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dem Arreſtanten oſer zu eriffnen, en Seinigen! und zu faſſen, denſel⸗
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Vierte Folge.
ſo weit entfernt von Gereiztheit und Erbitterung, die dem ſhwergekränkten Mann zu verzeihen geweſen wäre, daß er nelmehr durch die Achtung, die er genoß, zwiſchen dem Her⸗ eg und den Landſtänden ein friedliches Verhältniß vermit⸗ eln half. 6.
Ein Brief Proudhon's.
Kürzlich erhielt eine Nummer des„Nain Jaune“ gende Zuſchrift:
„Mein Herr!
Ich überſende Ihnen die wörtliche Abſchrift eines Brie⸗ fes, welchen Proudhon an eine ehemalige Kunſtreiterin des hippodroms richtete, die ihn um Rathſchläge gebeten hatte, wie man auf den Pfad der Tgend zurückkehren könne. Die⸗ ſelbe iſt meine Nachbarin in Champroſay und hat mir einge⸗ ſtanden, daß ſie in einem Anfall von Schwermuth und Nie⸗ gergeſchlagenheit nach dem Abendeſſen an den Verfaſſer der Schrift»Ueber das Eigenthum» geſchrieben habe.— Was ſoll aus uns werden, wenn die Reiterinnen des Hippodroms
fol⸗
nach den Sorgen in Traurigkeit verfallen? G. V.“ Der Brief Proudhon's lautet: „Madame! Ich weiß in der That nicht recht, was ich von Ihrer ori⸗
ginellen Epiſtel denken ſoll. Iſt es ein Anfall von närriſcher
Palterkeit, der Ihnen die Idee eingab, die Weisheit eines ar⸗
men Familienvaters auf die Probe zu ſtellen, welche weit hinter ihrem Ruf zurückbleibt, oder der unausbleibliche Ueber aruß, der die bittre Folge Ihres Standes mit ſeiner berau⸗ ſchenden Zuthat iſt? Nach vun halb toſlejen⸗ halb ironi⸗ den Sie in Ihrem Briefe anſchlagen, kann ich Klare kommen, und ich kenne die Welt, in welcher Sie gel lebt haben, zu wenig, um zu wiſſen, voas in dem Gehirn einer el Heuaſuge Kunſtreiterin des Hip⸗ podroms vorgeht.
In dieſer Ungewißheit entſcheide ich wiühid dahin, es zu ſiachen wie Sie, Madame; ich werde auf Ihre Fragen ant⸗ worten, als ob ſie ernſtlich gemeint wären, und ich werde meiner Feder ein wenig den Zügel ſchießen laſſen, für den Fall, daß Sie mehr Neigung hätten, zu lachen, als ſich zu hekehren. Doch wollen wir zuvörderſt einige Principien feſt ſtellen.
Sie glauben, ſagen Sie, ebenſowenig an die Tugend der Männer, wie an die Tugend der Frauen. Nach dem Le⸗ ben, das Sie geführt haben, wundere ich mich darüber durch⸗ nus nicht. Aber, abgeſehen von der Schwermuth, wie von einer ſtrengen Sittenlehre, es giebt Tugend, Madame, ſowie 4s Geſundheit giebt. Die Tugend ſelbſt iſt nach meiner Mei⸗ nung nichts Anderes, als die Geſundheit der Seele, ſowie die Geſundheit die Tugend des Körpers iſt. Was glauben Sie, wie viel auf hundert Individuen, nach dem Zufall gruppirt, Geſunde kommen? Nicht fünf, vielleicht nur drei; der Beweis iſt, daß außerordentlich wenig Menſchen Alters halber ſterben, nachdem ſie während ihres Daſeins an keiner Krankheit ge⸗ litten haben. Die Ungeſundheit des Körpers, das iſt heutzu⸗ ſage die der Menſchheit gemeinſchaftliche Eigenſchaft, unge⸗ achtet der Hunderttauſende von ſogenannten geſunden Con⸗
ſcribirten, welche jährlich von den Reviſionsräthen ausgehoben
werden, ungeachtet der Menge hübſcher Frauen in unſeren Städten und Dörfern.
Nun, Madame, werden Sie, weil man die Geſundheit ſo ſelten antrifft, gegen die Geſundheit ſelbſt auftreten wol⸗ len? Werden Sie behaupten, daß die Krankheit unſer natür⸗ licher und normaler Zuſtand iſt? Werden Sie die geringe
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Anzahl Derjenigen, welche ſich wohl befinden, für Heuchler halten, und werden Sie den Schluß ziehen, daß man ſich, wie es der Zufall fügt, der Wärme oder der Kälte, der Feuchtig⸗ keit oder einer regelwidrigen Nahrän preisgeben ſoll?
