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704 pflegen, als den Verlegern.
wobei wir uns entſinnen, ſchon anderswo eine Eintheilung in Sträuße und Blumenbeete gefunden zu haben. einer ſolchen Einrichtung kann es nicht fehlen, daß um ſo mehr ein ewiger Frühling herrſcht. O. B.
Genelli's Dante⸗Compoſitionen in neuer Ausgabe. Als Genelli noch einſam und faſt unbekannt in München lebte, ſchuf er während der Jahre 1840— 46 einen Cyclus von ſechsunddreißig Umriß-Zeichnungen zu Dante's göttlicher Komödie. Unter der unmittelbaren Auf⸗
ſicht des Künſtlers und theilweiſe unter ſeiner eigenen Mit⸗ wirkung vortrefflich in Kupfer geſtochen, blieben die in Com⸗ miſſion der literariſch⸗artiſtiſchen Anſtalt zu München erſchie⸗
nenen Blätter auf einen kleinen Kreis, beſchränkt, und es iſt ein glücklicher Gedanke des Verlegers Alphons Dürr in Leip⸗ zig, eine neue Ausgabe des vorzüglichen Werkes in dieſem Augenblicke zu veranſtalten, da eine lebendige Theilnahme an der jüngſt begangenen Säcularfeier des großen Dichters in weiteren Kreiſen die Augen auf die Werke bildender Kunſt lenkt, welche der Darſtellung der wunderbaren Dichtung ge⸗ widmet ſind. Es gewährt ein hohes Intereſſe, neben den effectvollen Holzſchnitten, in denen der neueſte franzöſiſche Schilderer von Dante's Hölle, Guſtav Doré, ſeiner Phan⸗ taſie freien Lauf gelaſſen, die unendlich einfachen Umriſſe des
Die Lieder ſind in Inhaltsver⸗ zeichniſſen nach Kränzen gruppirt, erſter Kranz, zweiter Kranz;
Bei
Novellen⸗ZJeitung.
deutſchen Künſtlers zu betrachten;— eine Welt voll Schön⸗ heit in reinen, kaum mit einer Andeutung von Schatten ver⸗ V ſehenen und doch in der eigenthümlichen Kunſtweiſe Genelli's die Plaſtik der Formen modellirenden Linien; mit wenig
Eine überaus werthvolle, ja nothwendige Beigabe der neuen Ausgabe bildet der von Dr. Max Jordan geſchriebene Text, welcher, nächſt einer biographiſchen Einleitung über den Künſt⸗
ler und einer hiſtoriſchen Schilderung vom Entſtehen der
göttlichen Komödie, jede einzelne Compoſition mit einer das Weſentliche in knapper und ſchönheitsvoller Form ausſpre⸗ chenden Beſchreibung begleitet. Die entſprechenden Stellen des Gedichtes ſind im Urtexte nach C. Witte's Ausgabe bei⸗ gefügt und eine franzöſiſche Ueberſetzung des deutſchen Textes macht das Werk auch den außerdeutſchen Verehrern des Dich⸗ ters zugänglich. Schön ausgeſtattet und durch äußerſt mäßi⸗ gen Preis geeignet, in weiteren Kreiſen populär zu werden, ſei das Werk hiermit auf das Angelegentlichſte empfohlen. Europa.
Politiſche Gegenſätze. Ein Zeitbild deutſcher Zuſtünde vor dreißig Jahren von Carl v. Keſſel.— Gedichte von
Alfred Formey. Zum Geburtstage der Geliebten. Ein Albumblatt.
Abendläuten. Volkslied.— Literariſche Briefe von Otto Bank. Feuilleton. Die Giſte in unſern täglichen Nahrungsmitteln.— General Lamoricière.— Miscellen.— Vom deutſchen Büchermarkt.
T
Im Verlage von Hermann Coſtenoble in Jena und Leipzig erſchien und iſt in allen Buchhandlungen und Leihbiblio⸗
theken zu haben:
Weimariſche
Theaterbilder
aus Goethe's Zeit.
Selbſterlebtes und Ueberliefertes
von
V. G. Gotthardi.
2 Bände. 8.
Die verſchiedenen Theaterbilder, die der Verfaſſer in obigem Buche, das zum größten Theil Selbſterlebtes und Geſchau⸗
broſch. 24 Thlr. 4
tes enthält, an einander gereihet hat, feſſeln um ſo mehr, als in ihnen die Geſtalt Goethe's, als einſtigen Lenkers des Weima⸗
riſchen Theaters, in den Vordergrund geſtellt wird. mer an der Leitung der berühmten Kunſt⸗Anſtalt.
Daneben erſcheint Schiller, als ſein ebenbürtiger Gefährte und Theilneh⸗
Graf Benjowsky. Hiſtoriſcher Roman
von
Louiſe Mühlbach.
4 ſtarke Bände.
Producten ihrer Feder.
8. broſch. 5. Thlr.
Dieſer Roman der bekannten und beliebten Verfaſſerin L. Mühlbach gehört vielleicht zu den ſpannendſten und pikanteſten Wir ſehen Benjowsky zu Anfang durch den Fluch ſeines Vaters ausgetrieben aus dem Vaterhauſe. Dann
Geſtalten ohne alle Betonung des Landſchaftlichen das Unge⸗
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e der dichteriſchen Viſionen ergreifend geſchildert!⸗—
in der denkwürdigen Schlacht bei Leuthen, wo Friedrich der Große mit ſeinen Generälen in lebensvoller Schilderung vor uns erſcheint. Dann finden wir Benjowsky wieder am Hofe Maria Thereſia's, welche die Verfaſſerin in außerordentlich ſpannenden Scenen an uns vorüberführt. Von dort folgen wir Benjowsky nach Polen, wo er Theil nimmt an den Freiheitskäm⸗ pfen der Polen, von den Ruſſen gefangen, durch qualvolle Gefangenſchaft nach Kamtſchatka geführt wird. 4 tſchatka bildet einen Glanzpunkt des Buches, das indeſſen auch weiterhin noch reich iſt an den intereſſanteſten Scenen in Frank⸗ reich, Ungarn und zuletzt auf Madagaskar, wo Benjowsky im Kampfe mit den Franzoſen ſeinen Tod findet.
Redigirt unter Verantwortlichkeit von Gito Sriedrich Dürr in Leipzig.— Verlag der Dürr'ſchen Buchhandlung in Leipzig.— Druck von A. Edelmann in Leipzig.
Das Leben auf Kam⸗
Viers


