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Vierte Folge.
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Gine MWorhenchronik für Jiteratur, Aungt, ſchäne WMiſſenſchaften und Ge
1 Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.
Leipzig, am 13. October 1865.
III. Jahrgang.
ſellſehaſt.
Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.
Rbeindorf?“
Durch Kampf zum Frieden.
Novelle von Ewald Auguſt König. „Schönes Fräulein! Führt dieſer Weg nach
Erſchreckt fuhr die Angeredete aus ihrem Sinnen
Nauf; Purpurgluth übergoß ihre Wangen, als ſie em⸗
porblickte zu dem ſchlanken Jüngling, der, den breit⸗ randigen Strohhut in der Hand, vor ihr ſtand und mit ſeinen tiefdunklen, ſinnigen Augen ihr freundlich in's Antlitz ſchaute. Was wollte der elegant geklei⸗ dete Herr in dieſer einſamen Gegend? Das war die erſte Frage, die ihre Seele beſchäftigte, und doch hätte ſie die Antwort darauf ohne große Mühe augenblick⸗ lich finden können. Seine hohe Stirne trug den Stempel des Genies, das ſchwarze, lang hinabfal⸗
lende Haar, die geiſtreichen Augen, die nachläſſige
Kleidung und die Mappe, welche aus der eleganten Reiſetaſche hervorblickte, mußten ihr verrathen, daß ein Künſtler vor ihr ſtand, der in dieſer romantiſchen Gegend ſeine Mappe mit intereſſanten Skizzen berei⸗ chern wollte. Sie erhob ſich von dem Baumſtumpf, auf welchem ſie geſeſſen hatte.
„Ja, mein Herr!“ erwiderte ſie ſchüchtern;„Sie konnen nicht fehlen, wenn Sie dieſen Weg verfolgen.“
„Und wie weit werde ich noch haben?“ fragte der Jüngling, deſſen Blick mit Entzücken auf dem ſchönen, ſchlanken Mädchen ruhte.
„Eine gute Viertelſtunde, mein Herr!“
Die Unterhaltung ſtockte. Schweigend folgte der Jüͤngling dem Mädchen, welches raſch voranſchritt.
„Sie gehen wohl denſelben Weg?“ nahm er nach einer Pauſe wieder das Wort.
„Mein Vater iſt der Pfarrer in Rheindorf,“ ſagte das Mädchen ruhig.
„Das trifft ſich ja herrlich,“ fuhr der Jüngling fort;„mein Name iſt Hermann Hartwig.“
Freudig überraſcht wandte das Mädchen ſich um;


