r Süande, vlt ſo bitte ich 8i
5 13 1
dor der Student vich
Hölle ein Bünd⸗ Ageſttaft mir das
eig nit gemeſener wittheilen werde, en Kücklichen Zu⸗ die Richtigeit die⸗ ort verpfänden zu
Jericht des Poli⸗ deidelberg an; daß kte er unverwandi
blitzte die dunkle
auf
ſagte er düſter, al amals gewußt,— eſindel aufgeräunt
ie wieder auf den⸗ damals ſtanden, „Damals Geßet ht die Kraft hat ämpfen; heute—
sit ein gewaltigen
nicht. Blicken Si d fragen Sie ſih Eltem vud d Id ttäͤgt. Trotz,
ine anderen get dem Sie ſich
5— Oie
der neben
lles dotßtri s einmal ben. Damalt— achen.
G== —— ——
—
legen wird. Dort finden Sie Anna wieder, und Ihre Eltern werden Ihnen mit Freuden verzeihen! Sollten Sie es in Breslau nicht ſo finden, wie ich
Vierte Solge.
675
Univerſität Ihrer Immatriculation nichts in den Weg ſchneidende Ton, in welchem er dieſe Frage ſtellte,
bewies, daß das Mißtrauen in ſeiner Seele erwacht war. Hartwig hatte ſeine Faſſung raſch wiedergefun⸗
es Ihnen verſprochen habe, ſo bleibt Ihnen ja noch den; er fühlte, daß er eine kalte Gleichgültigkeit
immer der Weg offen, den zu verlaſſen Sie ſich ſo ſchwer entſchließen können!“
Der Student hatte anfangs in düſtrem Sinnen vor ſich hingeblickt und darauf ſich ſchroff erhoben. „O mein Gott, iſt es denn möglich, daß ich nach dieſer Vergangenheit noch einmal glücklich werden könnte?!“ vief er in fieberhafter Aufregung.
„Es iſt möglich!“ drängte Hartwig;„eilen Sie fort, ehe man uns überraſcht. Der Inhalt dieſer Brieftaſche wird zur Reiſe hinreichen, mein Rock Sie vor jedem Verdacht ſchützen, im Falle die Polizei Ihnen begegnet.“
Ernſt hatte die Hände Hartwig's ergriffen.„Wenn ich Ihnen das je vergeſſe, will ich ein Schuft ſein,“ ſagte er, und der Maler las in dem Blick des jun⸗ gen Mannes, daß er es ernſt und treu meinte;„von Breslau aus werden Sie Weiteres hören.“
„Und was ſoll ich Ihren Eltern ſagen?“ fragte Hartwig zutraulich.„Darf ich Sie grüßen von Ihnen—“
„Ja, ja!“ fuhr der Student haſtig fort;„ſagen Sie ihnen, daß ich ihnen meine Reue beweiſen würde; grüßen Sie auch Röschen, die an Ihrer Seite gewiß ſehr, ſehr glücklich wird. Adieu!“
Im nächſten Augenblick war Ernſt im Gebüſche verſchwunden. Hartwig blickte ihm lange nach. Das füße, beſeligende Gefühl, welches jede gute That be⸗ lohnt, ließ ihn vergeſſen, daß der Polizei⸗Inſpector in jedem Augenblick eintreffen und ihn hier überra⸗ ſchen konnte. Endlich raffte er ſich aus ſeinem Sin⸗ nen und Träumen auf, er erinnerte ſich, daß Röschen ihn in fieberhafter Ungeduld erwartete. Ohne Zögern verließ er jetzt die Ruine, und während er mit ra⸗ ſchen Schritten in's Thal hinuntereilte, malte er ſich im Geiſte das Entzücken aus, mit welchem Röschen ſeine Nachrichten aufnehmen würde.
Da donnerte ihm plötzlich ein rauhes„Halt, Werda?“ entgegen.
Erſchreckt blieb Hartwig ſtehen; er ſah ſich dem Polizei⸗Inſpector gegenüber, der an der Spitze von ſechs mit Büchſen, Brecheiſen und Heugabeln bewaff⸗ neten Bauern vor ihm ſtand. An dieſe Begegnung hatte er nicht mehr gedacht, um ſo größer war ſeine Beſtürzung; dem ſcharfen Auge des Inſpectors aber entging dieſe Veränderung nicht.
„Was hatten Sie noch in ſo ſpäter Stunde da oben zu thun?“ fragte der Beamte, und der kalte,
+
heucheln mußte, wenn er dieſem Manne imponiren wollte.„Was ich da oben zu thun hatte, kümmert Niemand!“ erwiderte er gelaſſen.„Wenn es mir ge⸗ fällt, von der Ruine aus die Landſchaft im Mond⸗ ſcheine zu betrachten, ſo habe ich darüber wohl Nie⸗ mandem Rechenſchaft abzulegen!“
„Gewiß nicht,“ ſagte der Beamte, über deſſen Lippen ein Lächeln beißender Ironie glitt;„Niemand iſt dazu berechtigt, ſelbſt dann nicht, wenn dieſe Be⸗ trachtung, wie dies heute der Fall iſt, bei Neumond. ſtattfindet. So ſehr ich auch bedaure, Ihnen deu mühſamen Spaziergang nicht erſparen zu können, muß ich Sie doch erſuchen, mir zu folgen. Vielleicht ſcheint dort oben der Mond und dann wären Sie hinläng⸗ lich entſchuldigt!“
Der Maler biß ſich auf die Lippe, daß ſie blu⸗ tete. Gern hätte er dem Beamten den höhnenden Spott zurückgegeben, aber er durfte es unter den obwaltenden Umſtänden nicht wagen.
„Dieſes Studium der Mondlandſchaft hat Ihr Intereſſe wohl in ſehr hohem Grade gefeſſelt?“ fuhr der Inſpector nach einer kurzen Pauſe fort.
„Wie ſo?“ fragte Hartwig kurz angebunden.
„Je nun, weil Sie darüber vergeſſen haben, Ihren Hut wieder aufzuſetzen. Es iſt in der That ſehr, ſehr warm hier oben auf der Höhe!“
„Ich weiß nicht, was Sie von mir wollen,“ entgegnete der Maler verwirrt;„wenn ein Windſtoß meinen Hut davonführt, kann man darin etwas ſo ſehr Verfängliches finden?“
„Nicht im Entfernteſten,“ ſagte der Beamte, und wieder klang jener ſcharfe, ſchneidende Ton durch; „es iſt ja möglich, daß unten im Thal völlige Wind⸗ ſtille herrſcht, während oben auf der Höhe der Orkan Bäume entwurzelt. O, es iſt Alles, Alles möglich, ſogar, daß man Maler, Graveur und Gießer in einer Perſon iſt.“
„Herr Inſpector!“ fuhr Hartwig entrüſtet auf.
„Hier ſind wir an Ort und Stelle,“ fuhr der Inſpector fort, ohne dieſen Proteſt zu beachten;„wir werden bald wiſſen, wo der Haſe im Pfeffer liegt.“ Nach dieſen Worten traf der Beamte ſeine Anord⸗ nungen. Er ſtellte zwei Bauern an den Ausgang der Ruine mit dem Befehl, Jeden, der hinaus wollte, feſtzuhalten und nöthigenfalls niederzuſchlagen, dann führte er ſeine übrigen Begleiter an die Fallthüre. Die Brecheiſen öffneten dieſelbe bald; der Inſpeetor


