Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
605
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die erſteren Paackröcken von ſchen, hochan⸗ man ſie ohne könnte. Hnur durch die ounte mit der Auch habe ich enſchen kommen all de agfel zuſern ſo beharr⸗ deſtreut und mit ögleich ſich doch ern keine Men⸗ rachtung änderte eit iſt, daß der jeder gegebenen inken kann, daß rtreib hält und ſts Beſſeres zu nicht blos um mterhalten, als vorbeigeht und man den Mund iſ gar nicht zu Taſſe, Zeitung,

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Vierte Folge.

Hügels, erſcheint der weiße Rundbau des Kirchleins von Ser⸗ vola und vom ſchlanken Campanile ſchallt das melodiſche Ge läut des Ave Maria durch den ſtillen Abend......

Aber wenn man Trieſt in der Sonne ſehen will, ſo muß man auf denCorſo gehen. Wie bei den italieniſchen Städten iſt der Corſo auch in Trieſt die elegante Straße, die Straße der Läden und Promenade. Und welch ein Sonnen⸗ ſchein iſt das, der in den Sommermonaten durch dieſe Stra⸗ ßen fluthet! Wie flimmert und ſchimmert Alles die wei⸗ ßen Trottoirs, die weißen Häuſer, die weißen Säulen und die weißen Altane! Man wird geblendet, betäubt, ja ganz berauſcht von dieſem weißen Lichte, von ſeiner durchdrin⸗ genden Helligkeit und der Maſſe von Gegenſtänden, die in dieſer ſcharfen Beleuchtung mit ganz andern Farben wirken. Das ſind brennende Farben in der That, und wie ein Trun⸗ kener irrt man durch die Straßen, wo überall vor den Fen⸗ ſtern die gelben Marquiſen von Sonnengluth zittern, wo vor allen Thüren die bunten Gardinen flattern und Alles ein einziges Lichtmeer ohne Ufer zu ſein ſcheint. Um dieſe Zeit ſind alle Fenſterläden geſchloſſen, die Leute, welche im Innern der Häuſer ſind, ſitzen in ganz dunklen Zimmern, und nur noch an den Quais und auf der Börſe herrſcht einiges Leben.

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Gedanken der Araber.

Es giebt jetzt in Frankreich keinen Mann, der ſich an genauer Kenntniß der arabiſchen Bevölkerung in Algerien dem General Daumas, Befehlshaber der Militärdiviſion in Bordeaux, gleich ſtellen kann. Er hat die beſte Gelegenheit gehabt, die Sitten der verſchiedenen eingebornen Racen in Algerien kennen zu lernen; er hat unter ihnen gelebt, er ſpricht das Arabiſche ſo geläufig, als ſei es ſeine Mutter⸗ ſprache; er kennt die Sprachweiſe und alle Sprüchwörter der Zelte, und iſt ſo in den Geiſt der Sprache eingedrungen, daß er in ſeinen Werken den treuen Ausdruck derſelben wieder⸗ giebt. Daher haben die von ihm veröffentlichen Werke über Algerienle Désert undGrande Kabylie ſo großen Beifall gefunden. Die Anweſenheit Abd-⸗el⸗Kader's in Frankreich, bei dem er vor dem Bruche des Vertrags an der Tafna der Vertreter Frankreichs war, ſcheint ihn veranlaßt zu haben, jetzt in der Revue contemporaine eine Reihe von arabiſchen Maximen zu veröffentlichen, von denen wir einige hier folgen laſſen wollen, da ſich daraus der Charakter der Araber in einem ſehr vortheilhaften Lichte herausſtellt.

Der Schatten Gottes auf der Erde.

Ein Araber der Wüſte fragte eines Tages einen Weiſen, wer der Mann ſei, welcher den Namen Sultan führe, vor dem ſich Aller Rücken beugten und alle Köpfe bückten. Der Weiſe antwortete:Er iſt der Schatten Gottes auf der Erde; man muß ihn ehren; wenn er das Gute thut, ſo wird er da⸗ für ſeine Belohnung erhalten; und wenn er das Böſe thut, ſo haben ſeine Unterthanen ſich nur zu gedulden und er wird ſtreng beſtraft werden.

Jeder Hirt des Volkes, welcher es nicht mit Gerechtigkeit

und Güte leitet, wird früher oder ſpäter der Barmherzigkeit

CSodttes beraubt.

