Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
663
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Vierte Folge.

hätte Schneider den vermeintlichen Nebenbuhler auf der Stelle erwürgt, wenn nicht ſeine Commilitonen, auf den Ausbruch ſeines Jähzorns vorbereitet, mit werachtender Geringſchätzung über die Untreue des Schenkmädchens hinweggegangen wären. Ich geſtehe Ihnen, als die jungen Herren mir dies erzählten, fühlte ich große Luſt, ihnen durch einige deutſche Ohrfeigen meine Anſicht über dieſen elenden Streich klar zu machen, aber meine Miſſion gebot mir, das ſtrengſte Incognito zu bewahren. Später traf ich zu⸗ fällig die ſchöne Anna in Breslau; ſie hatte mir in Heidelberg manches Glas credenzt und erkannte mich ſofort wieder. Ich nahm keinen Anſtand, auf jenen Vorfall zurückzukommen und ihr das ſaubere Gewebe ihrer Feinde zu enthüllen, aber ich würde es nicht gethan haben, wenn ich gewußt hätte, daß ſie noch immer ſo ſehr an ihrem Geliebten hing.

Wann war das? fragte Hartwig raſch.

Vor drei Monaten. Aber ich begreife in der That nicht, daß Sie ein ſo großes Intereſſe an die⸗ ſer Geſchichte nehmen, da ja doch der Studioſus, wie man ſagt, ausgewandert iſt!

Hier ſind wir am Hauſe des Bürgermeiſters, fiel Hartwig dem Inſpector, deſſen Blick er lauernd auf ſich gerichtet ſah, in's Wort.Wünſchen Sie, daß ich Sie begleite, oder ſoll ich hier auf Ihre Rück⸗ kehr warten?

Nein! ſagte der Beamte ſcharf, und die ge⸗ meſſene Kälte, mit der er dieſes Wort ſprach, con⸗ wraſtirte auffallend mit ſeiner früheren Zutraulichkeit. Es kann Sie ja auch nicht weiter intereſſiren, was

ich mit dieſem Manne zu verhandeln habe, ſetzte er

n milderem Tone hinzu;ſollte ich Ihres Beiſtan⸗ ſes bedürfen, ſo werde ich Sie im Laufe des Abends fſuchen. Adieu!

Dieſer kühle, gemeſſene Abſchied frappirte den

Maler, der ſich die Urſache desſelben nicht zu erklä⸗

ten wußte. Aber er grübelte nicht lange darüber, ie Mittheilungen des Beamten über jenen Vorfall in Heidelberg beſchäftigten ſeine Seele ſo ſehr, daß er alles Andere darüber vergaß. Es drängte ihn, ſeiner Braut dieſe Mittheilungen zu berichten und nit ihr zu überlegen, ob auf Grund derſelben nicht kin neuer Plan zur Beſſerung ihres Bruders entwor⸗ fei werden könne.

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b. Röschen hatte kaum vernommen, daß der fremde derr ein Polizeibeamter war, der hier einer Falſch⸗ nzerbande nachforſchen wollte, und daß dieſer Mann inz beſonders auf die Ruine ſein Augenmerk gerich⸗ ſee hatte, als auch eine entſetzliche Ahnung in ihrer eele aufſtieg, eine Ahnung, über die ſie ſelbſt ſich

dene Rechenſchaft zu geben wußte. Sie ſchenkte den

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ferneren Mittheilungen ihres Bräutigams nur getheilte Aufmerkſamkeit; dieſe Ahnung drückte und ängſtigte ſie zu ſehr, als daß ſie ſich den Hoffnungen und Plä⸗ nen Hartwig's mit ganzer Seele hätte hingeben kön⸗ nen.Mein Gott, die armen, armen Eltern! ſeufzte ſie unwillkürlich.Wenn Ernſt dieſe Schande über ſie brächte, ſie würden es nicht überleben!

Aber, Röschen wer ſagt Dir woran denkſt Du denn in dieſem Augenblick? fragte der Maler, betroffen von dem Tone der Verzweiflung, in welchem das Mädchen dieſe Worte hervorgeſtoßen hatte.

Woran ich denke, Hermann? Ahnſt Du denn nicht, daß mein Bruder dieſer Falſchmünzer iſt?

Das wäre entſetzlich! rief Hermann beſtürzt.

Was hat er täglich in der Ruine zu ſchaffen? fuhr das Mädchen fort.Wovon lebt er? Weshalb verbirgt er ſich

Röschen, das ſind Vermuthungen, für deren Begründung noch keine Beweiſe vorliegen. Wenn Du keine beſſere Ueberzeugung haſt, dann

Beſſere Ueberzeugung? Hermann, eine Ahnung ſagt es mir, und die innere Stimme trügt ſelten. Ich habe keine Ruhe; ich muß hinauf, ihn warnen

So nimm doch Vernunft an, bat der Maler, indem er das aufgeregte Mädchen, welches das Zim⸗ mer ſchon verlaſſen wollte, zurückhielt.Erſtens iſt es noch nicht ausgemacht, daß der Schlupfwinkel der Bande ſich oben in der Ruine befindet; zweitens kann ich nicht glauben, daß Ernſt ſchon ſo tief ge⸗ ſunken ſein ſoll, und drittens wäre es meine Sache, die Warnung zu übernehmen, wenn für deren Noth⸗ wendigkeit Gründe vorlägen.

Röschen ließ ſich durch dieſe Gründe nicht be⸗ ruhigen; ſie beharrte feſt dabei, daß ihre Ahnung ſie nicht trüge und daß es ihre Pflicht ſei, die Eltern vor der Schande, die ihnen drohe, zu bewahren.

Gut, ſagte Hartwig endlich;ſo werde ich hinaufgehen, Du aber bleibſt hier. Wenn Deine Ahnung Dich nicht täuſcht, ſo wird meine Warnung genügen, ihn zur Flucht zu bewegen!

Röschen beſtand darauf, den Geliebten zu beglei⸗ ten; erſt als Hartwig ſie darauf aufmerkſam machte, daß ſie, wenn die Polizei ſich früher einfände, ſich mancherlei Unannehmlichkeiten ausſetze und alsdann durch ihre Anweſenheit den Bruder compronittire, ließ ſie ihren Entſchluß fallen.

Hartwig mußte ihr verſprechen, den Bruder un⸗ ter allen Umſtänden zu retten; mit dieſem Verſprechen entließ ſie ihn, nachdem ſie ihm vorher den Eingang in die Gewölbe, welchen ſie genau kannte, beſchrie⸗

ben hatte. (Schluß folgt.)