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Tage zurück Joſeph's ver⸗
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und der Arm e willen. Die weiter um den t taat Joſeph, die Kaiſerlichen erung gegen 5 Söalfeld au. wo er im vo⸗ Bilder des viel Freude
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machte, war nach Preilipp zur Müllerin.
Vierte Folge.
Da ſtrich eine zarte Hand über ſeine Stirn, und tine Stimme ſprach:„Nicht weit von hier und ganz wohl und geſund!“
Wie vom Donner gerührt ſchnellte Joſeph in die Höhe, und brach in die Worte aus:„Hedwig! meine liebe Hedwig!“ Dabei unſchlang er ſie und ſog ſie ſo ſtürmiſch an ſeine Bruſt, daß ſie bittend nusrief:„Nicht ſo heftig, mein lieber Joſeph!“
Nun rief er laut:„Johannes, Friedrich! Ihr hraven Burſche, herbei, herbei! Brennt alle Lichter un, die es im Hauſe giebt, daß es hell, recht hell um mich werde, wie es hell in meinem Innern iſt! Nun ſind alle Sorgen, alle trüben Stunden vorbei, und die Zukunft ſoll uns nicht mehr trennen! Und dies Alles danken wir Dir, gütiger, gnädiger Gott!“
Die erſte Trauung, die nach den Kriegsereigniſ⸗ ſen in der Kirche ſtattfand, war die von Joſeph und Hedwig; und der erſte Gang, den das ſchöne Paar
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Sie ehrte tief des Vaters Wort.*)
Auf ſeinem Schloß im Ahnenſaal Ging Duribert, der Graf, zu ſterben,
Und ſchon erfaßt von Todesqual,
Entbot an's Lager er die Erben.
„Hört,“ ſprach er dumpf im Todeston, „Mir hinterbleibt kein Mannesſproſſe,
Doch rbt die Tochter meine Kron’',
Erbt Schild und Speer und meine Roſſe.
Ich habe innig ſie geliebt,
Und will nicht, daß ſie Kummer drücke; Will, daß die Hand ſie Keinem giebt, Der ihr im Range ſteht zurücke.
Und fehlt ſie gegen ſolch' Gebot,
Dürft Ihr die Erbſchaft in Euch theilen!“— Er ſprach's, da fordert ihn der Tod,
Mit ihm in's Jenſeits zu enteilen.
Ob ſolchen Willens fuhr ein Schreck In Elſe's liebevoll Gemüthe, Von ihrer Wange friſch und keck Starb plötzlich ihre friſche Blüthe.
Ihr Herz war lange ſchon verſchenkt,— Verſchenkt an einen kühnen Sänger; Als nun der Graf zur Gruft geſenkt,
1 Schlug ihr das Herzlein bang und bänger.
Aus:„Freudvoll und Leidvoll.“ Gedichte von Otto Heinr.
) Gotthold Caspari. Berlin 1866. W. Adolf u. Co. Verlag.
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Sie ehrte tief des Vaters Wort,
Nicht lieben durfte ſie noch länger; Wohl hielt es ſchwer, und doch hinfort Mied ſie die Liebe und den Sänger.
Sie ehrte tief des Vaters Wort,
Und ſieh, bald kam ein and'rer Freier; Den Sänger aber trieb es fort,
Er wollt' nicht ſchau'n die Hochzeitsfeier.—
Graf Theobald war ſchön und ſchlank, Doch ohne Lieb' und Mannestreue; Er ſpielte Tag um Tag und trank, Und fühlte nimmer tiefe Reue.
Das war für Elſe's liebes Herz Viel Trauer und viel bitt'res Wehe; Ach, oft begrub ſie ſich in Schmerz, Und war betrübt ob ſolcher Ehe.
Das ging, ſo lang' es gehen mocht',
Bis ſich der Graf ſein Grab gegraben; Kein Todtenkranz ſein Haupt umflocht, Als ſie dem Herrn ihn übergaben.—
Der Sänger aber nahm den Stab, Als er vernahm die Trauerkunde, Und ſchlich ſich zu des Grafen Grab, Und betet dort zur Abendſtunde.
Und ſchlich in tiefer, dunkler Nacht
Zum Fenſterlein, wo Elſe weinte,
Und ſang zur Laute ſanft und ſacht, 3 Ach, wenn uns Gott doch einſt vereinte!
Und Elſe hört den ſüßen Ton, Und es ergriff ſie wildes Wehe: „Dürft' meiden ich die Grafenkron', Hätt' ich Dir längſt gelobt die Ehe!
Doch mein Gewiſſen pocht zu laut,
Drum will ich ſtill und einſam lebzn, Will werden jetzt des Himmels Braut, Und meine Hand nicht mehr vergeben.“
Sie ehrte tief des Vaters Wort,
Und bracht' des Herzens Stimm' zum Schweigen, Zum Kloſter trieb ihr Sinn ſie fort,
Um Feſtigkeit des Sinns zu zeigen.
Doch ach, bei lautem Orgelklang
Wird gar nicht heilig ihr zu Sinne; Ihr Herz hört nur des Saͤngers Sang, Sieht nur des Sängers ſüße Minne;


