ſtülpte dann Lrinkglas über weil ſie, wie Nach ewa tergebräunten Giene, welche jnach vorge⸗ lt“ erklärte. wiſchen Dau⸗ pob die Unter⸗ e, bis ſe ſah enblic, wf ſſen hatte, be⸗ as wird einen ieſe Biene da ennſelben Orte die Taſſe hin⸗ e Biene folt erſte; auch eſelben Rich⸗ in derſelben flog ſie nach die Ueberzeu⸗ aum gehörte. „daß er die Geſichtskteis en eine lange glichen Wih⸗ ct hatten, ſo h verlor auf de Biene aus ted nur durch in ungemein
rechts von richtete der Honig her, nt. Dies⸗ as, wie ich eſſchal der zu ſein, dß ald in einer thümlichkei gern ſo wohl rſagen pfle⸗ liſe oder da mmen wün⸗ Linie der ſt die blft Biene kann en; nimmt ne und be⸗ ich die von hſchneiden, Walde der ſelben Ho⸗ gongspun den, dur
gend eine en Bienen⸗ uernittel, öthig hatte ) auf, und
Vierle
macht ſich auf den Weg, die Biene zu verfolgen und ihr Neſt aufzuſuchen. Als wir in der Nähe des Honigbaums ange⸗ kommen waren, zeigte es ſich deutlich, zu welchem Behuf er die Bienen mit Schwefel beſtreut hatte: die beſtäubten Bie⸗ nen hatten durch den unangenehmen Geruch, welchen ſie mit⸗ brachten, alle die anderen Inſaſſen des kleinen Inſectenſtaats in Aufregung verſetzt, und das ſummende, ſchwirrende Ge⸗ töſe der Bienencolonie führte nun Tony auf die Spur ſeiner Beute.
Der Baum, an deſſen Fuße wir angekommen, war einer der ſchönſten im Walde. Mindeſtens zwei Jahrhunderte hin⸗ durch hatte er ſeine rieſigen Glieder gen Himmel geſtreckt, und ſein dichtes Laub ſchon im Winde geſäuſelt, lange, ehe der Großvater ſeines Zerſtörers geboren worden war. Trotz⸗ dem aber ward„die Axt an die Wurzel des Baumes gelegt“, und während Tony Sneed's Axthiebe auf der einen Seite hageldicht fielen, erſchollen an der andern diejenigen ſeines Sohnes raſch und ſcharf. Die Bienen ſchienen nicht eher gewahr zu werden, daß ihrer Behauſung eine Gefahr drohte, als bis der Baum zu ſchwanken begann; kaum aber ſchienen ſie die Natur dieſes Angriffs zu verſtehen, ſo ſchwärmten ſie aus, um über ihre Angreifer herzufallen, und obſchon ſie manchen Stich austheilten, blieben Tony und ſein Sohn doch die Sieger. Sie legten raſch die Axt beiſeite, ſammelten einiges Geſtrüpp, Buſchwerk und Moos, thürmten es in zwei, drei Haufen auf und ſteckten es in Brand, und bald trieb der beizende Rauch die Bienen in die Flucht, während Tony und ſein Sohn wieder an ihre Arbeit gingen und bald den Rieſen des Waldes an den Boden niederſtreckten. Ich für meinen Theil hatte mich, als die Bienen ihren Angriff begannen, in eine achtungsvolle Entfernung zurückgezogen, und war eben noch nahe genug, um das ganze Verfahren zu beobachten. Sobald der Baum gefällt war, bauten Sneed und ſein Sohn ein„Rauchfeuer“ auf etwa vier oder fünf Schritte Entfernung ganz rund um den Aſt herum, welcher den Honig enthielt, und nachdem dies geſchehen war, zündete
ſich Tony ganz philoſophiſch ſeine Pfeife an und kam zu mir.
„Ich mag die armen Creaturen nicht umbringen, obſchon ich ihren Honig holen will,“ ſagte er;„der Rauch wird ſie vertreiben und ſie werden dann bald wieder ein anderes Loch finven. Diejenigen, welche nicht herausfliegen, werden nur für eine Weile betäubt, und werden dann wieder ganz friſch herauskommen, wenn wir etwa eine Stunde lang fort ſind.“
Als die Bienen vollſtändig vertrieben waren, nahmen wir einige kleine harte Stücke Zwieback, ſogenannten Crackers, aus unſeren Taſchen, tauchten ſie in den Jungfernhonig und verzehrten ſie mit gutem Appetite zum zweiten Frühſtück. Hierauf füllten Sneed und ſein Sohn ihre Eimer, und wir machten uns auf den Heimweg, nachdem ich zum erſten Mal eine regelrechte wiſſenſchaftliche Bienenjagd mit angeſehen hatte.
