Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
559
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die Hausſuchung übertragen worden war, zuletzt, weil er keine Spur des Mannes, den er ſuchte, entdecken konnte, gegen das verrätheriſche Mädchen aufgebracht und beſchuldigte ſie, ihn betrogen zu haben. Dieſer Eindruck wurde von Madame Loufourcade und deren übrigen Dienſtboten bald verſtärkt, und die ganze Angelegenheit endete ſich damit, daß die Ge⸗ fangnen frei gegeben und Fanchette verhaftet und nach dem V Gefängniſſe abgeführt und dort unter die Anklage geſtellt wurde, aus Bosheit eine falſche Anzeige gemacht zu haben. Im Gefängniſſe wurde ſie krank und ſie ſtarb dort von Nie⸗ mandem bedauert eine gerechte Strafe für ihre Undankbar⸗ keit und Treuloſigkeit.

Nachdem die Soldaten ſich entfernt hatten, kehrte Capi⸗ tain Lavergne in das Haus zurück, um Madame Loufourcade über ſeine Rettung zu beruhigen, aber er blieb nur bis zum Eintritt der Nacht dort und dann trat er ſeine Flucht unter der Verkleidung eines Bauernmädchens an, in der es ihm ge⸗ lang, das Ausland zu erreichen, von wo er erſt nach dem Ende der Schreckensherrſchaft zu ſeiner geliebten Gattin und ſeinen Freunden zurückkehrte.

Obriſt Laborde.

Der Tod räumt unter den Anhängern des Kaiſers Na⸗ poleon III. gewaltig auf. Dem General Marquis d'Haut⸗ poul iſt am 31. Juli der Obriſt Laborde, Militär⸗Gouver⸗ neur des Luxembourg, des Palaſtes des Senats, ins Grab gefolgt, der ſich durch ſeine Theilnahme am Putſch in Bou⸗ logne ſehr bekannt gemacht hat und mit dem der letzte Officier der alten kaiſerlichen Garde aus dem Leben geſchieden iſt.

Im Jahr 1781 geboren trat er unter dem erſten Kai⸗ ſerreiche als Freiwilliger ins Heer, zeichnete ſich bei Auſter⸗ litzag nd machte dann die Feldzüge in Preußen und Spa⸗ ni Im Jahr 1814 zeigte er ſeine Anhänglichkeit an

indem er ihm als Grenadier nach. Elba folgte. 1 Rückkehr von dort ernannte der Kaiſer ihn zum Commandanten von Cambray.

Nach den hundert Tagen erhielt er ſeinen Abſchied, doch nach der Julirevolution trat er wieder in den Dienſt und er zeichnete ſich bei der Belagerung von Antwerpen aus, wo er bei dem Sturm zuerſt in die Breſche eindrang. Definitiv nahm er ſeinen Abſchied 1833 und zwar zu dem Zwecke

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zu widmen und den Triumph derſelben zu ſichern. Das war der Cultus ſeines Lebens. In Boulognen wurde ihm die Gelegenheit geboten, nicht blos ſeine Ergebenheit für den Prinz Louis Napoleon, ſondern auch einen großen intelligen⸗ ten Muth, um ihn zu ſchützen, zu zeigen. Dieſer Putſch trug ihm zwei Jahr Gefängniß ein, ver⸗ ſchaffte ihm aber auch nach der Abbüßung ſeiner Strafe den Platz als Deputirter in der geſetzgebenden Verſammlung. Der Vertreter der Charente Infeérieure benutzte dieſe neue Stellung, um zu Gunſten des Werkes ſeines ganzen Lebens zu arbeiten. Der Kaiſer hat dem treuen Diener bei verſchiedenen Gelegenheiten unzweideutige Beweiſe ſeiner Liebe gegeben und ihm noch vor ſeiner Abreiſe nach Plom⸗ bisres einen Beſuch gemacht, weil er befürchtete, den 84 jäh⸗ rigen Mann nach ſeiner Rückkehr nach Paris nicht mehr unter den Lebenden zu finden. 3 V Der Obriſt Laborde war ein edler Menſch. Die reichen Geldmittel, die ihm von dem Kaiſer zufloſſen, benutzte er, um

Unglückliche, die ſeine Hülfe in Anſpruch nahmen, zu unter⸗ ſtützen.

