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Vierte Folge.
Ein zuverlüſſiger Diener.
Herr Legouvé, Mitglied der Akademie in Paris, erzählt die folgende Anekdote von ſeinem Kammerdiener.
Vor einigen Jahren ließ er ſeinen Bäcker, ſeinen Metz⸗ ger und ſeinen Gewürzkrämer davon in Kenntniß ſetzen, daß er einen zuverläſſigen Kammerdiener bedürfe. Es meldeten ſich in einem Tage fünfzig Bewerber um den Poſten, von denen ihm aber kein Einziger als paſſend erſchien. Eines Ta⸗ ges, als er in ſeinem Studirzimmer eben ſehr beſchäftigt war, es war im Winter Nachmittags fünf Uhr, klopfte Je⸗ mand an ſeine Thür. Er öffnete ſie.
„Man hat mir geſagt, daß Sie, mein Herr, einen zu⸗ verläſſigen Diener ſuchen.“
„Ja; und Sie glauben, der Mann zu ſein, der ſich da⸗ zu eignet? Sie haben die ausgezeichnetſten Zeugniſſe, und ich vermuthe, daß Sie Ihre letzte Stelle zehn Jahre lang be⸗ tleideten.“ d
„Nein, mein Herr; ich komme eben aus dem Gefäng⸗ niſſe.“
Man kann ſich dieſen Worten denken.
„Eben aus dem Gefängniſſe?“
„Ja, mein Herr; ich liebte eine Frau, welche Geld von mir verlangte; ſie drängte mich jeden Tag, ihr mehr Geld zu geben. Ich gab ihr Alles, was ich ehrlich verdient hatte— es war ihr nicht genug;— um ihre Wünſche zu befriedigen, ließ ich mir einen Diebſtahl zu Schulden kommen, wurde verhaftet, verhört, überführt und zu drei Jahren Gefängniß verurtheilt, die am vorigen Sonnabend zu Ende gegangen ſind.“
„Halten Sie das für eine Empfehlung für die Stelle eines zuverläſſigen Dieners?“
„Ja, mein Herr; ein Mann, der ſeinen guten Namen durch eine Stunde der Thorheit verloren hat, wird auf ſeiner Hut gegen jede Verſuchung ſein und ſich anſtrengen, ſeinen guten Ruf wieder zu verdienen. Ueberdies weiß ich, daß ich
das Erſtaunen des Herrn Legouvé bei
von Herhen ein ehrlicher Mann bin.“
In dem Tone des Mannes lag ſo viel Rechtſchaffenheit, daß Herr Legouvé ihn ſofort in ſeinen Dienſt nahm und es nie bereut hat. Der entlaſſene Sträfling hat jetzt die Schlüſ⸗ ſel des Hauſes in Verwahrung, bezahlt alle Rechnungen und beſorgt alle Einkäufe, und Herr Legouvé ſagt, ſein Haushalt koſte ihm, ſeitdem er dieſen Diener habe, jährlich 33 ⅜ 3 we⸗ niger, als in früheren Zeiten. C.
Ein Mißverſtändniß.
Vor einigen Tagen erhielt ein wandernder Taſchenſpie⸗ ler die Erlaubniß, eine Vorſtellung ſeiner Künſte zum Beſten der Armen im Gemeindehaus zu Camberwell zu geben.
Die Vorſtellung war ſehr beſucht und brachte ohngefähr
26 Pf. St. ein.
Am folgenden Tage kam der Secretär des Kirchſpiels zum Taſchenſpieler und lud ihn ein, ihm den Betrag der Einnahme zu übergeben.