Wie vollſtändig die Sinne bei dieſen Hinterwäldlern vervollkommnet und ausgebildet ſind, dafür mag auch nach⸗ ſtehendes Citat aus dem Briefe eines mir beſreundeten Rei⸗ ſenden zeugen, welcher ſagt:„Der Jäger im Urwalde wird durch die Umſtände genöthigt, ſeinen Geſichtsſinn beinahe zu demſelben Grad von Vollkommenheit auszubilden, welcher den Taſtſinn der Blinden charakteriſirt; und die Uebung und Erfahrung macht ihn am Ende ſo ſcharf, daß die leiſeſte Be⸗ rührung eines vorübergehenden Gegenſtandes auf dem Laube, den Bäumen oder dem Boden für ihn einen tiefen und ſicht⸗ baren Eindruck zurückläßt, obſchon derſelbe für ein gewöhnli⸗ ches Auge ſo unſichtbar iſt wie der Pfad des Vogels in der
Folge.
Luft. Dieſe Kenntniß leitet den Menſchen auf der Jagd und dem Kriegspfade; dieſe Kenntniß macht ihn, wenn er es darin zur Vollkommenheit gebracht hat, zum Meiſter und An⸗ führer unter den rauhen Bewohnern der Wälder, und der⸗ jenige Mann iſt der größte Häuptling, welcher die kälteſte Fährte auszumachen und zu verfolgen und keine Spur ſeiner eigenen Schritte hinter ſich zu laſſen im Stande iſt.“„.
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Die Epheuſtadt in Volskerlande.
In ſeinem neueſten Band italieniſcher Wanderungen durchſtreift Gregorovius auch die Gebirgsgegenden der alten Volsker, wie er überhaupt den bei Italien ſehr wohl paſſen⸗ den Grundſatz verfolgt, möglichſt wenig betretene Gegenden zu berückſichtigen.
Dazu gehört denn auch jenes Gebiet, in welchem auch unterhalb eines Hügelabhanges die merkwürdige mittelalter⸗ liche Stadt in wohlerhaltenen Ueberreſten den Reiſenden feſ⸗ ſelkt. Das davon entworfene Bild iſt eine liebliche idylliſche Träumerei und doch voll Wirklichkeit.
Da liegt Nympha vor uns, ſagt der Autor, die märchen⸗ hafte Ruine einer Stadt, mit ihren Mauern, Thürmen, Kir⸗ chen, Klöſtern und Wohnungen halb verſunken im Sumpf, und begraben unter dichteſtem Epheu. Wahrlich, dieſer Ort ſieht weit reizender aus als Pompeji ſelbſt, deſſen Häuſer umherſtarren wie halb zerfallene Mumien, die man aus der dürren vulcaniſchen Aſche emporgezerrt hat. Aber über Nympha wogt ein duftiges Meer von Blumen; jede Wand, jede Kirche, jedes Haus iſt mit Epheu wunderſam verſchleiert, und auf allen Ruinen wehen die purpurnen Fahnen des tri⸗ umphirenden Gottes des Frühlings und der Natur. Es macht einen unbeſchreiblichen Eindruck, in dieſe Epheuſtadt einzuziehen, in den begraſten, blumenbedeckten Straßen, zwi⸗ ſchen den verſunkenen Mauern umherzuwandeln, wo der Wind in den Blätterhaufen ſpielt, keine Stimme hallt als der Schrei des Raben oben, der nun Schloßvogt im Thurm iſt, als das Rauſchen des ſchäumenden Baches Nymphäus, das Lispeln des hohen Schilfs am Weiher, und das melodiſche Singen und Säuſeln der Halme ringsumher. Es ſcheint als hätte auch Nympha wie Pompeji ein Vulcan verſchüttet, aber nicht mit Aſche, ſondern mit Blumen. Nun wohnen hier die Millionen Schaaren der Flora und feiern ihre Feſte. Sie wimmeln durch alle Straßen, ſie ziehen in Proceſſion nach den verfallenen Kirchen, ſie klettern auf alle Thürme, ſie liegen lachend und kichernd in allen öden Fenſterräumen, ſie verrammeln jede Thür, denn drinnen hauſen Elfen, Feen, Waſſernymphen und tauſend reizende Geiſter der Fabelwelt. Gelbe Camillen, Malven, duftige Narciſſen, graubärtige Diſteln, die einſt hier als Mönche lebten, weiße Lilien, die im Leben Nonnen geweſen waren, wilde Roſen, Lorbeerſträu⸗ cher, Maſtix, hohe Farren, die Clematiswinde und der Brom⸗ beerſtrauch, die rothen Fuchsſchwänze, die wie verzauberte Saracenen ausſehen, die phantaſtiſche Caperblume in den Ritzen der Mauern, der duftige Goldlack, die Myrthe und die würzige Menthe, ganz von Gold ſtarrender Ginſter, und nun der dunkle Epheu, der alle Trümmer überwallt, der über die Mauern ſich ergießt in grünen Cascaden,— ja, man wirft ſich in dies Meer von Blumen, ganz trunken und vom Duft berauſcht, und das reizendſte Märchen hat den Geiſt betäubt. Noch ſtehen die mittelalterlichen Mauern Nympha's; ſie umziehen in einem großen Ringe dieſe Geiſterſtadt, aber ſie ſind überall vom Epheu bedeckt, und nur hier und da taucht aus ihm eine zerbröckelte Zinne und ein viereckiger,


