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Vierte Folge.
bezeugen, was ſie geſehen habe. Ihren Mann ſandte ſie mit den Kindern nach Hauſe, und da ſie nicht den Weg, über die Schloßbrücke einſchlugen, befanden ſie ſich bald vor dem Hauſe des Hoflieferanten.
Dieſer kehrte mit ſeiner Familie eben aus dem Opernhauſe zurück; er empfing ſeinen ehemaligen Untergebenen nicht eben freundlich und führte ihn nur widerwillig in ſein Comptoir.
Firſt beeilte ſich, ihm das koſtbare Päckchen ein— zuhändigen, und ſagte ohne Einleitung:„Durch einen Irrthum gelangte ich in den Beſitz der Brieftaſche Vollert's und ſomit dieſer Banknoten. Dieſelben ſind gewiß Ihr Eigenthum; wollen Sie gefälligſt nachzäh⸗ len, ob keine derſelben fehlt. Ich fand nicht mehr in der Brieftaſche, wie die Frau hier bezeugen wird!“
„Meine Banknoten!“ Der Hoflieferant war eben ſo bleich geworden, wie der junge Mann gewöhnlich erſchien.„In der That, meine Banknoten! Und in Vollert's Brieftaſche, ſagen Sie?“ Ohne eine Ant⸗ wort abzuwarten, ſchwankte der Hoflieferant zum Geld⸗ ſchrank; wohl verſichert ſind die Schlöſſer, doch iſt kein Päckchen mit Tauſendthalerſcheinen drin.
„Papa— ach ſo!“ Aſta ſteckte den Kopf herein, wollte ihn jedoch raſch wieder zurückziehen, als ſie den Vater beſchäftigt ſah.
Firſt trat ihr entgegen und reichte ihr verſtoh⸗ len den Brief mit den Worten:„Vernichten Sie ihn ſelber!“
Haſtig griff Aſta darnach und eilte, ohne ein Wort zu finden, davon; in ihrem Zimmer verbrannte ſie vor allen Dingen das Blatt und athmete auf, als es in Aſche zerfiel. War ſie nun doch erſt der Zu⸗ kunft— ihres Glückes ſicher. Ohne zu ahnen, daß Vetter Reinhold ſie liebe, und doch ſchwärmend für die Tapferen in Schleswig, ſehnte ſie ſich nach ein
wenig Romantik in der Langweiligkeit und Einför⸗
migkeit des Daſeins. Der Commis ihres Vaters mit dem intereſſanten Geſicht und der noch intereſſanteren
Narbe von Düppel her kam damals gerade an. Der
Vater behandelte ihn zu hart nach ihrer Meinung— ſie fühlte das Bedürfniß, ihn zu tröſten, und ſchrieb an ihn gieſen Brief, aber mit ſolchen unbedachten Aus⸗ drücken, daß ſich Viel, ja Alles herausleſen ließ, zu⸗ mal ſie ihm darin ein Zuſammentreffen im Thiergar— ten beſtimmte. Vielleicht hätte ſie ſich zu einem Ver⸗ hältniß mit dem jungen Manne verleiten laſſen, wenn derſelbe die Abſicht dazu gehabt hätte. Er machte ſie jedoch in ſchonender Weiſe aufmerkſam auf die üblen Folgen, welche ihre Unbedachtſamkeit nach ſich ziehen
könnte. Dann ſah ſie ihn nicht wieder, vergaß ſeiner
ſiemlich, zumal ſich inzwiſchen Reinhold erklärte. Als
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die Erinnerung an ihre Thorheit und den Brief ihr mit erdrückendem Gewicht auf's Herz; den ganzen Nachmittag hindurch hatte ſie die lebhafteſte Beklem⸗ mung und wahre Todesangſt empfunden, ſeitdem Vol⸗ lert ihr beim Begegnen auf der Treppe mit dieſem Schreiben gedroht. Erſt, nachdem ſie ſich entſchloſſen, Reinhold auf jede Gefahr hin ein offenes Geſtändniß abzulegen, war ſie wieder einigermaßen ruhig gewor⸗ den. Jetzt fand ſie ſich durchaus nicht gemüßigt, ihn in die Geſchichte einzuweihen, gelobte ſich's aber hei— lig, ihn zu lieben, wie er es verdiene, und ſich die ausgeſtandene Pein und Demüthigung als Läuterung ihrer Fehler dienen zu laſſen.
Der Hoflieferant hatte ſeine Leute gerufen. Die meiſten waren zwar außer dem Hauſe geweſen, um die Illumination anzuſehen. Der Diener, welchem die Sorge für die Kerzen und Gaslämpchen der Erleuch⸗ tung im Schultze'ſchen Hauſe oblag, hatte jedoch Vol— lert im Flur bemerkt; es war ihm nicht aufgefallen, da dieſer als Günſtling des Principals zuweilen auch zu ungewöhnlicher Zeit kam.
Der Sachverhalt war ſo klar, daß Schultz ſich darüber nicht täuſchen konnte, er habe einem Unwür— digen ſein Vertrauen geſchenkt. Da lag es denn nahe, daß er ſich auch in Betreff des Andern täuſchte oder getäuſcht worden ſei. Warm ſchüttelte er Firſt die Hand mit der Bemerkung, daß derſelbe jedenfalls wieder einen Platz in ſeinem Comptoir offen fände, wenn anders er ihn einnehmen wolle.
„Erſt, wenn die Geſchichte mit der Fälſchung aufgeklärt iſt,“ erwiderte Firſt.
Schon ein flüchtiger Einblick in die von Vollert bisher geführten Bücher bewies dem Hoflieferanten, daß ſie nicht unbedeutende Unrichtigkeiten enthielten. Um nicht wieder einen unbequemen Beobachter in's Comptoir zu bekommen, hatte Vollert, als die Rede von Firſt's Wiedereintritt war, kleine Fehler in das betreffende Buch gebracht, und jetzt die Gelegenheit abgewartet, ſich mit einer größeren Summe unſichtbar zu machen. Aſta's Brief ſollte ihm als Rückhalt ge⸗ gen ihren Vater dienen, wenn er etwa ertappt würde. Dies geſchah indeß nicht; Alles glückte ihm, nur der kleine Umſtand, daß Firſt das Schreiben um jeden Preis wieder haben wollte, vereitelte für ihn Alles. Der Hoflieferant hielt es übrigens nicht für erſprieß⸗ lich, die Sache anhängig zu machen, überzeugt, der Betrüger und Dieb werde ſeinem Schickſale nicht ent⸗ gehen— vielleicht hat dasſelbe ihn ſchon ereilt, we⸗ nigſtens ließ er nichts wieder von ſich ſehen noch hören.
„Iſt das ein Tag, dieſer ſiebente December
ſie aber Firſt beim Einzug der Truppen erblickte, fiel 1864!“ rief Frau Krupp, als ſie und Firſt draußen


