Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
639
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Im Durchſchnitt werden jährlich wohl an 10,000 Ele⸗ phanten getödtet, blos um den Bedarf an Elfenbein für den ruropäiſchen Handel zu liefern. Trotz der Verwüſtung iſt aber ein großer Theil Afrikas von Elephantenheerden noch irnmer, man könnte beinahe ſagen, überfüllt. Auf Jagdge⸗ ſchichten, die hundertmal erzählt worden ſind, gehe ich hier nicht ein; Livingſtone, Andersſon, ſodann Gordon Roualyn Cumming, Baldwin und andere Nimrode haben dergleichen in Hülle und Fülle geſchildert. Ich will nur die Notiz bei⸗ ſügen, daß ein engliſcher Officier auf Ceylon im Verlauf von kaum fünf Jahren nahe an 1200, ein anderer etwa 700 Stück ſchoß, rein aus Liebhaberei, denn das ceyloneſiſche Elfenbein iſt nicht viel werth. 65.

Amerikaniſche Prüderie.

Henri Herz veröffentlicht jetzt imMoniteur Univerſel in Paris im Feuilleton:Mes Voyages en Amérique, und erzählt darin folgende Anekdote:

In Philadelphia und im Staate Maine haben die Mä⸗ ßigkeits⸗Geſellſchaften die größte Ausdehnung erlangt. Phi⸗ ladelphia zählte und zählt noch jetzt eine große Zahl Waſ⸗ ſertrinker, die ſich unter dem Vorwande, daß manche Leute die geiſtigen Getränke mißbrauchen, dazu verdammen, ausſchließ⸗ lüch dieſe ganz urſprüngliche Flüſſigkeit zu trinken.

Wenn man ſich aller Sachen berauben müßte, deren Mißbrauch ſchädlich iſt, ſo würde man abſolut auf Alles ver⸗ züchten. Aber die Mäßigkeit iſt in Amerika eine Leidenſchaft wie irgend eine andere, und die Leidenſchaft denkt nicht ver⸗ nünftig, eben weil ſie Leidenſchaft iſt.

Natürlich beobachten die Mitglieder dieſer Geſellſchaft die größte Sittenſtrenge, und ich habe ernſte Puritanerinnen gekannt, deren Schamhaftigkeit ſich von der menſchlichen Gat⸗ tung auf die am wenigſten leichten Möbel übertrug: ich rede von den amerikaniſchen Pianos.

Ich ſah in der That eines Tages eins dieſer Möbel, deſſen Füße, die ſtarken Baumſtämmen gleich, mit Decken in der Form der Badehoſen bekleidet waren. Dieſes originelle

Coſtume zog meine Aufmerkſamkeit auf ſich.

Weshalb, Madame, fragte ich die keuſche Beſitzerin dieſes in einen Badenden verkleideten Pianos, haben Sie die Füße Ihres Inſtruments in ein Paar Unterbeinkleider ein⸗ ſchließen laſſen?

Die Antwort der Puritanerin, welche beſcheiden die Au⸗ gen niederſchlug, lautete:

Weil es ſelbſt bei einem Piano nicht anſtändig iſt, ſeine Füße nackend zu zeigen, C.

Die Pyramide der Exrkenntlichkeit. Ein einzelner Herr bewohnte ein großes halb verfalle⸗ nes Haus auf der Inſel St. Louis in Paris. Er hatte keine

Bedienung, beſorgte ſich ſeine Wirthſchaft ſelbſt und empfing

niemals einen Beſuch. Nur einmal des Jahres erhielt er durch den Eiſenbahnboten ein kleines Collo aus der Provinz. So waren Jahre vergangen, als man in letzter Woche den

daten Herrn Zimmt, ſo hieß er der Farbe ſeiner Kleidung

negen, die er beſtändig trug, nicht mehr hatte ausgehen ſehen. Nachdem man eine Zeit lang gewartet, beſchloß man in das Haus einzudringen und fand nur noch die Leiche des guten Herrn Zimmt. Der Tod ſchien ihn aber nicht überraſcht zu haben, denn, recht ſichtbar für Alle, hatte er auf den Kamin ein Teſtament hingelegt, welches folgendermaßen abgefaßtwar:

Folge. 639

Ich hatte als einzigen Verwandten nur einen Neffen. Ich habe ihn erzogen, ausgeſtattet und etablirt.

