Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
629
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ief ein Paſten geſ ra ganze Brüſtung! regierte das weiter fielen ung. Joſeph dn ihm nur Jät darauf nd Joſedd be⸗ glaubte aber, ſes; doch bald erz am Oher⸗ und Schwin⸗ und das Floß daß er nicht iger noch ſich dasſelbe ver⸗ .Sei unbe⸗ eend, aber mit er eine Schuß⸗ ürftig mit ſei⸗ n Blutverluſt »'s Gras.. .So lag Jo⸗ todähnlichen iſche Soldaten für einen ver⸗ er im nächtl⸗ Sie rüttelten ht begraiſen elbſt der Zu⸗ ſer Gefange⸗ er aber den en voll Blut ane, und mit . od Gon ein! Dabei ſerſtraße hil⸗ hier nichts s mit andern b er in einem t füble er eſcüttelte die das Wund⸗ iing verloren alucklicht 3 4 Mannes ge⸗ erkehr gelin⸗ Beſtrünthet un kaudl⸗

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was Troſt bringen könnte, ſinkt dann in die Kniee,

Munn as ihre eigene Sicherheit. Aber was war zu

Vierte Folge. 4 629

Seine ſonſt kräftige und geſunde Natur wird ihnJa, das geht nicht ſo geſchwind! meinte die üͤber dieſe Kriſts hinwegführen, zumal die Wunde Müllerin;die Thore der Stadt ſind Tag und Nacht nicht gefährlich war, da die Kugel blos das Fleiſch verſchloſſen und kein Menſch darf ein noch aus! des Oberarmes durchbohrt hatte. Eilen wir zuDas wäre ſchlimm für mich! ſeufzte Hedwig. Hedwig, um die Verlaſſene, die ohne Führer auf der und nun glaubte ſie, das Beſte ſei, der gutmüthigen Saale ſchwimmt, mit unſerer Theilnahme zu begleiten. Müllerin ihr Geheimniß zu entdecken.

Hedwig, nicht ahnend, was Joſeph begegnet Die Müllerin ſchlug ſtaunend die Hände über war, hatte die letzten Worte tröſtend entgegengenom⸗ dem Kopfe zuſammen und ſagte tief bewegt:Armes, men und blieb vertrauend ſtill in der unbequemen armes Kind! Wie bedaure ich Euch! Doch hier muß Lage liegen; kein Schuß erfolgte mehr, das Floß Rath geſchafft werden, das ſehe ich ein. Wartet ging auf kleinen, ſchaukelnden Wellen weiter und mir fällt ein Plan ein. Das Erſte iſt, daß Ihr in weiter. Es war ihr zwar manchmal, als ob ſich das⸗ dieſen Kleidern nicht bleiben könnt und nochmals Eu⸗ ſelbe drehe, doch glaubte ſie, es müſſe ſo ſein. Ein⸗ ren Anzug wechſeln müßt. Hier hängt des Müllerbur⸗ mal wagte ſie zu flüſtern:Joſeph! Da aber keine ſchen Hausjacke, hier ſeine Mütze, und hier iſt etwas Antwort erfolgte, ſo unterließ ſie dieſes auch ferner. Mehl, damit beſtreicht Euer Geſicht; es liegen ſchwe⸗ Die Morgendämmerung trat allmählich ein und man diſche Commiſſäre im Orte, die laſſen längſtens in erkannte nach und nach alle Gegenſtände. Endlich einer Stunde mehrere Wagen mit Mehl aus der hielt das Floß dicht am Ufer unter einem Strauche Mühle nach Rudolſtadt escortiren. Ich will mit mei⸗ an und ſtand ſtill. Da flüſterte ſie wieder:Joſeph! nem Manne und meinem Buben ſprechen, vielleicht Auch diesmal blieb Alles ruhig. Sie wird ängſt⸗ geht es damit. Jetzt kleidet Euch um, ich komme lich, erhebt ſich und ſieht ſich um. Da da wird bald wieder. ihr die gräßliche Gewißheit, Joſeph ſei verſchwunden. Kaum hatte ſich Hedwig in einen Müllerburſchen Raſch ſpringt ſie an's Ufer und überſieht mit Angſt verwandelt, als auch die Müllerin wieder zurückkam. und Schrecken die ganze Fläche. Sie erblickt nichts,So iſt es recht! ſagte ſie.Ich habe mit meinem Alten und mit meinem Buben geſprochen; ſie ſind betet und weint. Alles umſonſt; ſie iſt und bleibt es zufrieden. Die Wagen ſtehen bereits unten in allein. Jetzt treten die letzten Worte Joſeph's mit der Mühle; wenn mein Alter ⸗Jakob!» ruft, dann aller Schwere vor den Spiegel ihrer Seele. Es mußte geht beherzt hinunter; ſeid dreiſte und thut, was er in dieſem Moment etwas Außerordentliches vorgefal⸗ Euch befehlen wird. Wenn Ihr nur erſt auf dem len ſein; jedoch ſeinen Worten vertrauend, dachte ſie Wagen ſeid, dann iſt mir nicht bange. Mein Bube

