Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
545
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Vierte Folge.

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Eine Flochenchronik für

Leipzig, am

Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.

1. September 1865.

III. Jahrgang.

WMiſſenſchaſten und Geſellſchaft.

Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.

Am ſeteglen Derember 1864. . Novelle

von

Marie Noskowska.

Sie kommen, ſie kommen! Durch die dicht⸗ gedrängte Menge fluthet noch eine letzte Bewegung, dann ſteht ſie unbeweglich wie eine Mauer wie eine lebendige Mauer! Des Gebrauchs ſeiner Glie⸗ der hat jeder und jede Einzelne ſich begeben, doch Auge und Ohr ſind um ſo geſchärfter, raſcher ſchlägt das Herz und die Lippen öffnen ſich. Vieltauſend⸗ ſtimmiger Hurrahruf durchklingt die helle, friſche Mit⸗ tagsluft. Vom Pariſer Platz bis zum Luſtgarten hin pflanzt er ſich fort, die impoſante Straße entlang⸗ Wer ſich nicht auf dem Pflaſter Unter den Linden be⸗ findet, entwickelt außer der Thätigkeit der Lunge auch ſonſt rege Beweglichkeit. Die Jungen, welche die ent⸗ laubten Bäume bevölkern; die Leute, welche die Trink⸗

hallen als Tribüne benutzen, ſchwenken eifrig die Mützen. Ganze Taſchentücherwolken werden von der ſchönen Welt Berlin's in Bewegung geſetzt von den Balconen und aus den Fenſtern herab, den ſiegreichen Heimkehrenden entgegen oder vielmehr dem Kriegs⸗ herrn des tapfern Heeres. Die Soldaten ſelbſt wer⸗ den eben erſt von den ſtädtiſchen Behörden am Bran⸗ denburger Thor empfangen. Der König mit ſeiner Suite kehrt von der Begrüßung nach dem Palais zurück. Freundlich dankt er dem jubelnden Zuruf, der ihn begleitet, ihm entgegenſchallt.

Den Balcon eines Hoflieferanten, den wir Schulze nennen wollen, ſchmückt eine Schaar junger Damen mehr noch, als die reiche und geſchmackvolle Decora⸗ tion von ſchwarzweißen Draperien, Kränzen und Fah⸗ nen. Er zieht auch viele. Augen an, nur nicht in dieſem Moment, in welchem Aller Blicke auf den Kö⸗ nig und ſein Gefolge gerichtet ſind. Die duftigen Batiſt⸗ und Spitzentücher wehen hier nicht minder eifrig, als irgendwo ſonſt.

Eine kleine, lebhafte, noch ſehr jugendliche Dame