„Wie? Was ſagen Sie? Sie wollen, daß ich Ihnen die geſtrige Einnahme übergeben ſoll?“
„Ei, ganz gewiß. Wenn man Ihnen den Saal im Gemeindehauſe unentgeltlich bewilligt hat, ſo geſchah das blos, weil Sie angekündigt hatten, die Vorſtellung ſolle zum Beſten der Armen ſein!“
„Und ſie iſt auch zum Beſten der Armen geweſen.“
„Wie das?“
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„Das iſt ſehr einfach: meine Frau, meine Kinder und ich, wir ſind arm, ſogar ſehr arm. Ich habe daher die Ein⸗ nahme behalten. Eine wohl geordnete Chriſtenliebe geht von ſich ſelbſt aus.“
„Das iſt aber ein infamer Streich, den Sie uns da geſpielt haben!“
„Ein Streich, mein Herr, Sie ſagen ein Streich! dann habe ich nur mein Fach ausgeübt und Sie haben kein Recht ſich zu beklagen.“ C.
Der Componiſt Gretry.
Bei einer Verſteigerung von Autographen wurde auch ein Manuſcript von Gretry verkauft, das intereſſante Mit⸗ theilungen aus ſeinen frühern Lebensjahren enthält. Ein Ereigniß, das ihm begegnete, als er zwölf Jahr alt war, er⸗ zählt er in folgender Art:
In meinem Lande herrſcht der Gebrauch, den Kindern zu ſagen, daß Gott ihnen nie das verweigern wird, um was ſie ihn am Tage ihrer erſten Communion bitten. Ich hatte ſeit langer Zeit beſchloſſen, Gott zu bitten, er möge mich am Tage dieſer heiligen Ceremonie ſterben laſſen, wenn ich nicht be⸗ ſtimmt ſei, ein rechtſchaffner und in meinem Beruf ausge⸗ zeichneter Mann zu werden.
Am Tage ſelbſt ſah ich den Tod ganz nah. Ich hatte des Nachmittags den Kirchthurm erſtiegen, um die Glocken läuten zu ſehen, was ich noch nie geſehen hatte, und bei dieſer Gelegenheit fiel mir ein 300 bis 400 Pfund ſchwerer Balken auf den Kopf, der mich bewußtlos zu Boden ſtürzte. Der Glockner lief in die Kirche, um die letzte Oelung für mich zu holen.
Während dieſer Zeit kam ich wieder zu mir, aber es fiel mir ſchwer, den Ort zu erkennen, wo ich mich befand. Man zeigte mir die Beule, welche ich auf meinem Kopfe bekommen hatte, und als ich dieſelbe mit meiner Hand berührte, ſagte ich:„Gut; da ich nicht geſtorben bin, ſo werde ich demnach ein rechtſchaffner Mann und ein ausgezeichneter Muſicus werden.“.
Selten iſt eine Prophezeiung beſſer in Erfüllung ge⸗ gangen. C.
Misrellen.
Als Friedrich II. in den erſten Tagen des Novem⸗ bers 1758 nach Jauer ging, verfolgte der öſterreichiſche Ge⸗ neral Laudon die Arrieregarde, ohne dieſer ſchaden zu kön⸗ nen. In einem Hohlwege fand der König drei Pontonswa⸗ gen, deren Pferde ſo ermattet waren, daß es unmöglich ſchien, das ſchwere Fuhrwerk durch den äußerſt ſchlechten Weg her⸗ auf zu bringen. Der Monarch bemerkte, daß der comman⸗ dirende Officier ſich alle Mühe gab und daß Knechte und Pferde das Ihrige thaten.„Wenn Er die Pontons nicht durchbringen kann,“ ſagte Friedrich,„ſo laſſe Er ſie nur ſtehen, und rette Er die Leute und Pferde.“—„So weit ſind wir noch nicht! Dazu iſt's immer noch Zeit!“ antwor— tete der entſchloſſene Officier. Indeſſen war der Monarch kaum weggeritten, als ein ſtarker Schwarm Croaten andrängte; jener Officier mußte die ſchweren Wagen ſtehen laſſen, und nur mit Mühe gelang es ihm, die Leute und ſich zu retten, und ſich dem Zuge anzuſchließen. Friedrich bemerkte ihn.— „Nun? wie iſts mit Ihm?“ fragte er.—„Ihro Majeſtät,“ antwortete der dreiſte Officier,„die Pontons waren ſchadhaft; die Pferde abgetrieben; ich habe deshalb den Oeſterreichern


