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Vierte
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Folge.
Feuilleton.
Die verrütheriſche Dienerin.
Während der erſten franzöſiſchen Revolution und ganz beſonders während der Schreckenszeit entwickelten ſich die edelſten Tugenden und die niedrigſten Laſter in einem reichen Maße.
Madame Loufourcade, die Gattin eines Officiers in der Armee, wurde von einer ihrer Freundinnen gebeten, dem Gemahl derſelben, welcher ebenfalls Officier und öffentlich angeklagt, aber noch nicht verhaftet war, einen Verſteck in ihrem Hauſe zu bewilligen.
„Um Deinetwillen, Marie, will ich mein Leben wagen, um ihn zu retten,“ war die edle Antwort.
Madame Loufourcade lebte in einer kleinen Entfernung von Lyen in einem ſchönen, alten herrſchaftlichen Hauſe, das in einer ſtillen, aber ſehr ſchönen Gegend lag. Sie hatte zwei Diener und zwei Dienerinnen, und die Hauptſchwierig⸗ keit war, in welcher Art das Geheimniß vor ihnen verborgen werden konnte, wofern es dem Officier gelang, das Haus zu erreichen, ohne entdeckt zu werden.
Zuletzt wurde beſchloſſen, die Eine der beiden Diene⸗ b
rinnen ins Vertrauen zu ziehen, und daß der Officier, welcher, obwohl er einen Löwenmuth beſaß, verkleidet recht gut für ein Frauenzimmer gelten konnte, in weiblicher Tracht kommen und ſich für eine Couſine Fanchettens, des Kammermädchens der Madame Loufourcade, ausgeben ſollte, welche aus der entfernten Heimath derſelben komme und ein paar Wochen bei derſelben verleben wolle. „Ich denke,“ ſagte Madame Loufourcade zu ihrer in,„dieſer Plan wird ſich als ein ganz ſichrer heraus⸗ „ denn wenn irgend Jemandem in der Welt ein ſolches niß anvertraut werden kann, ſo iſt es meine Fanchette. Sie iſt ſeit ihrer früheſten Kindheit bei mir geweſen. Als ich ſie aufnahm, war ſie eine arme Waiſe, und ſeitdem ſie bei mir iſt, habe ich ſie ſtets liebevoll behandelt und ich glaube, ſie würde eher ſterben, als mich verrathen oder mir irgend einen Kummer veranlaſſen.
So wurde denn Fanchetten, einem ſehr hübſch ausſe⸗ henden Mädchen, das Geheimniß im ſtrengſten Vertrauen mitgetheilt.
„Ich bin ſtolz auf Ihre gute Meinung, und Sie wiſ⸗ ſen, daß ich eher ſterben würde, als mich derſelben unwürdig zu zeigen!“ ſagte Fanchette..
„Das weiß ich, daß weiß ich,“ erwiderte Madame Loufourcade mit einigem Enthuſiasmus;„und ganz dasſelbe habe ich der Madame Lavergne erzählt.“
„Gewiß, gewiß würde ich lieber ſterben!“ entgegnete Fanchette.
Weshalb wiederholte Fanchette ſo ernſtlich die Verſiche⸗ rung, welche ihre Gebieterin, weit entfernt irgend einen Zweifel zu hegen, mit dem unbegrenzteſten Vertrauen aufge⸗ nommen hatte? 3
Capitain Lavergne— das war der Name und der Rang des Officiers— erſchien als Frauenzimmer verkleidet zu der verabredeten Zeit und er ſpielte die übernommene Rolle ſo gut, daß von den übrigen Dienſtboten nicht bei einem Einzigen der Verdacht entſtand, unter der weiblichen Hülle könne ein Mann verſteckt ſein. Um übrigens ſich keiner Gefahr auszuſetzen, gab er vor, von der langen Reiſe, die er
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gemacht, ſei er ſehr ermüdet; ſo wurde er bald nach ſeiner Ankunft in ein Zimmer im obern Stockwerk des Hauſes ge führt, das er während ſeiner Anweſenheit bewohnen ſollte, welches er eine ganze Woche lang nicht verließ und zwar
unter dem Vorwande, Fanchettens Couſine ſei ſehr krank und
ſie bedürfe der größten Pflege und Ruhe.
