Vierte
en Händen ein Ausgang allein mit dem jungen Mann, der noch nicht öffentlich ihr Verlobter, ſich nicht ſchicken würde.
Sie zuckte unwillkürlich die Achſeln, während ein ſpöttiſches Lächeln über dies letztere Bedenken um
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ihre Lippen ſpielte. Die gute Tante wußte offenbar nicht, oder nicht mehr, daß eine lebhafte junge Dame nicht immer auf das, was ſich ſchickt, ſo gewaltig hohen Werth legt, als das pedantiſche Alter. Im
nächſten Moment offenbarte jedoch ein raſcher Far⸗
benwechſel, daß ein Gedanke, eine Erinnerung ſie peinlich berühre. Faſt ſcheu ſchlug ſie die Augen nieder und ſeufzte unwillkürlich, ſtatt, wie das ſonſt wohl ge hehen wäre, einen Oppoſitionsverſuch zu machen Vater erbot ſich, Beide zu begleiten, und wollte anſpannen laſſen.
—„Nein, nein!“ wehrte Aſta eifrig ab;„bei dem
ſchönen Wetter und der Lebendigkeit auf den Straßen
iſt ein Spaziergang ein Vergnügen!“ Der Papa willfahrte auch darin; er ſchritt ſpäter gutmüthig voran, damit das junge Paar ungeſtört en könne. Aeußerte doch nur, um dieſe Gele⸗ n finden, das Töchterchen den Wunſch, den
hatten Beide noch gar wenig Zeit gehabt, ſich gegen einander auszuſprechen. Dennoch ſchien Aſta dazu nicht beſonders aufgelegt, ſchwieg beklommen und zu⸗ Keich zerſtreut. Am Arme eines der Tapferen zu
gehen, die heute ihren feierlichen Einzug gehalten,
machte jede Dame, gleichviel ob jung oder alt, ſtolz
und glüͤcklich. Bei Aſta kam indeß dieſe Befriedigung nicht recht zum Durchbruch, obwohl es den Verhält⸗ hätte ſie dieſelbe in als Andere.
niſſen nach natürlich geweſen, unendlich erhöhterem Maße empfunden Eine entfernte Verwandtſchaft gab dem jungen Mann
von jeher ein Recht zu einiger Vertraulichkeit; er
war in ihrem Hauſe ſtets gern geſehen worden, und ſie hatte mit ihm zwanglos verkehrt; daher fiel ihm ihre jetzige Befangenheit und Unruhe um ſo mehr auf. ſagen, was ſie habe; denn daß ſie etwas auf dem
Herzen habe, davon ſei er überzeugt, obwohl ſie es
leugne; er werde darin grade durch die Art ihres Leugnens beſtärkt.
Sie war allerdings glühend roth geworden, hatte
ſich abgewendet, das Geſpräch abzulenken geſucht— dennoch weilten ihre Gedanken ſichtlich bei dieſem Thema. Als er es nicht mehr berührte, brach ſie ſelber in den leiſen Ruf aus: früher erklärt! Ich hegte ja keine Ahnung—“ Lebhaft unterbrach er ſie:„Aber durfte ich's denn? Als wir ausrückten, drohte ein europäiſcher
igen zu begleiten, und zwar zu Fuß. Freilich
Dringend und zärtlich bat er ſie, ihm offen zu
„Hätteſt Du Dich
Folge. 579 Krieg, konnte ich nicht wiſſen, ob ich je wiederkehrte. Es erſchien mir als ein zu großes Unrecht, Dich bei dieſer Unſicherheit meiner Ausſichten an mich zu feſ— ſeln. Du hätteſt Dich nach einem Verſprechen, als meine Verlobte, ja unendlich mehr um mich geängſtigt, als nach unſerm bisherigen freundſchaftlichen Verkehr. Und mir ſelber kam es erſt durch die Ausſicht auf den Krieg, alſo auf Trennung, vielleicht Trennung für immer, zum Bewußtſein, daß ich Dich liebe. Ohne dies wäre es mir gar noch nicht klar geworden.“
„Aber in Deinen Briefen äußerte ſich eben auch kein anderes Gefühl, als eine verwandtſchaftliche Zu⸗ neigung, eine Art brüderlicher Freundſchaft, die mir nicht genügte, nicht genügen konnte!“ Sie er⸗ ſchrak, als ſeien die letzten Worte ihr wider Willen entſchlüpft. 8
Der Vorwurf entzückte ihn.„Du haſt mich alſo auch ſchon damals geliebt? Mit mehr Sehnſucht und Zärtlichkeit meiner gedacht, als ich meinte— mit einer Sehnſucht und Zärtlichkeit, ich mir träumte, hoffte?“ Er beugte ſich nieder, um in ihren Augen die Antwort zu leſen.
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Sie wandte ſich jedoch haſtig ab, erbebend unter raſchem Farbenwechſel. Unwillkürlich machte ſie den Verſuch, ihre Hand von ſeinem Arm zurückzuziehen.
Er hielt dieſelbe feſt— befremdet, faſt erſchreckt durch die heftige Aufregung, welche ſie vergebens zu beherrſchen ſuchte.
Ihr Vater ſchaute ſich eben mit einer Frage um.
Während Reinuhold dieſelbe beantwortete, gelang es ihr, ſich ein wenig zu faſſen, zumal die Belebtheit der nicht allzu breiten Straße Herzensergüſſe für einige Zeit unmöglich machte. Er glaubte, einer kleinen Em⸗ pfindlichkeit zu großes Gewicht beigelegt und ſie für erregter gehalten zu haben, als ſie wirklich war. Je⸗ denfalls kam er auf den Gegenſtand zurück, um ihn ganz durchzuſprechen und abzuthun.
„Sogar während des Waffenſtillſtandes wagte ich nicht, Dir meine Empfindungen zu geſtehen, Deinen Herzensfrieden, den ich ungetrübt wähnte, in Unruhe und Sorge zu wandeln. Konnte ich nach dem Wie⸗ derausbruch der Feindſeligkeiten doch von dem Schick— ſal getroffen werden, das mich bei dem Sturm be⸗ drohte, das anſtatt meiner ein anderes Leben dahin⸗ raffte. Vielleicht war dieſe Bedenklichkeit übertrieben — ſicherlich war ſie es, da Du es ſo findeſt, meine theure Aſta! Doch jenes Ereigniß hatte einen zu tiefen Eindruck auf mich gemacht. Immer wieder ſah ich Benedikt tödtlich getroffen zuſammenbrechen an der Stelle, auf welcher ich den Augenblick vorher ge⸗ ſtanden, die er eben eingenommen hatte. Wäre ich nicht ſeitwärts getreten, zufällig nennt man das ge⸗


