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Vierte
Landes- und Lebensbilder aus Ungarn.
Es giebt nur wenig gutgeſchriebene und unparteiiſche Bücher über die intereſſante Natur des ungariſchen Landes und Lebens. Unter dieſen wenigen zeichnet ſich neuerdings ein Werk von Dr. Erasmus Schwab aus. Es verdient den gebildeten Leſern empfohlen zu werden und wir glauben es am Nachdrücklichſten zu thun, wenn wir vorläufig eine Skizze über die Ufer der Theiß und über die ungariſche Pußta ent⸗ nehmen.
Die Theiß bildet einen der merkwürdigſten Züge in der Phyſiognomie Ungarns, immer wird ſie der Sitz des urſprüng⸗ lichen Magyarenthums bleiben; denn nur an dem Oberlauf wohnen Nichtmagyaren, Ruthenen und Rumänen, am Unter⸗ lauf leben die Serben nur in Gruppen, der lange Mittellauf gehört ausſchließlich den Magyaren an. Die Theiß iſt mit der Phantaſie des echten Magyaren unzertrennlich verwach⸗ ſen, er liebt ſie mit Schwärmerei, er beſingt ſie in Volkslie⸗ dern voll ergreifender Naturlaute, und ſein genialſter Dich⸗ ter Petöfi verherrlicht ſie in einer ſeiner ſchönſten Schöpfun⸗ gen: A Tisza.
Die flachen Sumpflandſchaften am Ufer dieſes Karpa⸗ thenſtromes ſind für Ungarn ſo charakteriſtiſch, wie die Puß⸗ ten oder die Berglandſchaften der Tatra. Freilich hat die Regulirung der Theiß, die im letzten Jahrzehnt mit vielen Koſten theilweiſe durchgeführt wurde, manches Urſprüngliche und Eigenthümliche verwiſcht; aber eine Fahrt von Tokay am oberen Laufe mit dem Dampfer bis Slankamen, wo ihre Fluthen mit deneu der Donau ſich vermiſchen, bietet noch viel des Intereſſanten.
In dem deutſch⸗magyariſchen Tokay, bei dem man ſonſt
unwillkürlich an den König der Weine denkt, liegt der Dam⸗ pfer bereit und faſt wie Rauchwolken ziehen in fabelhaften Schwärmen peinigende Gelſen(Stechmücken) über ihn hin. Sobald das Schiff Tokay im Rücken hat, entfaltet ſich die eigentliche Scenerie. Bald rechts, bald links, bald auf beiden Ufern dehnen ſich Sumpfwieſen und Sümpfe über Hunderte und Tauſende von Aeckern aus. Selten wird ein einzelnes Haus ſichtbar, ebenſo ſelten ein Szäläs(Complex von Wirth⸗ ſchaftsgebäuden); nicht zu oft taucht der bekannte langarmige Ziehbrunnen auf, der ſo weſentlich zur Phyſiognomie Ungarns gehört. Fläche und immer wieder nur Fläche, Waſſer und Sumpfland bilden die einförmige Staffage einer Theißland⸗ ſchaft. Der offene Waſſerſpiegel des Hauptſtromes ſelbſt bietet wenig Beachtenswerthes. Möven aller Art, keck und zudring⸗ lich, tummeln ſich mit widerlichem heiſerm Geſchrei, ewig lär⸗ mend, um den Dampfer. Am Uferrande bemerkt man ein⸗ zelne ſtelzbeinige Störche, die Steinbildern gleich, das eine Bein hoch aufgezogen, auf ein vorwitziges Fiſchlein oder einen Froſch warten. Hin und wieder erſcheint der Reiher, tiefer unten der Ibis und Pelikan.
Viel mannigfaltiger und großartiger iſt das Thierleben auf den Sümpfen, und das Auge wird lange nicht müde, die Millionen von Enten und Rohrhühnern in ihrem völlig un⸗ geſtörten Treiben zu beobachten. Schilf, Kalmus und aller⸗ lei Sumpfpflanzen bedecken die Ränder der Teiche und Sümpfe, die mit der Theiß in Verbindung ſtehen. Die Rohrhühner kommen in ſo ungeheurer Menge vor, daß ganze Strecken Waſſer oder Land, die mit ihnen bedeckt ſind, ſchwarz ausſe⸗ hen. Am meiſten Unterhaltung gewähren die Enten, die in allen erdenklichen Gattungen geſellig und in Maſſen auftre⸗ ten. Die ſtarke und anſehnliche Stock⸗, die zierliche Krick⸗
ente; die ſchöne, im Schwimmen überaus behende Tafel⸗, die
Folge. 717 feinſtimmige Pfeifente kommen am häufigſten vor. Im Röh⸗ richt ſind Reiher, Rohrdommeln und Kraniche verborgen. Ne⸗ ben den Sümpfen auf den naſſen Wieſen treiben ſich Schne⸗ pfen in bedeutender Anzahl umher, Kibitze und Pfeifer erſchei⸗ nen in Schwärmen.
