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chen war und Grandſon belagerte. Eine Eiche, von einem Kranz ſtarker Tannen umgeben, ſteht auf der Spitze des Hü⸗ gels; ſie ſoll von den Ueberwindern Karl's gepflanzt worden und gleich alt ſein mit derjenigen, welche in der Nähe des Grandſoner Schloſſes ſteht. Ein bejahrter Waadtländer Bauer, deſſen Aecker bei dieſem Eichenhügel liegen, iſt der Erzähler nachfolgender alterthümlich lautender Sage.
Vor mehr als hundert Jahren ging einſt der junge Jo⸗ hannes dieſes Weges. Er war im Herzen tief betrübt, denn er kam eben von den Leuten her, welche ihm ſeine Armuth vorgehalten und damit die Hand ihrer Tochter, um welche er warb, abgeſchlagen hatten. Es ging auf die heilige Zeit, das Land lag voll Schnee, keine Seele war mehr auf dem kalten Wege, er überließ ſich den trübſten Vorſtellungen und in abgeriſſenen einzelnen Worten ſprach er ſich ſelber ſein Herzeleid vor. Es dämmerte ſtark, da er hier vorüber den ſogenannten Tuilerien zuging. Da hörte er vom Eichenhü⸗ gel herab unvermuthet ſich mit Namen nennen, ein Mann in ſehr koſtbarer Rüſtung ſtand vor ihm und ſprach begütigend: „Johannes, ich weiß wohl was dich quält, faß indeß nur guten Muth, bald ſoll Alles anders werden. Komm nächſte Weih⸗ nachten nach elf Uhr allein auf dieſen Hügel, da reicht gerade die Zeit hin, mir etwas in den See zu tragen; und wenn du dann anſtellig genug biſt, mir bis zwölf Uhr auch mein altes Wehrgehänge abzugürten, und damit in aller Stille fer— tig werden kannſt, ſo ſind die Schätze zuſammen dein, die in dieſem Hügel ſtecken.“ Johannes hatte kaum Zeit dieſes zu ver⸗ ſprechen, ſo war der Geiſt verſchwunden und Alles wieder wie vorher.
Es waren noch zwei Tage bis Weihnachten. Johannes
beſann ſich wohl, ob er nicht etwa eine Sünde begehe, wenn Doch er konnte ſich aufrichtig geſtehen, daß er es in keiner habſüchti⸗ gen Begierde unternahm, ſondern in reinſter Liebe zu ſeiner Margarethe. Er wußte, daß das treue Mädchen keinem An⸗ dern als ihm die Hand geben werde, er erlöſte und befreite alſo pielmehr ſie, als nur den Geiſt eines muthmaßlichen Ritters; um dieſen Schatz alſo war es ihm zu thun, und er konnte dieſen ja aufs Glücklichſte heben, wenn er die in jenem Hügel verborgenen Reichthümer erwerben und damit zum einbedungenen Heirathsvermögen gelangen würde. 3 So ging er denn auf die beſtimmte Friſt zum Hügel hin und traf da den Gerüſteten. Dieſer klopfte an die Eiche und ſogleich verſanken ſie beide zuſammen in die Erde hinab. Hier fanden ſie ſich in einem von vielen Pfeilern getragenen Gewölbe. Es war kerzenhell. An den Wänden umher hin⸗ gen Banner und Waffen. Ringsum an den Mauern ſtanden Kriegswerkzeuge aller Art, ſelbſt Geſchütze und Kugelpyrami⸗ den. Dazwiſchen aber waren eben ſo viele Gefäße offen hingeſtellt, die einen ſchimmernd von Gold, die andern blitzend von Geſchmeide. Jedoch da war keine Zeit ſich lange umzuſchauen; denn alsbald kam aus der Weite der Halle ein dickes, kohlſchwarzes Ungethüm auf allen Vieren daher, und der Gerüſtete ſprach zu Johannes:„Hier iſt meine Lieblings⸗ katze. Dieſe wirf mir ſogleich vom Tophet hinunter in den See, alsdann komme ſo ſchnell du vermagſt wieder hierher. Hüte dich, eine einzige Minute zu verſäumen, hüte dich, en rinziges Wörtchen zu ſprechen, es wäre dein Tod. Nun geh!
