Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
608
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608 Novellen⸗Zeitung.

Vierte

und ab mit Artikeln der perſiſchen Kleidung, Kochtöpfen und welchen das Tagesintereſſe ſein Glas gerichtet hat, ſo liegt Zierſachen verſchiedener Art in ihren Händen; oder, um hö⸗ doch vielen ſolchen literariſchen Erzeugniſſen eine tiefere natio⸗ here Preiſe dafür zu erzielen, tragen ſie dieſelben in die Stadt. nale Vaterlandsliebe als Keimpunkt zu Grunde. So wird Zwiſchen den Erpreſſungen des Mohanna und den täglich denn in allen möglichen erzählenden und ethnographiſchen wachſenden Ausgaben eines ſo langen Aufenthalts in Berey⸗ Schriften das theure Stück Land noch einmal culturgeſchicht⸗ dah gelangten die Perſer ſchnell an's Ende ihrer langen Bör⸗ lich erobert. Es ſind bei dieſen Beſtrebungen manche Perſön⸗ ſen und ihres kurzen Witzes und ſie hatten bereits begonnen, lichkeiten aufgetreten, die durch ihre Kenntniß des Terrains Alles zu verkaufen, was in ihren Augen im Geringſten als das allgemeine Wiſſen bereicherten und ſomit gut zu machen überflüſſig erſchien, um ſich Geld zu verſchaffen, einen Topf ſtrebten, was von ihnen als künſtleriſch ſchwachen Erzählern Milch oder einen Bund Brennholz kaufen zu können. Daher nicht geleiſtet werden konnte.

war ihr Erſcheinen ein Gemiſch von Pracht und Lumpen, Zu dieſen annehmbaren Kräften gehört auch M. Nor⸗ von der Unverſchämtheit des Reichthums und dem ängſtlichen den, der in den vorliegenden zwei Bänden fünf verſchiedene Sichſchmiegen der Noth; kurz ſie waren Gentlemen in ſehr Gemälde entwickelt.

zurückgekommenen Verhältniſſen, und ſie ſahen aus als das, Unter ihnen zeichnen ſich einige durch treu geſchilderte was ſie waren. C Localſcenen aus. So z. Bapdie Sturmfluth auf den Hal⸗ 1 ligen, ein Thema, das Mügge ſchon einmal mit wirklich 5 meiſterhaftem Pinſel behandelt hat. Die hervorſtechenderen L Miscellen. Geſtalten dieſer Bilder werden durch den Rahmen gehoben,

Als Friedrich II. um die Nicolaikirche zu Potsdam der ſie als ein charakteriſtiſches Geiſtescoſtüm umgiebt. An bedeckte Gänge mit Schwibbogen aufführen ließ, und dadurch V ſtofflich ſpannender Handlung fehlt es der Geſchichte keines⸗ die inneren Fenſter verbauet wurden, ſo verlor die Kirche wegs..B. etwas an Licht. Die Kirchenvorſteher kamen deßhalb bittend bei dem Monarchen ein, daß er dieſen Bau unterlaſſen möchte. Friedrich ſchrieb unter ihre Vorſtellung:Selig ſind, die nicht ſehen und doch glauben.

Unterwegs und Daheim. Leipzig und Stuttgart, bei Otto Purfürſt. V Dieſe ſchon wiederholt von uns angekündigte Sammlung bringt in dem vorliegenden 11. Bande Aufzeichnungen aus

Man fragte einſt den berühmten Dichter Milton, wo⸗ dem Tagebuche eines franzöſiſchen Officiers in Mexico, die

her der ſonderbare Widerſpruch käme, daß in gewiſſen Län⸗ Julius von Wickede bearbeitet hat. Die Materialien, die ihmt dern der Fürſt im vierzehnten Jahre für regierungsfähig er⸗ gleichviel aus welcher Quelle zu Grunde lagen, bieten dasfe⸗ klärt werde, während das Heirathen vor dem achtzehnten nige Intereſſe dar, welches gewöhnlich an die Beobachtungen Jahre verboten ſei. Milton erwiderte:Es iſt ſchwerer, eines Augenzeugen geknüpft iſt. Jedenfalls erweckt nicht nur