Gewiß nicht; ein gewiſſes Etwas ſagt uns im Gegen⸗ theil, daß die Geſundheit das Grundgeſetz der lebenden We⸗ ſen iſt; ſie bildet die Grundlage unſeres Lebens, ſo daß, wenn wir ſie verloren haben, wir ſie wieder zu erlangen ſu chen müſſen, wenn wir nicht thörichter Weiſe dahin ſiechen wollen.
So verhält es ſich auch mit der Tugend; etwas von ihr iſt überall vorhanden, ſie iſt nirgends gänzlich abweſend. Ich weiß nicht, Meadane, wer Ihnen Ihre Ideen über die Tu gend beigebracht hat; Sie müſſen ſie als junges Mädchen in irgend einem K loſter empfangen haben. Aber, gleichiie in
Ihnen noch Leben und Geſundheit, ſelbſt Kraft, vorhanden iſt Ihr Brief ſtrotzt davon), ſo, ich„wage es zu behaupten, ſo beſiten auch Sie Tugend; nur der Gram, der Verdruß über hee c Schwächen, die Demüthigung, die Sie über Ihre Ver⸗ gehen empfinben, verhindert Sie, dieſelbe wahrzunehmen.
Laſſen wir die Agneſen und die Magdalenen, dieſe Ty⸗ pen der Unſchuld und der Reue, bei Seite; Sie beſitzen Tu⸗ gend, ſage ich Ihnen, und ich habe einen vortreffl lichen Grund, dies zu behaupten, und dieſer 5 ſtel ht in— Ihrem eigenen Zeug⸗ niß, welches Sie ſich ausſtellen, in Ihrem tief empfundenen Wunſche, noch mehr davon zu beſitzen, wie der Geneſende ſich nach vollkommener Geſundheit ſehnt.
Dieſes erſte Princip wird Ihnen nicht allzu troſtlos er⸗ ſcheinen, wie ich verm rithe. Hier iſt noch ein anderes, für welches ich gleichfalls Ihre Aufmerkſamkeit in Anſpruch nehme.
Es iſt Thatſache, daß die Thiere— fürchten Sie nicht, daß ich einen Vergleich machen will,— daß die Thiere, ſage ich, weder Langeweile, noch Ekel, noch Ueberſättigung, noch Berzweiflung, noch irgend eines jener moraliſchen Leiden ken⸗ nen, welche dem Verluſt der moraliſchen Geſundheit, das heißt, wenn Sie mir dieſen Ausdruck hier zu gebrauchen ver⸗ ſtatten, der Tugend folgen.
Der Grund davon iſt, daß die Thiere, viel weniger lei⸗ denſchaftlich als die Menſchen, indem ſie dem Inſtinct und ſeinen unabänderlichen Geſetzen folgen, weniger ausgeſetzt ſin nd, ſo zu ſagen jenes Gleichgewicht, jene Geſundheit der e zu verliren, ohne welche wir Menſchen nicht zu leben verhügen⸗ Von dieſer Seite iſt das Daſein der Thiere durch ihre Thierheit ſelbſt geſchützt. Ich ſage nicht, daß ſie bloße Maſchinen ſeien; acer ich hande, daß ſie im moraliſchen Sinne, vom Geſichtspunkte des höheren 5 aus, welches uns charakteriſirt, in der That keine Seele haben.
Wol ohin ich mit dieſer naturhiſtoriſchen Bemerkung ziele, werden Sie in Folg zeuden erkennen: In der Welt treffen wir überall auf Analogien; nach dem Beiſpiele der Thiere kennen Perſonen, die ſich mit ernſten, ja ſogar mit trivialen Dingen beſchäftigen,— denn was für die meiſten Menſchen ernſt iſt, erſcheint dem Künſtler trivial,— Perſonen, ſage ich, wie Landleute, Künſtler, Gelehrte, Be amte u. ſ. w. ken nen die Langeweile gar nicht, oder ſie kennen ſie doch nur ſehr wenig.
Din dieſe Perſonen etwa Thiere, und Sie, Madame und Ihre Genoſſen vom Theater und dem Fippodro und die Müßi iggänger, die das Leben mit Ihnen verjubeln, wären Sie vielleicht die edlen, privilegirten Weſen, die Könige und Kö⸗ niginnen der Schöpfung?
Ich bezweifle, daß Sie dieſe Frage bejahen werden, Sie fühlen es gut, was ich darauf entgegnen würde.
Seel


