,„und ich denke, es wird auch glücken, die Feilen ſind ihnen bereits zugeſteckt.“
„Dank der Verbindung, welche wir im Gefäng— niß haben,“ fuhr der Erſte fort.„Der Thurm iſt etwa zwanzig Fuß hoch.“
„Das iſt eine Kleinigkeit,“ fiel der Zweite ein; „das Seil iſt ſtark und feſt; daß es zur rechten Zeit in ihre Hände geräth, dafür iſt geſorgt.“
„Und der Wagen?“
„Wird Punkt Drei auf dem Roßmarkt halten.“
Petermann glaubte eine Stimme aus dem Him⸗ mel zu hören, als er dieſe Worte vernahm. Es waren Freunde der Gefangenen, ſo viel wurde ihm in dieſem Augenblick klar, alles Uebrige vergaß er. Er wollte helfen, er wollte ſeinen Beiſtand anbieten, dies war der einzige Gedanke, das alleinige Gefühl, welches ihn beſeelte. Er ſtürzte daher aus ſeinem Verſteck hervor und rief in der Glückſeligkeit ſeines Herzens:
„Meine Herren, ich habe Alles gehört, ein glück⸗ licher Zufall ließ mich Zeuge Ihrer Unterredung ſein!
Die beiden Unbekannten prallten einen Schritt zurück, im nächſten Augenblick aber hatte Einer der⸗ ſelben unſeren Künſtler beim Kragen gefaßt und, indem er raſch unter ſeinem Oberrock einen Dolch hervorzog, ſagte er mit leiſer, aber feſter Stimme:
„Sie ſind ein Verräther und wenn Sie nicht das Gegentheil beweiſen können, ſo ſtoße ich Ihnen ohne Mitleid dieſe Waffe in die Bruſt.“
„Ich bin ein Verräther?“ antwortete unſer Be⸗ kannter beſtürzt,„mein Gott, ich bin ja Petermann, der Maler, der Freund des sdicken Fritz⸗.“
„Des Studenten aus Jena?“
„Ei freilich. Und ſchon ſeit einer Stunde ſinne ich darüber nach, wie er zu retten iſt.“
Jetzt beugte ſich auch der Zweite über unſeren Künſtler und betrachtete ihn mit prüfenden Blicken.
„Ja,“ ſagte er,„es iſt wahr, ich erkenne den Herrn jetzt wieder, ich ſah ihn geſtern mit dem armen Fritz in der Roſe⸗.“
„Nun, Sie trauen mir alſo?“
„Jetzt, da Ihre Perſon legitimirt iſt, la.“
„Brauchen Sie Geld?“
„Damit ſind wir verſehen.“
„Sagen Sie mir nur, was ich zur Rettung meines armen Freundes beitragen kann.“
„Für jetzt läßt ſich darüber Nichts beſtimmen, doch können Sie ſich überzeugt halten, daß Alles gethan werden wird, um dieſes Ziel zu erreichen. Finden Sie ſich morgen Mittag Punkt zwölf Uhr


