lange zeit blos gelehrte eren Kern des n ſich einzelne nennen, wie tfried Müller deid dieſelben ſo klar und ſo lchtsdeſtoweni⸗ 1 Winckelmann ner weiter und hel wurde der in einer Groß⸗ t dicht neben Hſich aus der zte der alten dem Erſchei⸗ in den Frag⸗ atut die For⸗ das«uns den Dichtkunſt ſo n das Geheim⸗ ſo ſuchte zuerſt Fuführen und tvon Winckel daß gerade die eer und Otfried hichtsſchreider hier aus kam und neuerent und Literatur⸗ los äußerlicht n; ſi iſt Na⸗ iſeenſchaftlichen
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Angefälrtn
Vierte Folge.
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ſung das Weſentlichſte beitrug, ja daß er der Erſte führtes Ganzes, denn wer könnte, nachdem uns vier iſt, welcher dieſe einzig richtige Auffaſſung im vollen Bände in ſo trefflichem Gelingen vorliegen, für den Maße auf ein ſchön durchgeführtes Ganzes höchſt er⸗ fünften, unſere Claſſiker und ihre Epoche behandeln⸗ ſprießlich verwandt hat. Ich ſage ein ſchön durchge⸗ den, dieſe gleiche Eigenſchaft bezweifeln!
Jeuilleton.
ſtänden, ſelbſt den allerſchwierigſten nicht, aufgeben kann, als ſeinen letzten und bedeutendſten Außenpoſten gegen den Sü⸗ den und das ſüdliche Meer.
Streiflichter aus Trieſt.*) Die wärmere Stimmung des Südens, das tiefere Co⸗ lorit des Waſſers, der feuchtere Glanz des Himmels, und die nd 2 ſtete Empfindung dem claſſiſchen Boden Italiens näher zu Trieſt iſt keine deutſche Stadt, ſo wenig Venedig eine ſein, beherrſchen in Trieſt zuerſt den Fremden ganz. deutſche Stadt iſt, und wird es auch niemals werden. Der Noch miſcht ſich ein anderer Zug hinein, welcher dem Unterſchied iſt nur, daß Trieſt auch keine italieniſche Stadt Bild von Trieſt erſt den ganzen Zauber des Eigenthümlichen, iſt(ebenſo gut könnte man ſagen, daß Brüſſel eine franzöſi⸗ Fremdartigen und Frappanten verleiht; etwas Außereuropäi⸗ ſche Stadt ſei), ſondern die Stadt, die ihre Gründung, Blüthe ſches, Orientaliſches, Griechiſch⸗Byzantiniſches. Mit den und ganze Exiſtenz Oeſterreich zu danken hat, die zum Ge⸗ Sprachen und Trachten von Italien miſchen ſich die Sprachen biete des deutſchen Bundes gehört und als ſolche niemals von. und Trachten der Völkergruppen, welche den Uebergang ver⸗ demſelben losgeriſſen werden darf, ſo lange Deutſchland ſeine mitteln vom Weſten zum Oſten, von der Cultur des Abend⸗ Träume von einer Zukunft und nationalen Flotte fortträu⸗ lands zur Cultur des Morgenlandes. Man hat die große men will— mit einem Wort, daß das Intereſſe an dieſer Waſſerſtraße vor ſich, welche hier nach Afrika und dort nach Stadt ein deutſches und nicht blos öſterreichiſches iſt. Aſien führt. Mit einem Wort, die Adria verbindet drei Dieſes iſt meine Anſicht, obgleich ich an der Thatſache Welttheile, und mit den beiden Geburtsſtätten und Wohn⸗ nichts ändern will noch kann, daß Trieſt ſich mit allem An⸗ ſitzen der alten claſſiſchen Cultur, Griechenland und Rom, an dern eher vergleichen läßt als mit einer deutſchen Stadt. In ihren beiden Ufern, bildet dieſelbe für den Forſcher ein uner- allen Mundarten der Welt wird hier geſprochen, geſungen ſchöpfliches Gebiet. oder geflucht, nur nicht in der deutſchen, und wären nicht die Dieſes iſt es, was der Stadt einen ſo eigenthümlichen öſterreichiſchen Soldaten, welche froh ſind, deutſch zu ant⸗ Charakter verleiht, die Trachten des Morgenlandes bevöl⸗ worten, wenn man ſie deutſch anredet, ſo würden unſere kern ihre Straßen mit allen Arten von Kopfbedeckungen, ge⸗ Landsleute wenig Gelegenheit haben, ihre Mutterſprache in ſtickten Jacken und weiten Hoſen. Da iſt der Turbanträ⸗ Trieſt zu hören. 