hun? Nach Saalfeld k dd chtt begleitet die Wagen. thun? Na aalfeld konnte und durfte ſie nicht!.. Es danerte auch nicht lange, ſo geſchaß ein Pfif Sie befand ſich am jenſeitigen Ufer der Saale in 3 h nicht lange, ſo geſchah ein Pfiff

. 1 8 l Lue und gleich darauf der Ruf:Jakob! Mit zittern⸗ dex Rahe voh Prellipy. Dahin Lichtete ſie ihre den Bonitien ng Hedwig in Begleitung de Mül⸗ Lapiide Wwer wen an Are una di ſin u lerin die Stufen der Hausthürtreppe hinunter; eine nur die Mühle im Gange. Sie rat in die Woh⸗ unendliche Angſt hatte ſich ihrer bemächtigt. Bei den 3 1 Wagen, um welche Soldaten ſtanden, angekommen, nung des Müllers urd bat um Schutz und eine kurze te der Müller:Jakob, ſtei d ſten Wa⸗ Zeit Ruhe. Der Müller fuhr ſie aber barſch an: ſag und woll ſutht. 8 auf den crſten Wa Ja, Schutz und Ruhe! Wir können uns ſelbſt nicht den, uud wollte lhl hinauf he fen ſchützen, und Ruhe haben wir Tag und Nacht nicht! Da ſprang ein Soldat mit den Worten vor: Er verließ mürriſch das Zimmer. Da faßte HedwigWas ſoll der Burſche auf dem Wagen? Wir brau⸗ den Entſchluß, nach Rudolſtadt zu einer befreundeten chen ihn nicht! und zog ſie wieder herunter. Familie zu wandern. In der Zpiſchenzeit war dieNu, nu! ſagte der Müller;nur nicht ſo

. Müllerin eingetreten.Ei, ei! junges Bürſchchen, hitzig. Der Burſche ſoll mir etwas in Rudolſtadt be⸗

ſagte ſie,ſchon ſo früh auf? Was führt Euch in ſorgen!

dieſer gefährlichen Zeit hierher, und was wollt IhrDas kann Euer Bube auch! ſchrieen alle Sol⸗ hier? Ihr ſeht ja ganz verweint aus! daten.Wir laſſen ihn nicht mit! Hedwig erwiderte:Ich bin dieſe Nacht, um Da trat die Müllerin entſchloſſen vor, und ſagte:

unglück zu verhüten, aus Saalfeld entflohen, undSeid Ihr Kriegsvolk doch häßliche Menſchen! Das will nach Rudolſtadt zum Herrn Hof⸗Apotheker Mehl iſt Euer und das Geſchirre gehört uns. Wir Döhnel. können mitfahren laſſen, wen wir wollen. Eurem