ſine?“ ſagte velbſtgeſgrih aſſen. darin eine findet. Sie 3, die ſie zu rüten, wemn dadon derletzt gegenwaͤttigen dungzu geben. ich ſah, daß iigte, die auf te ſie„Ich der Toilette nehme die ab, von der uwider, und Sie haben Spazierritt
Ihrem Mäd⸗
„Ich kann ner Arbeit be⸗ . Es nimmt bin zuweilen n zu wieder⸗
en nicht ent⸗ äftigt. Aber ſie, als ſie
4 gedankenlos die Verande⸗ t, und ſehnte gren. Plätzlich arme geder!“ erlauf meines dreht und zer⸗ den war und nſehen, das ſie
Vierte Folge.
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ein ganz kleines Kind in blauen Schuhen und ich ein Bettes zurück, und eine mir ſehr bekannte Stimme rief:
großer, grober Schulbube war, begann unſere Freund⸗ ſchaft ſchon. Weshalb ſind Sie jetzt ſo ganz anders?“ V „Ich bin es nicht,“ ſagte ſie, ihre Augen weg⸗ wendend;„die Veränderung liegt in Ihnen!“ „Nur deshalb, weil Sie in der letzten Zeit ge⸗
der Paulinen und die polniſche Verſchwörung ganz vergaß.„Seien Sie wieder gegen mich ſo, wie Sie es waren, als ich hier ankam und Sie——“
In dieſem Augenblick trat Lady Caſtle⸗Connell ein. Wäre das nicht geſchehen, ſo wäre ich vielleicht jetzt noch der glückliche Beſitzer zweier Arme, anſtatt eines.
Mylady war vor Schrecken außer ſich, als ich ihr meine Pläne mittheilte. Bei dieſer Gelegenheit muß ich ihr das Zeugniß geben, daß die Zuneigung, die ſie mir zeigte, eine uneigennützige war; denn zu dieſer Zeit mußte ſie jede Hoffnung aufgegeben ha⸗ ben, mich je zu ihrem Schwiegerſohn zu haben. Effie ſagte nichts. Als ſie zuletzt ſprach, kehrte ich mich plötzlich um; ihre Stimme klang ſo ſeltſam, daß ich glaubte, ſie müſſe krank geworden ſein, aber ſie ſah wie immer aus. Ich glaube, die Luft in Wien ſagte ihr nicht zu; ſie hatte die engliſchen Roſen auf ihren Wangen faſt verloren. Die Unterhaltung war dieſen Abend nicht belebt, und ich nahm mit ſchwerem Her⸗ zen von den beiden Damen Abſchied.
Ich habe nicht die Geduld, die ſpaßhaften und tragiſchen Abenteuer, die ich während meiner polni— ſchen Expedition erlebte, zu erzählen. Es genügt hier zu ſagen, daß ich, nachdem ich Wochen lang die härteſten Entbehrungen erduldet, zuletzt eine Gele⸗ genheit fand, die Ruſſen im Felde zu treffen, wo zu meiner Belohnung eine Musketenkugel meinen linken Arm durchbohrte, welcher amputirt werden mußte. Ich wurde nach Krakau zurückgebracht und dort in dem Hospital, wo ich mit vielen Todten und Ster⸗ benden zuſammen lag, wurde ich von dem Typhusfie⸗ ber befallen. Ich erinnere mich keines Umſtandes die⸗ ſer Krankheit, bis zu der Zeit, wo ich in einem freundlichen, luftigen Zimmer, das beinahe engliſch ausſah, wieder zum Bewußtſein gelangte. Ich lag in jenem lieblichen, träumeriſchen Zuſtande, der ſich ſtets in den erſten Tagen des Geneſens nach einer langen Krankheit einfindet, und bildete mir einen Augenblick ein, ich müſſe nach Wien gebracht worden ſein, denn das Arbeitskäſtchen auf dem Tiſche in meiner Nähe kam mir ganz ſo vor, wie das Effie's.
„Leider giebt es ein ſolches Glück nicht für mich!“ rief ich aus.„Ich habe es verdient, von Al⸗ len verlaſſen zu werden.“
und meine Couſine nach Polen? mich wirklich wieder in Wien? Effie erklärte mir RNur 3 dey leßlen G das Geheimniß. Sie erzählte mir, während ich ſter⸗ gen mich ſo zurückhaltend geweſen ſind,“ ſagte ich, bend im Lazareth gelegen,
Eine weiße Hand ſchob den Vorhang meines
„O Mama, er iſt gerettet! Er iſt fieberfrei erwacht!“
Wie kamen meine Tante Oder befand ich
Immer wunderbarer.
habe ein öſterreichiſcher
Officier durch Zufall meinen Namen entdeckt und ſo⸗
fort dem britiſchen Geſandten in Wien freundlich per Telegraph meine Lage gemeldet. Dieſer habe die Nachricht natürlich augenblicklich meiner Tante mit⸗ getheilt, und ſie und Effie eilten hierauf nach Kra⸗ kau, um mich zu pflegen.
„Aber wo ſind wir jetzt?“ fragte ich.
„Wir ſind noch immer in Krakau,“ entgegnete ſie.„Mama erhielt die Erlaubniß, Sie aus dem Lazareth zu entfernen, ohne Schwierigkeit, und ließ Sie in dieſes Hotel ſchaffen. Aber Sie dürfen nicht ſo viel ſprechen,“ ſagte ſie, indem ſie mir mit ihrem Finger drohte, wie man es bei einem unartigen Kinde zu thun pflegt.
Ich war ſo gehorſam; es war ſo köſtlich, von
Effie bewacht und gepflegt zu werden. Sie trug das
weiche, braune Kleid, das zuerſt mein Herz gewonnen hatte, und ſie bewegte ſich durch das Zimmer ſo leiſe wie eine kleine Maus. Ich hatte Paulinen ganz ver⸗ geſſen, oder wenn ich an ſie dachte, ſo war es mit einem Schauder des berechtigten Unwillens, da ich ſie als die Urſache meines ganzen Unglücks betrachtete. Mein Arm und meine Liebe zu ihr waren zu derſel⸗ ben Zeit verſchwunden. Zuletzt fragte ich eines Ta⸗ ges nach ihr.
„Ich glaube, ſie iſt ganz wohl,“ ſagte Effie.
„Wo iſt ſie?“ fuhr ich fort, und als keine der Damen mir eine Antwort ertheilte, wiederholte ich meine Frage.
„Wir wollen an einem andern Tage von ihr ſprechen,“ ſagte Lady Caſtle⸗Connell,„Sie müſſen nun ſchlafen.“
„Nicht eher, als bis Sie mir erzählt haben, was aus meiner früheren Geliebten geworden iſt,“ ſagte ich lachend.„Iſt ſie mit dem Capitain von Tzedlitz oder mit dem Fürſten Crivelli durchgegangen?“
In unſerer ſeltſamen Welt wird manches wahre Wort im Scherz geſagt.
„Fühlen Sie ſich ſtark genug, um ſchlechte Nachrich⸗ ten anhören zu köngen?“ ſagte meine Tante, die ſich mei⸗ nem Bett mit einem ſchrecklich ernſten Geſichte näherte.
„Vielleicht mögen ſie mir nicht ſo ſchlecht erſchei⸗ nen,“ entgegnete ich lächelnd.
„Nun gut, mein theuerſter Neffe; ich muß Ihnen ſagen, daß jene abſcheuliche Abenteurerin—“
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