Johannes that unverweilt, was ihm geheißen worden war. Halb athemlos kam er mit der mächtigen Katze auf den Tophet hingerannt. Dies iſt ein Felſen des Neuenbur⸗ ger Sees, zu welchem eine aus Kieſeln beſtehende, aber von
Folge. 621 den Wellen längſt wieder überſpülte alte Straße geführt hat, ein ſogenannter Heidenweg, auf welchem einſt die Heidenprie⸗ ſter nach einem Tempel des Seegottes hinaus zum Opfer ge⸗ zogen waren. Während er die Katze hier in's Waſſer hinab⸗
warf, kratzte ihn das ſich ſträubende Unthier noch ſo heftig,
daß er ſchon ein Ponnerre de chat! im Munde hatte; aber der Warnung wohl eingedenk, die ihm der Geharniſchte gege⸗ ben, verbiß er ſchweigend ſeinen Schmerz. Nun mußte er
ſich ſeine blutenden Hände ſchnell abwaſchen, und auch dieſes war aufs Schleunigſte abgemacht; denn kaum berührte er das
Waſſer, ſo woͤgte und ſtürmte der bis jetzt ſo zahme See in
ſolcher erſchreckender Höhe daher, daß Johannes aufs Eiligſte
entſprang und in den Hügel zurückfloh.
V„Jetzt nimm dich zuſammen,“ begann der Ritter,„nunmehr
iſt das Schwerſte zu thun. Wiſſe, ich bin der Herzog Karl
von Burgund. Seitdem ich vor jenem Schloſſe dort mein
Wort den Schweizern brach, war das Glück von mir gewi⸗
chen. Hier ſitz' ich in dieſem Hügel geharniſcht und bewehrt,
bis ſich ein Menſch finden läßt, der kühnlich mich entwapp⸗ net. Junge Eichen ſind ſeitdem über meinem Haupte aufge⸗ wachſen und wieder zuſammengefault; Tannen haben dann ſtatt ihrer hier Wurzeln geſchlagen; aber Keiner eures Ge⸗ ſchlechtes iſt ſtarkherzig genug geweſen, mir ſein Wort zu ge— ben und es bis zum Ende zu halten. Sei du es, und alle deine eigenen Wünſche werden zugleich damit erfüllt. Hier dieſes Schwert gürte mir ab. Aber ſchweigend wie das Erſte mußt du auch dieſes thun!“ Johannes machte ſich daran. Der
Mann ſchien neben ſeiner Hand emporzuwachſen, auf den
Zehenſpitzen ſtehend, reichte er hinauf an das Wehrgehänge
und knüpfte die geſtickten Riemen auseinander. Da glitt das
ſchwere Schwert aus der Scheide und ſchlug ihm eine tiefe
Wunde. Sabre du ciel! wollte er ſchreien, aber zu rechter Zeit noch bemeiſterte er ſich, und da gerade ſchlugen die
Thurmuhren zu Grandſon und zu Yverdon auf einen Streich
Zwölf. Somit war das Werk geſchehen. Herzlich dankend
überließ es der Geiſt nun dem beharrlichen Johannes aus
den offen daliegenden Reichthümern nach ſeiner Wahl ſich heraus zu nehmen. Johannes hatte nichts anderes bei ſich als ſein Taſchentuch. Dieſes füllte er mit goldnen Thalern, ſo viel ihrer bis zum letzten Knopfe hineingingen. Beim letzten Goldſtück ſah er ſich wieder droben unter der Eiche.
Alles Uebrige war verſchwunden, ſogar die friſche Wunde, nur das Gold im Tüchlein nicht.
Bald darnach heirathete Johannes ſeine treue Marga⸗ rethe. Sein Eheglück war ein ſo dauerhaftes, daß er in ſeinen alten Tagen noch beſchloß, dem lieben Gott dafür ein Zeichen ſchuldiger Dankbarkeit zu hinterlaſſen. Er vergabte daher an ſeine Mitbürger zu Montagny eine große Summe mit der Bedingung, daß man daraus eine eigne Ortskirche baue. So geſchah es. Das Dorf hat es alſo dieſem Aben⸗ teuer zu verdanken, daß es ſeither weder in die Stadt Grand⸗ ſon, noch in die Stadt Yverdon, zwiſchen denen es gerade in der Mitte liegt, in die Kirche gehen muß. Am eigenen Altare traut es ſeine Hochzeitspaare und lange noch nannte es jeden glücklichen Ehemann einen Johannes.
Die Fundſtelle der mitgetheilten Sage heißt die Tuile⸗ rien, und damit wird in jener Gegend der Standort des einen der zwei römiſchen Amphitheater bezeichnet, welche zum römi⸗ ſchen Aventicum gehört haben.(Meyer von Knonau, Schweiz. Erdkunde.) Es haben nämlich in der deutſchen und in der welſchen Schweiz ganze Fluren öfters den Namen Tuilerie, Ziegelei, Ziegelhütte, weil auf ihnen die Urnentrümmer römi⸗ ſcher Bauwerke ſeit langer Zeit in ſo reichem Maße ausge⸗


