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ſich auffallend verlängert. Kühl warf er hin:„Sie meinen Firſt. Ich habe keine Stelle für ihn?“
„Unſere tapfere Infanterie, ihre Officiere und beſonders einer derſelben!“ rief angeregt die Tante. Lächelnd blickte ſie auf Aſta, die nachdenklich in dem V ſeidenen Fauteuil lehnte und den Duft ihres Bou⸗ quets einſog. V
Unter lautem Jubel klangen die Gläſer zuſammen.
„Es möchte Manchem draußen gut thun!“ ſagte der Freund des Hauſes und beäugelte wohlgefällig den blinkenden Rebenſaft.*
Während die Andern ihm zuſtimmten, flüſterte Emma:„Zum Beiſpiel dem intereſſanten— Lump, von dem ich gar nicht loskommen kann. Er ſah ſo angegriffen aus.“ Sie aß ihr Baiſer weiter und fügte dazwiſchen hinzu:„Er ſchaute zu uns herauf, V verſtohlen, gleichſam ſcheu, und verlor ſich unter der Menge, ſobald er gewahrte, daß wir ihn beachteten.“
Aſta wollte in erzwungenem Tone eine Neckerei vorbringen, ward jedoch zu ihrer merklichen Erleich⸗ terung durch die Anrede eines der andern Anweſen⸗ den unterbrochen.
Der Caſſirer trat zum Principal und flüſterte ihm etwas zu. Heute dachte zwar Niemand an Kaufen und Verkaufen, waren doch ſogar alle Bureaux ge⸗ ſchloſſen; allein es giebt Geſchäfte, die auch an Feier⸗ tagen ungeſtört ihren Gang fortgehen und erledigt werden müſſen. Comptoir, das im Parterre nach dem Hofe hinaus lag. Aus den Händen des Caſſirers empfing er ein kleines Päckchen, das er durchblätterte und deſſen In⸗ halt überzählte. Viel Zeit koſtete das nicht. Tauſend⸗ thalerſcheine gewaͤhren eine eben ſo raſche Ueberſicht, als ſie wenig Raum beanſpruchen. Es giebt kein be⸗ quemer transportables und leichter aufzubewahrendes Verkehrsmittel.
Der Hausherr verſchloß das koſtbare Päckchen ſorgfältig in den feuerfeſten Geldſchrank. Dann kehrte er heiter in die Bel⸗Etage zu den Gäſten zurück. Mor⸗ gen hatte er bedeutende Zahlungen zu leiſten; da er viel darauf hielt, das nicht in verſchiedenen, vielleicht gar zu kleinen Münzſorten abzumachen, waren ihm die eingewechſelten Banknoten ſehr willkommen.
Der junge Mann, welcher in ſo hohem Grade das Intereſſe Emma's erregt, hätte in der That einer Erfriſchung bedurft. Wenigſtens lehnte er bleich und abgeſpannt an dem Laternenſtänder, ohne Theilnahme für die Witze der Jungen droben auf dem luftigen Sitze in den Lindenwipfeln, wie für das Gewoge und Treiben um ihn her;
irgend ein peinlicher Gedanke, faſt beſtändig niederdrückte? Wohl das Letztere. In ſeinem ganzen Weſen offenbarte ſich eine gewiſſe Scheu
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Der Hoflieferant begab ſich in ſein
kaum, daß er das Auge aufſchlagen mochte. War es körperliche Schwäche oder Angſt auf ihn gerichtet war.
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der ſeine Wimpern
und Scham. Ob ſie allein dem äußerſt abgetragenen, ſogar dürftig zu nennenden Anzuge galt? Wahrſchein⸗ lich auch andern Gründen; wenigſtens mochte er nicht geſehen und erkannt werden. Heftig wandte er ſich ab, als er, zufällig aufſchauend, zwei Damen in Trauerkleidern gewahrte, die aus der nächſten Straße kamen.
Dennoch verfolgte ſein Blick aufleuchtend, an⸗ theilvoll die Beiden— offenbar Mutter und Tochter. Ein Ausdruck lebhaften Unmuths trat dann in ſein Geſicht. Die Trauernden ſuchten vergebens ein Plätz⸗ chen, von welchem aus ſie einen Blick auf die für die Einziehenden freigehaltene Mitte der Linden ge⸗ winnen konnten. Zwar waren verſchiedene Gerüſte, improviſirte und äußerſt kunſtloſe Tribunen errichtet, doch überall kein Fuß Raum mehr, auf dieſen Plätzen ebenſowenig wie auf Treppen und Prellſteinen. Ein elegant gekleideter junger Mann, dem die Bohle, auf welcher er ſtand, eine noch beſſere Ueberſicht gewährte, als ſeine ſehr beträchtliche Leibeslänge, hatte die bei⸗ den Damen bemerkt und bot ihnen ſeinen Platz an. Verwundert ſchauten die Umſtehenden auf ſolches Be⸗ bei derartigen Gelegenheiten pflegt Galan⸗ terie eben nicht ein Fehler der Berliner zu ſein.— Es waren jedoch Bekannte; ja, wie ſich aus einigen fluchtig gewechſelten Worten ergab, wohnte er bei den Damen. Die ältere ſtieg auf das über Steine ge⸗ legte Bret, die jüngere fand keinen Platz mehr dar⸗ auf; dienſteifrig erbot ſich der Ritter, einen Stuhl herbeizubringen, was indeß ziemlich kühl abgelehnt wurde. Da verkündigte auch ſchon der Hurrahruf die Annäherung des Königs.
Der junge Mann an der Laterne hatte den al— ten breitkrämpigen Filz abgenommen, als werde ihm zu warm. Ein rother Streifen, eine friſche Narbe, wurde auf der Stirn ſichtbar.
„Der war auch bei Düppel! Wundert mich nur, daß er keinen Orden hat, da waren doch viele zu verdienen!“ Ein naſeweiſer Burſche unterbrach ſein Jubelgeſchrei mit dieſer Bemerkung, um dann ſogleich das Hurrah, Hurrah!» wieder aufzunehmen.
Haſtig bedeckte der junge Mann den Kopf, die verrätheriſche Narbe. In demſelben Moment ſtreifte ſein Blick den Balcon des Hoflieferanten.
„Warum denn gerade hier!“ murmelte er unwill⸗ künlich und machte eine Bewegung zum Gehen. Da begegnete ſein Augenpaar einem andern, das ſtarr, mit dem Ausdruck des Schreckens, der Beſtürzung, der Es ſchien ihn gleichſam