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Das Auge des Fürſten. Ebenſo wie ein Souverän durch einen hellen, deutlichen,

gut polirten Spiegel ſeine Häßlichkeit oder ſeine Schönheit

kennen lernen kann, ebenſo wird er durch einen fähigen, unbe⸗

ſcholtenen, treuen Miniſter den Werth ſeiner Handlungen, die Bedürfniſſe ſeiner Unterthanen, die Lage ſeines Reiches kennen lernen.

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Has iſt ein Vezi

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Auge eines Fürſten und die Zierde eines Thrones

er, der ſich nicht fürchtet die Wahrheit zu ſagen. Das menſchliche Geſchlecht.

Die Menſchen ſind die Einen aus Gold, die Andern

aus Silber und die größte Zahl aus Kupfer gemacht.

Nimm einen Jeden nur nach ſeinem wirklichen Werthe.

Seelengröße.

Die beſte Art ſich von einem Feinde zu befreien, deſſen Geſinnungen erhaben ſind, iſt, ihm zu vergeben; man macht ihn dadurch zu ſeinem Sclaven.

Der Hahn.

Man ſagte zu einem Hahn:Du biſt ein Undankbarer und haſt ein ſchlechtes Herz. Man ernährt Dich gut, ver⸗ ſchafft Dir alle Genüſſe des ebens, man rühmt und bewun⸗ dert Dich, und dennoch fliehſt Du uns mit Schrecken, wenn wir Dich liebkoſen wollen. Siehe den Racenvogel(Thair el hoorr, der Falke) an, er hat ſtets nur in wilden Ländern gelebt und wenn er gefangen wird, ergiebt er ſich ſofort in ſein Schickſal, gewöhnt ſich ſchnell an ſeinen Herrn, will ihn nicht wieder verlaſſen und zeigt ſich dankbar für die gute Be⸗ handlung, deren Gegenſtand er iſt.

Es iſt wahr, antwortete der Hahn;wenn er aber eben ſo viel Seinesgleichen hätte ſchlachten und braten ſehen, wie ich von meinen Brüdern ſah an den Bratſpieß wandern, ſo würde er ſicher auch kein anderes Betragen als das meinige einhalten.

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L

Der Bezier. ier kann mit einem Mann verglichen werden, der auf einem Löwen reitet; die Vorübergehenden zittern, indem ſie ihn ſehen, und er fürchtet ſein Reitthier noch mehr als ſie. Gott.

O Sohn Adam's, erkenne Gott und er wird Dich be⸗ wahren. Bete ihn an und Du wirſt ihn finden.

Wenn Du um Etwas zu bitten haſt, ſo richte Dich nicht an Menſchen, ſondern bitte den Allmächtigen darum.

Bedenke wohl, ſelbſt wenn ein ganzes Volk ſeine An⸗ ſtrengungen gegen Dich vereinigte, ſo würde es Dir keinen Schaden zufügen können, wenn Gott Dich mit ſeinem Schutz zu bedecken geruht.

Was Gottgefällt.

Nichts iſt Gott angenehmer, als ein für ſeine Sache ver⸗ goſſener Tropfen Blut oder eine Thräne, welche während der Nacht in Folge der Furcht, die er einflößt, über die Wange rollt.

Der Ehrgeiz.

Wenn Gott die Ameiſe verderben will, ſo giebt er ihr Flügel. Voller Freude und Stolz fliegt ſie davon, ein klei⸗ ner Vogel kommt vorbei, ſieht ſie und verzehrt ſie.

Das Vertrauen.

Setze Dein Vertrauen nie in das Vermögen oder in Frauen. Setze es in denjenigen, der ewig iſt und nicht ſtirbt. Die Ergebung.

Mit einem ſehr feſten Stricke hatte man einen Hund an den Hals eines Kameels gebunden. Anfangs machte er unerhörte Anſtrengungen, ließ ſich ziehen und wollte nicht

gehen; aber das ſtarke und kräftige Kameel zog ihn mit ſich fort, ohne nur ſeinen Widerſtand zu bemerken. Bald begriff der zerquetſchte, zerriſſene, mit Blut bedeckte und faſt erdroſ⸗ ſelte Hund, daß er nichts Beſſeres thun könne, als ſich in ſein Schickſal zu ergeben.

Das Geſchick.

Das Geſchick iſt mit einer Hand verſehen, an er ſich