Am Ende der erwähnten Zeit fanden ſich acht oder zehn Soldaten, an deren Spitze ſich ein brutaler Officier befand, in dem Hauſe ein und fragten in der barſcheſten Art nach dem Capitain Lavergne.
„Wenn Sie meinen, daß ein ſolches Individuum ſich in meinem Hauſe befindet, ſo können Sie zuerſt meine Die⸗ nerſchaft verhören und dann das Haus unterſuchen,“ entgeg⸗ nete Madame Loufourcade mit einer würdigen und etwas ſtolzen Miene.
„Sehr gut, Bürgerin, wir werden Dich beim Worte nehmen!“ antwortete der Officier,„und wenn wir den elen⸗ den Ariſtokraten finden, ſo wird es für Dich um ſo ſchlim⸗ mer ſein; iſt es aber nicht der Fall, ſo mag ſich das Mädchen in Acht nehmen, das uns falſch berichtet hat. Bürgerin, laß Deine Dienſtboten ſofort eintreten, und dann wollen wir hören, was ſie uns zu ſagen haben.“
Als die Dienerſchaft zuſammen gerufen war, bemerkte die Dame des Hauſes, daß Fanchette ganz blaß war und zit terte.
„Armes Mädchen!“ ſeufzte ſie im Gedanken.„Ich fürchte, ſie wird nicht im Stande ſein, das Verhör zu be⸗ ſtehen!“
Als der Officier ſie erblickte, rief er aus:„Nun, Mäd⸗ chen, haſt Du uns die Wahrheit geſagt oder nicht? Wenn Deine Angabe auf Wahrheit beruht, ſo haſt Du nichts zu befürchten; iſt das aber nicht der Fall, ſo iſt meine Meinung, daß Du bald um einen Kopf kürzer ſein wirſt.“
„Was muß ich hören!“ rief Madame Loufourcade ganz verwundert, während ſie einen ernſten Blick auf das zitternde Mädchen richtete.
„Nun, ich kümmere mich gar nicht darum!“ ſagte Fan⸗ chette, die ſofort eine trotzige, unverſchämte Manier annahm; „es iſt Zeit, daß man den Ariſtokraten endlich einmal wiſſen läßt, daß andere Leute eben ſoviel werth ſind als ſie. Ich hörte, daß für den Mann, den Sie Capitain Lavergne nen⸗ nen, der es gewagt hat, hierher zu kommen, ſich für meine Couſine auszugeben und mich in Unehre zu bringen, eine Belohnung von tauſend Franken ausgeſetzt iſt— und ich dachte, ich hätte eben ſoviel Recht auf dieſes Geld als irgend Jemand, und ſo ging ich hin und erzählte das Geheimniß, und das iſt Alles.“
„O Fanchette! Fanchette!“ rief Madame Loufour⸗ cade voller Erſtaunen aus,„muß ich das von Dir hören?“
„Ja, das ſollen Sie und ich habe nicht Luſt, länger Jemandes Dienerin zu ſein! Mit tauſend Franken und mei⸗ ner Freiheit werde ich mich mit Peter verheirathen und wir werden ein ganz achtbares Haus machen.“
„Und dafür haſt Du Deine Seele dem Teufelverkauft?“ ſtöhnte ihre Gebieterin, die in einen Armſtuhl ſank.
„Kommen Sie mir nicht mehr mit Ihrem religiöſen Geſchwätz!“ rief Fanchette mit funkelnden Augen und einer drohenden Haltung.„Ich weiß mehr von dem, was jetzt


