Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
727
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weiß in welcher Weiſe ich Ihnen nützlich ſein kann! Es iſt alſo abgemacht, wir bleiben Schickſalsbrüder, und nun kein Wort mehr, wenn Sie mich nicht böſe machen wollen!

Gut, ſagte der Ldicke Fritzs, dem Künſtler herzlich die Hand ſchüttelnd;ſo bleiben wir alſo Gefährten. Und wenn ich nicht irre, ſo iſt eben der Wagen vorgefahren. Auf Wiederſehen alſo und hof⸗ fentlich nicht in zu langer Zeit, wenn das ſchwarz⸗ roth⸗goldene Banner wieder in der alten Kaiſerſtadt flattert.

Hoffen wir es, entgegnete Sander;aber ich fürchte, das Unternehmen iſt ein übereiltes und wird der Sache, welcher wir uns geweiht haben, mehr ſchaden als nützen.

Dieſe Worte ſprach er, während der Wagen vor⸗ fuhr. Der Student und der Künſtler ſtiegen raſch ein und in wenigen Minuten darauf pollte derſelbe vom Hofe. Der Doctor aber blieb einige Augenblicke ſinnend ſtehen und blickte mit umwölkter Stirn dem Fuhrwerke nach.

Es iſt ein verfehltes Unternehmen, murmelte er;das Volk iſt zu einer Erhebung noch nicht reif. Aber die Jugend, die Jugend ſie begehrt auf den Flügeln des Sturmwindes das zu erreichen, was eruſte Männer erſt nach Jahren zu erreichen hoffen.

Er ſchwieg und kehrte jetzt langſam in ſein Ar⸗ beitszimmer zurück, verſchloß dasſelbe vorſichtig und hegann unter ſeiner geheimen Correſpondenz eine An⸗ zahl Briefe vorſichtig abzuſondern und auf einen Haufen bei Seite zu legen. Als er damit fertig war, gab er ſie im Kamin den Flammen preis.

So, ſagte er;jetzt mögen ſie kommen, ſie werden nur einen Aſchenhaufen finden und auch den wird der Wind bald verweht haben. Was ſonſt die Zukunft bringen wird, muß ich abwarten.

Unter dieſen Betrachtungen begab ſich Sander u Bett. Als er am nächſten Morgen mit ſeiner Schweſter zuſammentraf, überraſchte ihn dieſe mit der Rachricht, daß der Referendar nach der Reſidenz zu⸗ tückgekehrt ſei, Hedwig aber ſich zu einem längeren Beſuch zu ihrer Tante begeben habe. Auch der Ge⸗ hrimerath hatte mit Conſtantia das Gut verlaſſen; man ſprach lebhaft davon, daß zwiſchen dieſer und dem Kammerjunker vorher Erklärungen ſtattgefunden hütten, aus denen auf eine baldige Verlobung Beider zu ſchließen ſei.

(Fortſetzung folgt.)

Herbſttäne. Von Marg. Pilgram-Diehl.

Entblättert.

Entblättert ſtehen nun die Wälder,

Und über öd' geword'ne Felder,

Da weht die Luft ſo ſchaurig kühl;

Die armen, müden, dürren Blätter,

Die faßt der Sturm, ein rauhes Wetter, Und treibt damit ſein wildes Spiel.

Erblichen nun die Roſen trauern, Denn nächtlich unter kalten Schauern Ein Reif auf ſie hernieder fiel. Ich ſah ſie knoſpen, blühen, ſterben, Entgegenduften dem Verderben,

O, welch' ein wechſelvolles Spiel!

Lenze und Sommer ſind verronnen Des Lebens Winter hat begonnen,

Du gabſt mir Schmerz der Freuden viel. Wo iſt ein Herz, das nicht geſtritten, Das nicht genoſſen und gelitten?

O Menſchengeiſt wo iſt Dein Ziel?!

Welke Kränze.

Schon ſind ſie welk, die holden Blumenkränze, Verflogen ſchon ihr ſanfter Veilchenduft;

So folgt der Sturm dem allzufrühen Lenze

Die zarte Roſe ſtirbt in rauher Luft.

Die ſuß'ſte Luſt, der höchſte Wonneſchauer,

In dem einſt ſchlug dein ſehnſuchtsvolles Herz, Sind doppelt ſchön, weil nur von kurzer Dauer; So hängt an unſ're Freuden ſich der Schmerz.

Du weinſt, o Menſch, weil welken deine Kränze, Und deine Blüthen bricht ein rauher Wind? Verlange keine ew'gen Erdenlenze,

Kein dauernd Glück du ſterblich Menſchenkind! Genieß' die kurze Luſt, und laß die Klage,

Und naht der Schmerz, ſo lerne ſtärker ſein; Geflügelt Glück du ſchönſte Märchenſage Du kannſt auf Erden nur ein Flüchtling ſein!

Literariſche Briefe van Otto Banck.

Vor fünfzig Jahren. Briefe von Guſtav Klemm. zerbart'ſcher Verlag. 1865.

Als ein vorwiegend unterhaltendes Werk werden

Culturgeſchichtliche Stuttgart, Schwei⸗