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halten hatte, gab er ſich mit unermüdlichem Fleiß ſeinen Studien hin, und war er in ſeinen erſten Studienjahren ein Verſchwender geweſen, ſo verfiel er jetzt faſt in das entgegengeſetzte Extrem, er be⸗ gnügte ſich mit dem Nothwendigſten und benutzte ſeine Erſparniſſe, um ſeine Schulden in Heidelberg zu tilgen. Aber ſeine Gläubiger ganz zu befriedigen, weigerte er ſich entſchieden; er verwies ſie auf Die⸗ jenigen, welche damals mit ihm gezecht und ihn gleichzeitig unter der Maske der Freundſchaft um ſein Glück betrogen hatten, und als dieſe ſich weigerten, ihren Antheil zu zahlen, drohte er ihnen, ſich von ſeinen Gläubigern für den Reſt ihrer Forderungen einklagen zu laſſen, alsdann aber vor den Schranken des Gerichts die niederträchtige Schändlichkeit ſeiner damaligen Commilitonen aufzudecken.
Dieſe Drohung fruchtete, denn die Gläubiger wurden mit wenigen Ausnahmen bis zum vollen Be⸗ trag ihrer Forderung befriedigt.
Unter dieſen Umſtänden konnte die Hochzeitsfeier nur eine heitere und ungetrübte ſein. Ernſt über⸗ ſchritt au dieſem Tage zum erſten Male ſeit ſeiner Verirrung wieder die väterliche Schwelle, und die Aufnahme, die er in ſeiner Familie fand, übertraf ſeine kühnſten Erwartungen.
„Ich habe Euch großen Kummer bereitet,“ ſagte er, als die Mutter ihn an ihr Herz drückte,„aber—“
„Laſſen wir die Vergangenheit ruhen,“ fiel der Vater ihm mild in’s Wort;„Deine Reue hat die Erinnerung an ſie ausgelöſcht.“
„Und daß ich zur Erkenntniß kam, das danken wir nächſt Gott meinem edlen, lieben Schwager,“ fuhr Ernſt fort, während er dem Maler die Hand bot.
„Ah, laßt mich aus dem Spiele!“ erwiderte Hartwig.„Wenn Du glaubſt, Jemandem Dank ſchul⸗ den zu müſſen, ſo danke Deiner Schweſter, meinem herzigen Röschen. Ich gab Dich ſchon verloren, aber ſie trieb mich zum Kampfe an, zu dem Kampfe, der uns Allen den Frieden brachte.“
Die Heimkehr.*)
Pſalm 126.
Haſt die Heimath du verloren, Reiner Seelen reines Glück: Dennoch bleibſt du Gott erkoren, Liebend führt er dich zurück.
*) Aus:„Blüthen der Dichtung.“ Von Reinhard Härlin, Diaconus. Kirchheim u. Teck. Verlag der C. Riethmüller'⸗ ſchen Buchhandlung. 1865.
Folge.
Biſt in Trauer du geſeſſen, In der Reue bitt'rem Schmerz: Er hat doch dich nie vergeſſen, Führt dich wieder heimathwärts.
Deine Leiden wird er wenden, Deinen Kummer, deinen Schmerz,
Ruh' und Frieden wird er ſpenden, Balſam für das wunde Herz.
Nach der Knechtſchaft bangen Jahren Hat der Herr ſich aufgemacht,
Hat geſtürzt der Feinde Schaaren, Hat ſein Volk zurückgebracht.
Frohe Schaaren ſah man wallen, Freudeſtrahlend heimwärts zieh'n, Hörte Freudenlied erſchallen In des Morgenrothes Glüh'n.—
Stimme ein in ihre Lieder, Schließ dem Freudenzug dich an,
Gehe zu der Heimath wieder, Offen iſt Dir ſtets die Bahn!
Sieh! er ſelbſt kommt dir entgegen, Der dein treuer Vater iſt,
Wenn du von den tiren Wegen Zu ihm umgekehret biſt.
Thue weg die fremden Götter, Denen du gedienet haſt;
So erſcheint er dir als Retter, Nimmt von dir der Ketten Laſt.
Freiheit bringt er dir von oben, Wo dein wahres Vaterland; Neue Treue zu geloben Biet' ihm freudig deine Hand!
Dort iſt's, wo Dein Heiland wohnet, Schaue niemals mehr zurück!
Wo dein großer König thronet, Dorthin richte deinen Blick!
Weg von Babels Weltgetümmel, Hin zur obern Zionsſtadt,
Freudengarben bringt im Himmel, Wer im Schmerz geſäet hat!
Da iſt Freiheit, da iſt Wonne, Da des Tempels Pracht bereit;
Dort im Glanz der ew'gen Sonne Strahlt des Volkes Herrlichkeit.
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