Folge. 559 Er hat ſein Leben in den erhabenſten Geſinnungen der Frömmigkeit und des Glaubens beſchloſſen, ſich vor ſeinem Tode noch mit Allen verſöhnt, von denen er glaubte, ſich über ſie zu beklagen zu haben; ja er hat ſogar angeordnet, daß ſeine umfangreiche äintime politiſche Correſpondenz, welche viele authentiſche Noten enthielt, die das Andenken an politi⸗ ſche Abtrünnigkeiten hätten verewigen können, verbrannt wer⸗ den ſollte. Man ſagt, zu dieſem Schritte habe der Kaiſer ihn bei ſeinem letzten Beſuche beſtimmt, dem es ſehr wün⸗ ſchenswerth geweſen ſei, die Correſpondenz vernichtet zu ſehen, die er vor dem Putſch in Straßburg und vor dem in Bou⸗ logne mit dem Obriſt Laborde geführt hat. C.

Die Relativität der Sonnenwürme.

Im Königlichen Inſtitut zu London hat ein gewiſſer Herr Glaiſher über ſeine Verſuche im Luftballon einen Be⸗ richt gegeben, der zu ſehr merkwürdigen Schlußfolgerungen führt.

Tabellen über die Abnahme der Temperatur mit der Höhe zeigen, daß, wenn der Himmel hell war, eine raſchere Abnahme ſtattfand als bei bewölktem Himmel. Unter einem hellen Himmel trat ein Fallen von 10 Réaumur ein innerhalb 225 Fuß von der Erde, bei Höhen aber, welche 25,000 Fuß überſchreiten, muß man durch 2250 Fuß ſenkrechter Höhe gelangen, um ein Fallen von 10 R. zu erhalten. Bei äußer⸗ ſten Höhen wurde, in beiden Zuſtänden, die Luft ſehr trocken,

war aber ſoweit, als ſeine Experimente gingen, nie ganz frei

von Waſſer. Aus den vor und nach Sonnenuntergang vor⸗ genommenen Aufſteigungen ſchloß Herr Glaiſher, daß die Geſetze, welche bei Tag Geltung haben, nicht auch bei Nacht

gelten; in der That ſchien es wahrſcheinlich, daß bei Nacht

auf eine gewiſſe Entfernung die Temperatur mit der Höhe zunehme, ſtatt ſich mindere. Aus Verſuchen, die er über Sonnenſtrahlung mit einer geſchwärzten Thermometer⸗Kugel und mit Herſchel's Aktinometer anſtellte, ward gefolgert, daß die Wärmeſtrahlen von der Sonne ohne Verluſt den Raum durchziehen und wirkſam werden im Verhältniß zu der Dich⸗ tigkeit oder dem in der Atmoſphäre, durch welche ſie ziehen, vorhandenen Waſſerbetrag. Wenn dem ſo iſt, ſo kann das Wärmeverhältniß, das der Mercur, die Venus, der Jupiter und der Saturn erhalten, das nämliche ſein, welches die Erde erhält, wofern die Beſtandtheile ihrer Atmoſphären die glei⸗ chen ſind wie bei der Erde, und größer, wenn der Betrag wäſſeriger Dünſte größer iſt, ſo daß die effective Sonnen⸗ wärme im Jupiter und Saturn größer ſein kann, als in den beiden andern Planeten Mercur und Venus, trotz der größe⸗ ren Entfernung der erſtern von der Sonne. Dieſe Schluß⸗ folgerung iſt höchſt wichtig als Beſtätigung der von Profeſſor Tyndall über Waſſerdünſte angeſtellten Verſuche. Experi⸗ mente über den Wind zeigten, daß die Geſchwindigkeit der Luft an der Oberfläche der Erde weit geringer war als in einer bedeutenden Höhe. 6.

Das Dominoſpiel. Amédée de Ponthieu berichtet in demInternational über den Urſprung dieſes Spieles, welcher bis in das ſechste Jahrhundert zurückreicht. Zwei Bettelmönche des berühmten

Kloſters auf dem Monte Caſſino, die um eines geringfügigen

Vergehens halber in einer und derſelben Zelle eingeſperrt waren, erdachten, um die Zeit zu tödten, ein Spiel mit klei⸗ nen weißen, viereckigen Steinchen(wahrſcheinlich Kreide), auf welche ſie ſchwarze Punkte eingegraben hatten. Dieſe ſetzten

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