eine Frau, als ein Volk zu regieren. Wer widerſpricht? der mexicaniſche Krieg, ſondern Mexieo ſelbſt, dieſes reiche,. e. vielſeitig geſtaltete Land mit ſeinen romantiſch gemiſchten Fimed V Einwohnern, für Gegenwart und Zukunft, die allerdings dun⸗ kel genug iſt, die Theilnahme der gebildeten Leſer und dürfte Vam dentſchen Büchermarkt. daher dieſer Theil zu den feſſelnden des genannten fortlau⸗ rſtent ne See⸗ und Landgeſchichten. Aus Schleswig⸗Hol⸗ V fenden Werkes zu zählen ſein. O. B. ſtein. Von M. Norden. Leipzig, bei Bernhard Schlicke.

Wir haben ſchon kürzlich auf die ſeit zwei Jahren ſo In alf: Am ſiebenten December 1864. Novelle von Marie zahlreich über Schleswig⸗Holſtein erſcheinenden Schriften hn da Rhstneie dSh he den da Giſens Grabe. Von Der ;;. l.;., Carl Twe er. Literar Briefe v Banck. hingewieſen. Wenn ſie auch zum Theil darin ihre Entſte⸗ dil Lwel imneheree Fitsrariſche Südſt von den hungsurſache hab daß ſich vie leidige Speculation der deut⸗ Feuilleton. Streiflichter aus Trieſt. Gedanken der Araber. zungsurſache haben, daß ſich die leidige Speculation der deut⸗ Deer erſte Dollar des Präüſidenten Lincoln. Pater Toquet. Ein

ſchen Büchermacher gern eines Gegenſtandes bemächtigt, auf! perſiſches Lager in Arabien. Miscellen. Vom deutſchen Büchermault

Aus dem Verlag von G. Reichardt in Eisleben iſt durch Im Verlege der Dürr'ſchen Buchhandlung in Leipzig er⸗ alle Buchhandlungen zu beziehen: ſchien und iſt in allen Buchhandlungen zu haben:

Geſchichtscurſus ilgenmuſcheln. ein

für die mittleren Claſſen der Gymnaſien und Realſchulen. Ue⸗[mann, m

berſichtlich dargeſtellt von Dr. 5. Köpert. 3te verbeſſerte Gedichte eines Touriſten ſauch als

und Lernichit, Auflage. gr. 8 geh. 12 Sgr. V van derte in In dem vorliegenden, ſunuarta und Tertia von Gymna⸗..[S

ſien und Realſchulen beſtimmten Geſchichtsleitfaden iſt die tabella⸗ Heinrich Freiherr von Maltzap al

riſche Ueberſicht mit ausgeführterer Detailvorſtellung verbunden, ſo 1 In ha der Abſich

Ache elerlht,n i ſt ut kehmcferttene he mrete goerhore kl. S. eleg. broſch. 27 Ngr. In höchſt eleg 1.

daß der Schüler für die ſelbſtthätige Reproduction des Lehrvor mit Bild und in Goldſchn. ein ſchoͤne

trages die nöthigen Andeutungen findet. Daß die vom Verfaſſer angewandte Methode eine durchaus praktiſche iſt, haben nicht nur Die Pilgermuſcheln, poetiſch verſchiedene Recenſionen anerkannt, ſondern der Leitfaden hat ſich faſſer auf ſeinen Streifzügen in auch bereits, wie drei in wenigen Jahren auf einander gefolgte worfen, ſind zum Theil Auflagen beweiſen, in einer nicht unbedeutenden Anzahl höherer aber Balladen und ½ Lehranſtalten eingebürgert. jetzt in Europa un

freiem Au 1 und Backe de Stirn heſtimm!. Nitte der

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Redigirt unter Verantwortlichkeit von Glto Friedrich Dürr in Leipzig. Verlag der O.

Nebſt einer literariſchen Beilage u