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„Gevatter!“ ſprach harauf der Unterofficier,„da weiß ich vielleicht, was„uld iſt. Geſtern war doch Kriegsrath und ich hatte die Wache im Vorzimmer; nun wißt Ihr doch, wenn man nicht ausweichen kann, ſo hält man ſtill.“
„Aha! Du willſt ſagen: terbrach ihn der Wachtmeiſter.
„Nun, gerade nicht gehorcht, aber ich hörte Alles, was drinnen vorging,“ replicirte der Unterofficier. „Nun hört nur! Nachdem der Adjutant des Alten unſere Lage auseinandergeſetzt hatte, die gerade nicht ſchmeichelhaft war, und zuletzt beſonders erwähnte, daß der Feind die Päſſe über den Wald nach Eisfeld und Kronach unſicher mache, da fuhr unſer alter Feld— marſchall auf und ſagte ganz zornig: Mein Rath iſt, bald möglich zu ſchlagen, um beſſerer Reputation zu ſein, als daß wir das Volk länger nur mit Fech⸗ ten, Hungersnoth und hartem Travelliren gänzlich ruiniren!⸗ Aber der geiſtliche Fürſt Stadion antwor⸗ tete darauf: ⸗So lange ich noch meinen alten Kopf trage, kann ich nimmermehr zulaſſen, daß des Hoch⸗ löblichen Hauſes Oeſterreich große Dignität auf ein paar Stunden Fechtens in höchſte Gefahr geſetzt werde!“ Nun rammelten alle Stühle zuſammen und die ganze hohe Generalität kam malcontent und höchſt erhitzt zur Thüre heraus.“
In dieſem Moment hörte man auch auf der Straße vor der Wachtſtube Getöſe und Lärmen, und gleich darauf wurde ein Burſche unſanft in die Wacht— ſtube geſtoßen, daß er taumelnd auf eine Bank nie⸗ derfiel. Viele Landsknechte kamen mit und berichteten dem Wachtmeiſter, daß der Burſche mit ihnen ge⸗ trunken, gewürfelt und dann Scandal angefangen habe. Der Arreſtant erhob ſich in ſeiner Betrunken⸗ heit von der Bank und proteſtirte dagegen; dadurch entſtand noch mehr Lärm und Spectakel. Der Haupt⸗ mann der Wache kam dazu, gebot Ruhe, ließ den Burſchen in Priſon bringen und fragte, wer der Menſch ſei. Da ſagte ein Landsknecht:„Er iſt Zimmermann und Geſell im Oswald'ſchen Hauſe, hat mit uns gewürfelt und auf's Wohl des Kaiſers ge⸗ trunken. Er hat uns aber auch noch erzählt, daß ſein Herr und Meiſter eine ſchöne Braut in Männer⸗ kleider geſteckt habe, um ſie ſicher allein zu haben.“ Da lachten alle Landsknechte und ein kecker Burſche ſagte:„Herr Hauptmann! hier wäre eine galante Aventure zu machen.“
„Schweig', vorlaute Zunge!“ ſagte der Haupt⸗ mann, dann zum Wachtmeiſter gewendet:„Behaltet den Burſchen in Gewahrſam; morgen werde ich ſelbſt nachſehen.“
ich habe gehorcht?“ un⸗
Es mochten ohngefähr vier Tage nach der Scene
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Novellen⸗ZJeitung.
auf der Hauptwache vergangen ſein, da war Hedwig den Vormittag eben beſchäftigt, im Wohnzimmer Manches in Ordnung zu bringen, als unvermuthet ein Hauptmann in die Stube trat, Hut und Hand⸗ ſchuhe auf den Tiſch warf und ſogleich Platz nahm.
Hedwig frug:„Was befiehlt der Herr Officier?“
„Höre, Burſche! Gehörſt Du in's Haus?“
„Ja, Herr le
„Bring mir einen Trunk. Hauſe?“
„Ja, im Arbeitszimmer. rufen.“
„Nichts da! ſchöner Burſche! ten?
Iſt Dein Herr im Ich will ihn gleich
Dazu iſt noch Zeit. Du biſt ein
Willſt Du bei mir in Dienſte tre⸗ Sollſt es ſehr gut haben!“
„Das geht nicht! Ich habe mich meinem Mei⸗
ſter verdingt.“
„Ei ſieh doch! Du mußt ein geſchickter Geſelle ſein.“ Er erfaßte ihre Hand.„Aber Deine Finger ſind ſo zart und fein; Du arbeiteſt wohl wenig!“ Er wollte ſie zu ſich heranziehen; ſie riß ſich jedoch los und eilte zu Joſeph.
„Alſo wirklich!“ ſprach der Hauptmann für ſich.
„Das Mädchen gefällt mir und iſt einer galanten
Aventure werth. Nun, ich will an's Werk gehen!“
Joſeph eilte in's Wohnzimmer. Beim Anblick des Hauptmanns wurde er blaß; er erkannte den Cornet— fragte aber gleichgültig:„Was ſteht zu Befehl, Herr Hauptmann?“
Der Hauptmann fixirte Joſeph ſcharf:„Es iſt mir doch, als hätte ich Euch ſchon wo geſehen!“—
„Sehr leicht möglich, Herr Hauptmann. Ich war oft beim Feldmarſchall und immerwährend beim Saal⸗ brückenbau beſchäftigt.“
„Kann ſein, Meiſter; ſeid Ihr von hier?“
„Ich bin hieſiger Bürger!“
„Es gefällt mir bei Euch, und da ich gerade ein Quartier brauche, ſo will ich dasſelbe bei Euch nehmen!“
„Entſchuldigt, Herr Hauptmann; ich habe Dis⸗ penſation vom Feldmarſchall und hieſigen Stadtrathe. Hier iſt ſie!“
„Wahrlich, vom Alten ſelbſt. Nun, das ändert die Sache. Aber wißt Ihr, Meiſter, daß ein Geſelle von Euch im Arreſt iſt?“
„Ich habe es erfahren; es iſt ſeine eigene Schuld.“
„Nun gut; wir wollen einen Tauſch treffen, wo⸗ bei Ihr im Vortheil ſeid. Ich gebe Euch einen tüch⸗ tigen Arbeiter zurück, und Ihr gebt mir den jungen Burſchen, der vorhin hier war. Er ſoll miein Page werden und es gut haben!“
Da durchzuckte Joſeph ein Donnerſchlag. Fabian
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