Durch meine Vermittlung iſt er gut verheirathet und hat eine gute Anſtellung. Er bekleidet das Amt eines.... in Z... in Elſaß.

Seit dieſer Zeit hat er es niemals für gut befunden, ſich meiner zu erinnern, außer an meinem Geburtstage, an welchem er mir einen Brief und ein Geſchenk überſchickte. Die Briefe wurden immer kürzer und kürzer. Was das Ge⸗ ſchenk betrifft, ſo wolle man das hierbei errichtete Denkmal betrachten, und man wird begreifen, warum ich meinen be⸗ ſagten Neffen enterbe und mein ganzes Vermögen den Hos⸗ pitälern vermache.

Geſchehen zu Paris... u. ſ. w.

Neben dem verſiegelten Teſtament war in der That auf dem Kamin eine Pyramide von Straßburger Gänſeleberter⸗ rinen aufgebaut, welche leer waren und deren Umfang immer kleiner wurde. Die erſte, auf welcher ſich das Datum 1850 aufgeklebt befand, war ungeheuer groß, die letzte, die das Datum 1865 trug, war mikroſkopiſch.

Dies waren die im umgekehrten Verhältniß zunehmen⸗ den jährlichen Sendungen des vergeßlichen Neffen.

Auf dem Scheitel hatte der Verſtorbene eine Inſchrift angebracht, auf welcher mit großen Buchſtaben zu leſen war: Pyramide der Erkenntlichkeit.

Der wahre Name des guten Herrn Zimmt war Graf von Mar... y. Er hinterläßt ein Vermögen, welches auf 350,000 Fr. geſchätzt wird. e.

Heirathen in England.

Das Marriage Register für 1863 in England ent⸗ hält gleichzeitig das Alter zweier Drittel der in dieſem Jahr Verheiratheten, das manches Intereſſante enthält. Mehr als drei Viertel der ſich verheirathenden Männer und Frauen waren unter 30 Jahr alt. Dann fanden ſich aber unter ihnen zwei Männer, die über 80 Jahr alt waren und die ſich mit 35 Jahr alten Jungfern verheiratheten. Ein 16 Jahr altes Mädchen wurde an einen 70 Jahr alten Mann verhei⸗ rathet. 228 Mädchen, die erſt 16 Jahr, und 30, die noch nicht einmal ſo alt waren, traten in den Eheſtand ein. Sechs junge Burſchen von 16 Jahren verheiratheten ſich mit viel ältern Frauen. 177 Männer und 42 Frauen, die bereits ihr 70. Jahr überſtiegen hatten, traten noch in die Ehe. Acht der Männer hatten bis dahin als Junggeſellen gelebt und drei von den Frauen waren alte Jungfern. Vierzehn unter den Männern hatten bereits ihr 80. Lebensjahr überſchrit⸗ ten. Das merkwürdigſte Paar darunter war ein 92 Jahr alter Mann, der ſich mit einer 81 Jahr alten Frau verhei⸗ rathete. C.

Amende honorable.

Der Jockey⸗Club in Paris, ſagt Galignani's Meſſen⸗ ger, hat eben eines ſeiner liebenswürdigſten Mitglieder, den Herrn Alexandre Bouchet, verloren. Von ihm erzählt man ſich folgende Anekdote:

Eines Tages bemerkte er nach einem ſehr heftigen Re⸗ genguſſe eine ſehr gut gekleidete junge Dame am Rande des Seitenpflaſters des Boulevard ſtehen, die ſich offenbar in einer großen Verlegenheit befand, zu entſcheiden, welches wohl die beſte Art ſei, um den Kothſee, der ſich vor ihr befand, zu durchwaten. Er ging galant auf ſie zu, nahm ſie auf den Arm und trug ſie trocken auf die andere Seite. Die Dame

machte keine Einwendung gegen dieſe Art des Uebergangs,