Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
611
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Auch in der Rede ſeid Ihr gewandt, meinte die Mutter.Aber verzeiht! Da ich Eure Sache vor das ehrbare Gewerk und den hochedlen Stadt rath bringen muß, ſo wird es nöthig ſein, nach Eu rem Namen zu fragen!

Ich heiße Joſeph Buſch und bin aus Bautzen.

Nun, Herr Buſch, ſo werde ich heute noch die Papiere dahin beſorgen, damit Ihr recht bald Be⸗ ſcheid erhaltet.

Nun verabſchiedete ſich Joſeph von beiden Frauen mit dem Wunſche, hier bleiben zu können, denn es wollte in ſeinem Herzen etwas zum Durchbruche kom⸗ men, was er früher nicht gefühlt hatte. Aber auch Hedwig war der fremde Mann nicht gleichgültig ge⸗ blieben. Seine männlich feſte Sicherheit der Mutter gegenüber, ſeine zarte, rückſichtsvolle Aufmerkſamkeit, die er ihr geſchenkt, hatte einen gewaltigen Eindruck auf ihr weiches Herz gemacht, und ein warmer Tro⸗ pfen Liebe fiel zum erſten Male in den Kryſtallkelch ihres Herzens, daß er erzitterte und lange nachtönte.

Nach einigen Tagen wurde Joſeph aufs Rath haus befohlen und ihm im B der Ober⸗ und Altmeiſter des Gewerkes, ſowie ſämmtlicher Mitglie der des hohen Rathes mitgetheilt, daß ſeine Papiere wohl in Ordnung ſeien und deren Inhalt ganz aus lange, um als Werk⸗ und Baumeiſter bei der ehrba⸗ ren Wittwe des verſtorbenen Baumeiſters Oswald in dingliche Arbeit treten zu können. Sodann verfügte ſich der Obermeiſter mit Joſeph in die Behauſung der Wittwe und machte ihr den wohlgefälligen Spruch

ſuchs, um beſagten Joſeph Buſch als Werkmeiſter in

ihre Gewerkſtatt aufnehmen zu dürfen, jedoch mit dem ausdrücklichen Bemerken, daß ſie nun hinführo alle daraus entſpringende Gefährde ſich ſelbſt zu verſer

hen habe.

Frau Oswald, hocherfreut über dieſe Nachricht, ging mit Joſeph in die Werkſtatt der arbeitenden Geſellen, ſtellte ihnen ihren künftigen Werkmeiſter vor und ſprach:Es iſt mir zu Willen geweſen, den achtbaren Baumeiſter Joſeph Buſch hier zu Eurem Vorgeſetzten zu beſtellen. Ihr habt nun demſelben ohn Folge zu leiſten, wie meinem ſeligen Herrn; wer in ſeinem Herzen einen Widerpart trägt oder ſolchen in Folge thut, iſt und wird ſeiner Ar beit bei mir los und ledig!

So war nun Joſeph an Saalfeld und an das Haus Oswald gebunden. Er bezog das Geſchäfts local des Verſtorbenen und fand hier alle Baupläne, Voranſchläge, Rechnungen und Belege in beſter Ac tenfolge zuſammengeſtellt. Er ſtudirte dieſelben Tag und Nacht, bis er alle Einzelheiten ſich zu eigen ge⸗

Anfang genommen.

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macht hatte; dann ging es aber auch friſch an die Arbeit.

Mit der Familie Oswald kam Joſeph wenig in Berührung. Es fehlte ihm Zeit, Muße und Veran⸗ laſſung; auch galt dazumal noch die ſtrenge Sitte, daß junge Männer nur im äußerſten Nothfalle die Thürſchwellen unverheiratheter Frauen überſchreiten durften. Doch der Zufall wenn man es ſo nen⸗ kam ſeinem Herzen zu Hülfe. Oft traf er Hedwig entweder auf der Hausflur oder im Ge⸗ höfte; es wurden dann gegenſeitig Erkundigungen eingezogen und einige freundliche Worte gewechſelt. Dabei that es ihm wohl, zu bemerken, daß Hedwigs Auge gerne auf ihm weilte. Wenn dann beim Weggehen dieſer lieblichen. Geſtalt nachſah und ein Rückblick von ihr erfolgte, ſo hätte vor Freude laut aufſingen mögen.

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er er

So unter ſteter Arbeit und Beſchäftigung war 4 und 1640 hatte ſeinen Joſeph machte den Abſchluß ſei

Das Meiſte, was er und ein ſchöner Gewinn

das Jahr vorübergegangen

nes Wirkens und Schaffens. übernommen, war vollendet Mit dieſem erfreulichen Reſultate eilte er zu Frau Oswald. Er fand die Wittwe leider kränk lich; ein Bruſtleiden, das ſich ſeit dem Tode ihres Mannes eingeſtellt hatte, beſchwerte ſie ſehr; doch war ſie hoch erfreut das, was geſchehen, und über das, was dadurch gewonnen worden war; ſie bemerkte hierauf:Wie hat es doch Gott ſo gut gewollt, daß er mir einen ſo treuen und guten Ver walter in mein Haus geſchickt hat! Ich habe oft dem Himmel im Gebet dafür gedankt; aber ich moͤchte doch der ferneren Sorge überhoben ſein, da ich fühle, wie leicht meine letzte Stunde kann. Ich glaube daher meinen Dank nicht beſſer geben zu kön

erreicht.

über

kommen

nen, als wenn ich meinem zeitherigen Verwalter und

Werkführer die gänzliche Uebernahme des Geſchäfts

hiermit antrage. Mein Haus iſt gut beſtellt und ich und meine Tochter haben genug zu einem guten Aus kommen.

hocherſtaunt über die Rede der Ein weiter, ſchöner Himmel that ſich ihm auf, nur fehlte noch ein lieber Stern demſelben. En entgegnete:Was Ihr, Frau Oswald, mir hiermit bietet, iſt ſo unendlich groß und vertrauensvoll, daß ich keine Worte finden kann, meinen Dank dafür aus

Joſeph Wittwe.

war

zuſprechen. Aber ich ſtehe allein, bin hier fremd, muß der

Geſellen wegen, und was daran hängt, einen Haushalt führen, dem ich nicht ohne Frau vorſtehen kann. Da Ihr, Frau Oswald, ſo gut und ſo offen ſeid, ſo trage auch ich mein offenes Herz Euch eutge⸗

gen. Er athmete tief auf, dann fuhr er fort:Ich