In den Schilfdickichten hauſen die kleinen, aber für die Schafheerden ſo gefährlichen Rohrwölfe und viele Füchſe, welche hier die leckerſten Biſſen finden. Hat man im Herbſte das für den Hausbedarf nöthige Schilf eingeſammelt, dann wird das Rohr angezündet; nun gilt es Reineke's und Iſe⸗ grimm's Balg.
Von einigen Theißbewohnern hört man in der Ferne ſehr viel reden, ohne daß man in der Nähe viele Vertreter derſelben zu Geſicht bekommt. Ein magyariſches Sprüch⸗ wort ſagt:„Die Theiß hat ſoviel Fiſche als Waſſer.“ Aber ihre Zahl nimmt zuſehends ab; eine Schonung der Fiſche giebt es nicht und namentlich richten die zahlreichen Fiſchot⸗ tern, denen man gar nicht nachſtellt, große Verheerungen an. Von Jahr zu Jahr werden die Fiſche theurer, während man ſie vor zehn Jahren faſt geſchenkt bekam und die Dienſtleute ehedem mit ihrer Herrſchaft ausmachten, daß ihnen wöchent⸗ lich nur zweimal Fiſch vorgeſetzt werden dürfe. So wenig induſtriös iſt man in Ungarn, daß z. B. die Stadt Kaſchan, nur zehn Stunden von der Theiß entfernt, wochenlang ohne Fiſche bleibt, wenn die„Fiſchjuden“ gerade Feiertage haben. Die Sümpfe, welche mit der Theiß zuſammenhängen, wer⸗ den, ſobald das Waſſer nach den Ueberſchwemmungen abzu⸗ laufen beginnt, abgeſperrt und ausgefiſcht. Zu dieſer Zeit ſind die Fiſche ſpottwohlfeil, denn die Theißfluthen haben in alle Niederungen ſo viele Fiſche getragen, daß dieſe auf dem austrocknenden Boden abſterben und durch ihre Fäulniß manchmal die Umgebung verpeſten. Dann treiben die Leute zu den Pfützen ihre Schweine, welche durch die reichliche Atzung eine Zeit lang einen ganz unerträglichen Thrange⸗ ſchmack annehmen.
Noch einmal, in der warmen Jahreszeit, iſt die Beute des Fiſchers ſehr ergiebig, wenn nämlich Anfang oder Mitte Juni die merkwürdige„Theißblüthe“(Tiszavirägzäsa) ein⸗ tritt. Ein nahezu mikroſkopiſch kleines Thierchen, die Ein⸗ tagsfliege(Libellula ephemera), erſcheint ungefähr neun Tage lang plötzlich in ſo großer Maſſe über und auf dem Waſſer, daß, wie man erzählt, manchmal ein Kahn in ſeinen Bewegungen gehemmt wird. Die Fiſche ſind dann vor Gier nach dieſer Nahrung wie blind; aber auch Fröſche, Vö⸗ gel und Schweine holen ſich ihren ergiebigen Antheil, ja ſo⸗ gar Hunde und Katzen halten erkleckliche Mahlzeiten an die⸗ ſem ſeltſamen Leckerbiſſen.
Die Scenerie an und auf der Theiß wird durch Ein⸗ förmigkeit leicht ermüdend, und langſam zieht der Abend und die Nacht heran. Gewöhnlich verläßt bei Szolnok, wo Ei⸗ ſenbahnverbindung eintritt, der Reiſende den fieberſchwange⸗ ren Strom, um weiter in die öde Ebene vorzudringen.
Noch liegen tiefe Stille und nächtliches Dunkel auf der Pußta, meilenweit ſchmettert kein muthiger Hahnenruf in die immer kühler werdende Luft, graue Dünſte ſchweben leicht⸗ hin über den Boden; da dämmert leiſe am öſtlichen Himmel der Tag herauf, jubelnd ſteigt die Haidelerche empor und be⸗ grüßt die Morgenröthe, welche immer raſcher, immer feuri- ger den Horizont umſäumt. Die Sonne iſt in gluthrother Pracht aufgegangen und ſtrahlt ein Meer von Licht und Wärme auf die baumloſe, nahezu wagerechte Ebene herab. Weder Ortſchaften noch Meiereien, weder Waldungen noch
Gebüſche, weder Berge noch Bodenanſchwellungen beſchrän⸗


