Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
627
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Vierte Folge. 627

hatte Alles verrathen. Vor innerem Grimm konnte mann den Säbel und ſprang ein paar Stufen hin⸗ er kaum ſprechen; endlich ermannte er ſich und ſprach: auf, erhielt aber einen Stoß auf die Bruſt, daß er Das geht nicht; der Burſche iſt guter Leute Kind auf die Soldaten zurücktaumelte.Verfluchter Sa⸗ und ſteht unter meiner Vormundſchaft! tan! ſchrie er,Euch ſollen tauſend Donnerwetter Gott verdamm'! Ich werde nicht darnach fra⸗ auf den Kopf fahren! Soldaten, greift an! Da gen. Der Burſche gefällt mir und hat mir ſchon hatte auch Joſeph die Klingelſchnur ſchon gezogen. ſeine Hand gegeben!. Herbei ſtürzten Friedrich und Johannes und das Möglich oder nicht; er kommt nicht aus mei⸗ Haudgemenge autſpann ſich raſch. Sehlag und Stoß Hauſe! erhielt Jeder, der ſich den oberſten Stufen näherte. nem Ho 1.. Die Soldaten konnten über die Drei oben nicht Herr ⸗Mun, bei Allen Tenſeln! fuhr der Hauptmann werden; aber der Lärm lockte mehr Kriegsknechte von auf,ich will ihn mir ſchon holen, und verließ der Straße herbei, die alle gleich am Kampfe Theil voller Wuth das Haus. 1 nahmen. Der Druck wurde immer heftiger; Joſeph Jetzt brach das Unglück mit voller Macht in die und die Geſellen erlahmten die Uebermacht war friedliche Oswald'ſche Wohnung. Joſeph wußte, daß zu groß und das Unterliegen nicht lange mehr zwei⸗ der Hauptmann Wort halten würde. 7 war ihm felhaft. Schon beſann ſich Joſeph auf Rückzug, um nur lieb, nicht erkannt worden zu ſein. Sein ſtarker neues Terrain zu gewinnen, da raſſelten und wirbel⸗ Bart und die Jahre hatten ihn geſchützt. Aber was ten die Trommeln auf den Straßen und Hornſignale nun thun? Schutz von bedrängten Behörden zu er⸗ tönten dazwiſchen. Es wurde Alarm geſchlagen; die warten, wäre Unſinn geweſen. Die Hauptſache war Soldaten horchten, ließen ab vom Kampfe und eil⸗ hs Peit. Zei ai g ſn ene unr ſeinen Tl der ir V ten auf die Straße, ihrem Verſammlungsort zu; nur es Nachts möglich war, ausführen zu können; und der Hauptmann ſtand den Dreien noch gegenüber. iu ns nud erſhälie d iy ah Renmaann, V Hoch Po ſich die 5 Joſeph's, und in der Hitze ren. Wahr 4 athe ging, ſich vergeſſend, rief er:Fort, Herr Hauptmann aus kam eine Ordonnanz vom Feldmarſchall; ſie lautete: weuum daue ſunt ergogt es Euch her ebenfo, wie

Die untere Saalbrücke iſt heute Nacht zu repariren dem Cornet bei meiner Schweſter! Alſo Ihr ſeid und in guten Stand zu ſetzen; Schlag Eins nach es doch, verfluchter Hund! ſchrie der Hauptmann. Mitternacht wird Fußvolk darüber marſchiren. DasNun wartet! Und wie ein wilder Tiger ſprang war wie gerufen. Alſo heute Nacht zur Ausführung! er mit gezückter Waffe auf Joſeph ein, aber Friedrich Joſeph ließ die Geſellen zu ſich rufen und ſagte hieb im Moment mit ſeinem Stock auf die Klinge, lihnen Alles, was vorgefallen war; dann fuhr er fort: daß ſie klirrend zu Boden fiel. Nun nahmen die Ge Der Hauptmann kommt ganz gewiß heute noch und ſellen den Hauptmann, ſchoben ihn zur Thüre hin⸗ nicht allein; legt Euch tüchtige Knittel zurecht, es aus und verriegelten und verrammelten die Pforte. gilt den erſten Sturm abzuſchlagen. Wenn ich die 1 Klingelſchnur ziehe, dann ſeid zur Stelle! Als die Drei in die Wohnſtube zurückgekehrt waren, ſagte Joſeph ſorgenvoll zu den Geſellen: Vorerſt meinen Dank für Eure Mithülfe. Das Schick⸗ ſal hat es wunderbar zum Beſten gelenkt; aber die Rache des Hauptmanns bleibt nicht aus. Wir ſind im Hauſe nicht mehr ſicher. Heute werden wir zwar Ruhe haben, die Alarmſignale haben dies angezeigt, das Kriegsvolk ſteht unter den Waffen; aber für morgen müſſen wir dem Sturm auszuweichen ſuchen. Wenn es Abend wird, gehen wir an die Saalbrücke zur Arbeit, kehren jedoch nicht wieder nach Hauſe zu⸗ 5 g rück. Ihr werdet für einige Tage eine Unterkunft heraus, oder ich werde ihn, wie Ihr hier ſeht, mit bei Euren Bekannten ſuchen müſſen. Es thut mir Gewalt holen! leid, aber es muß ſein. Nun geht und trefft Eure Das weiß ich, und Ihr findet mich bereit! Anſtalten! Dann zu Hedwig gewendet:Jetzt gilt

war Joſeph's Antwort. es Muth und Entſchloſſenheit! Die alte Haushälte⸗ Da wollte der Hauptmann die Treppe betreten, rin wird bei einer Nachbarin einquartiert; Du kleideſt aber Joſeph rief ihm zu:Bleibt unten, herauf Dich warm an, hüllſt Dich in Deinen Mantel und kommt Ihr nicht gutwillig! Jetzt zog der Haupt⸗ gehſt mit an die Saalbrücke. Wo das Werthvollſte

Vor dem Wohnzimmer des erſten Stockes lief ein Corridor und von dieſem gingen ſechs Stufen in die Hausflur abwärts; hierauf baute Joſeph ſeine Vertheidigung. Es waren ängſtliche Stunden, welche vergingen. Endlich ſpät Nachmittag hörte man vor dem Hauſe ſchwere Fußtritte. Joſeph ſtand ſchon auf der oberſten Stufe des Corridors, als der Haupt⸗ mann in Begleitung mehrerer Soldaten in die Haus⸗ flur trat und ihm gleich zurief:

Nun, Meiſter, gebt mir den Burſchen gutwillig