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Kopf preßte.„Mein Gott! Die Steine haben geſprochen, und das iſt es, was ſie mir erzählen!“ **
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„Ei, Miß Amy! Wer hätte das gedacht, Sie zu ſchfn rief Frau Furman, Blake Allen's alte Haushälte⸗ rin aus, die ſich den Teig eilig von den Fingern wiſchte. „Setzen Sie ſich.“
„Ich danke Ihnen, Frau Furman,“ ſagte Amy ruhig
und ſich ſelbſt beherrſchend, obſchon ſie ſehr blaß war.„Ich
kam blos her, um Sie zu fragen, ob Sie mir die goldne ÜUhr⸗ kette des Herrn Allen nicht zeigen können. Mein Bruder iſt willens ſich eine zu kaufen und....“
Aber hier pauſirte Amy; ſie war nicht zu lügen gewohnt, und das Carmoiſinroth der Schuld färbte ihre Wangen. Zum Glück für ſie war Frau Furman halb blind und ohne jeden Argwohn.
„Das iſt nicht möglich; er nahm ſie geſtern mit nach Welmford; er ſagte, eine Schraube oder ſonſt etwas müſſe daran verändert werden. Er hat ſie eine lange Zeit nicht getragen; er ſagt, ſie ſei altmodiſch-geworden.“
„Ganz gut— ich werde mir die Kette des Herrn Berry zeigen laſſen. Sie werden dem Herrn Allen nichts davon ſagen, daß ich Sie beſucht habe.“-
„Nein, liebes Fräulein, natürlich nicht,“ antwortete die Alte, die mit einem ſehr ſchlauen Geſicht Amy anblickte.
„Gott ſegne ihr ſchönes Geſicht!“ fügte ſie in ihren Gedanken hinzu.
„Ich werde Blake Allen dieſe Freude nicht machen; ein gemeiner geiziger Filz, der jedes Loth Thee berechnet, das eine Frau verbraucht.“
„Und nun nach Welmford!“ dachte Amy in ihren Ge⸗ danken, indem ſie den grünen Schleier über ihr weißes, auf⸗
geregtes Geſicht zog.„Wenn ich mich beeile, ſo kann ich noch
mit dem Expreßzuge dahin fahren!“
Aber in Welmford ſchien ihr der Schlüſſel zu fehlen. Sie ging von einem Goldarbeiter zum andern, ohne zu finden, was ſie ſuchte, bis ſie zuletzt kein Haus mehr wußte, wohin ſie ſich noch wenden könne.
„Giebt es denn in der Stadt noch irgend einen Laden, wo man eine ſolche goldne Kette gelaſſen baben könnte?“ fragte ſie den letzten Goldarbeiter, bei dem ſie Erkundigungen einzog.
Der Mann ſchüttelte den Kopf.
„Doch, halt!“ ſagte er,„vielleicht bei dem alten Farr, obſchon er kein regelmäßiges Lager unterhält. Er könnte ſie vielleicht genommen haben; er beſſert alte Sachen aus und ſetzt ſie wieder in Ordnung, faßt alte Juwelen neu.“—
„Wo wohnt er?“
Der Mann ſchrieb die Adreſſe auf einen Streifen Pa⸗ pier, das er ſorglos in Amy's zitternde Hand legte.
Der alte Farr ſaß in ſeinem engen Laden, wie eine alte graue Ratte in ihrem Loche, ſein Auge feſt auf ein Ver⸗ größerungsglas gedrückt. Er fuhr ein wenig zuſammen, als Miß Bourne's Schatten ſein Zimmerchen verdunkelte. Sie hatte vor ihrem Eintreten beſchloſſen, welchen Weg ſie ein⸗ halten wolle, und ſchritt dreiſt voran.
„Herr Allen's Uhrkette wurde hier gelaſſen, um ausge⸗ beſſert zu werden?“
„Ja, Madamo, ſie ſollte aber erſt in der nächſten Woche abgeholt werden.“
Wie lebhaft klopfte Amy's Herz!
„Ich weiß es, aber ich wünſche ſie einen Augenblick zu
rüber beſtehen kann. weis. Ich muß mich gerichtlich ermächtigen laſſen, zeitwei⸗
Novellen⸗ZFeitung.