3 ger und der Feßträger. Da iſt der ritterliche Montenegri⸗ Aber auch das Italieniſch, das hier geredet wird, kann ner mit ſeinem Dolch und Piſtol im Gürtel von Carmoiſin. man mit dem beſten Willen nicht ſehr loben. Es iſt ein ſehr Da iſt der Dalmatiner, der Albaneſe, der Armenier, der Halb⸗ ſchlechter Dialekt, welcher durch die mannigfachen kraineriſch⸗ aſiat, der Grieche und der Türke, einander ſehr ähnlich in flaviſchen Zuſätze eben nicht gewonnen. ihrem Ausſehen und nur von einander verſchieden durch Eine Oper oder ein Ballet im Teatro Grande von ihren größern oder geringern Schmutz und ihre Sprache. Trieſt zu ſehen iſt übrigens nach deutſchen Begriffen das Da iſt vor Allem der Italiener mit Hunderten ſeiner kleinen Spaßigſte, was man ſehen kann, denn dieſes Theater, ſowie Küſtenfahrer, welche Südfrüchte bringen, und mit ihrem die übrigen ſind durchaus nach italieniſchem Zuſchnitt einge⸗ Cargo, Capitain und zwei, drei Schiffsjungen das adriatiſche V richtet und haben Alles, was die italieniſchen Theater Komi⸗ Meer unaufhörlich kreuzen. Und da ſind die Facchini, die ſches, ja in gewiſſer Beziehung Lächerliches bieten, ohne an⸗ Packträger und Hafenarbeiter, ein ſo originelles Geſchlecht V drerſeits durch die Großartigkeit der Mittel und Kräfte zu im⸗
mit ſehnigen Armen und rothen Mützen, als ſich nur eins poniren, über welche jene verfügen. Unauslöſchlich in meiner Da ſind die Popen in Lila, die Barfüßer⸗ Erinnerung wird ein Ballet bleiben, welches unter dem Na⸗
denken läßt.
mönche vok den Bergen, die krainerſchen Männer in bunten men„Giorgio il Mulatto“ den ganzen Winter hindurch
Pluderhoſen, die krainerſchen Frauen in bunt beſäumten Ge⸗ wändern. Und da iſt ein ſolcher Wirrwarr von allen mög⸗ lichen Geſtalten und allen möglichen Dingen, von den Alpen und Lloyddämpfern angefangen bis zu den Hauſirern, welche den italieniſchen Schiffscapitainen Hähne und Heiligenbilder verkaufen, das eins der wunderlichſten, fremdartigſten und amuſanteſten Bilder iſt.
Abend für Abend aufgeführt wurde. Dieſes Ballet beginnt, nach Art der alten Chroniken und Mirakelſpiele, mit der Er⸗ ſchaffung der Welt und dem Chaos, welches auf eine höchſt ſinnreiche Weiſe durch vollſtändige Abweſenheit jeder Art von Beleuchtung und durch zwei Knaben, einen weißen und einen ſchwarzen, dargeſtellt ward, die ſich in der Finſterniß prügelten. Eine ſchreckliche Muſik wüthete dazu aus dem Obgleich das innere Leben von Trieſt einen determinirt Orcheſter herauf, mit ſo viel ſchreienden Mißtönen, daß man italieniſchen Charakter und Anſtrich hat, ſo iſt doch jedes ver⸗ das Chaos nicht blos zu ſehen und zu hören, ſondern allmäh⸗ ſtändigen Deutſchen Meinung, daß Deutſchland die Pflicht lich auch zu fühlen begann, ſo weh thaten Einem die Ohren. habe, dieſe Stadt zu halten, und daß es ſie unter keinen Um⸗ Auf einmal wurde es Licht, und das Nächſte war, daß das Orcheſter eine Galoppade anſtimmte und das Corps de Bal⸗
*) Siehe den lit Brief über„Diesſeits und Jenſeits der Alpen.“ let, die Herren als Neger, aber mit weißen Cravatten, und