Der alte Mann ſuchte einen Augenblick in ſeinen Schub⸗ fächern und Käſtchen, während das Blut in Amy Bourne's Adern ſtill zu ſtehen ſchien. Alle ihre Pulſe klopften aber wieder lebhaft, als er ihr die Kette entgegen hielt, die an bei⸗ den Enden glänzend genug, aber gegen die Mitte beſchmutzt und mit Flecken von einer dunkeln Farbe wie das von ihr ge⸗ fundene Glied bedeckt war.
„Ich habe noch keine Zeit gehabt, ſie zu putzen,“ ent⸗ ſchuldigte er ſich.„Ich hatte mir vorgenommen, ſie dieſen Nachmittag zu poliren— Sie ſehen, die Kette iſt arg zer⸗ brochen.“
„Das ſehe ich. Wie ereignete ſich das?“
„Herr Allen ſprach, die Kette ſei ihm zerriſſen, als er über eine Verzäunung ſprang und...“
„Ich danke Ihnen, das wird es thun.“
Die Straßen ſchienen um ſie her zu wanken, als ſie aus dem engen Laden heraustrat, aber mit einer Anſtren⸗ V d von der ſie ſelbſt überraſcht war, gelang es ihr, ſich zu faſſen.
„Muth!“ murmelte ſie ganz leiſe,„Muth, er ſoll doch
frei werden! O, wie konnte ich nur einen Augenblick daran
Zweifeln, daß die Vorſehung uns glücklich durch dieſes ver⸗ wickelte Labyrinth der Prüfung leiten werde!“
nen Kette den Händen des geſetzlichen Vertheidigers des Herrn
machten Entdeckungen mittheilte. vor Freude, während er ſie anhörte. „Gut!“ rief er aus.„Und wenn man bedenkt, daß dieſer ſtumme Ankläger von der Menge Neugieriger, die ſich nach dem Morde in die Thalſchlucht begeben haben, über⸗ ſehen worden iſt!“. „Sie ſtimmen alſo mit mir überein, daß—“ „Daß Blake Allen den alten John Ryder ermordet hat? Ich glaube nicht, daß nur noch ein Schatten des Zweifels da⸗ Aber hier handelt es ſich um den Be⸗
lig Beſitz von der goldnen Kette des Herrn Allen zu nehmen, ehe die blutigen Zeugen davon entfernt werden. Wie ſchlau es von ihm war, dieſe vielen Wochen zu warten, ehe er dieſen Ohrenbläſer aus ſeinen Händen gehen ließ! dann müſſen wir einen analytiſchen Chemiker aufſpüren und dann— Sein Sie ruhig, meine liebe Miß Bourne. Tom May ſoll in Zeit von wenigen Tagen ſo frei wie die Luft ſein!“ **
Während der Gehirn⸗Entzündung, von welcher Miß Bourne in Folge der großen Erſchütterungen befallen worden war, wußte ſie nichts von dem, was ſich ereignete, doch zum Glück für ſie war ſie von jedem marternden Zweifel oder wechſelnden Befürchtungen frei. Als ſie ihr Bewußtſein und ihre Vernunft wieder erlangt hatte, war Tom May's glänzendes Geſicht der erſte Gegenſtand, auf den ihre Augen fielen. 4
„Tom, war das Alles ein Traum?“
„Ein fieberhafter, unruhiger Traum, Amy; aber die Stunde des Erwachens iſt gekommen!“.
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„Weshalb ich den Mord beging?“
Blake Allen's dunkles, trübes Auge wanderte raſtlos über den gedrängt vollen Gerichtsſaal, als er in einer dum⸗ pfen, mechaniſchen Art ſprach, als ob er die Worte mehr an ſich ſelbſt, als an die Verſammlung richtete.
ſehen.“
„Weshalb ich den Mord beging? Es iſt nutzlos, es
Sie ruhte nicht, bis ſie das ſchmutzige Glied der gold⸗
May übergeben hatte, dem ſie die Geſchichte der von ihr ge⸗
Seine Augen glänzten
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