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Vierte Folge.
bis zum 22. October 1850 behielt, und während dieſer Zeit verſuchte er im Heere große Verbeſſerungen, die allgemein Beifall fanden. war ihm zeitweilig die Regierung von und er ſtellte dieſe Functionen erſt ein, Miſſion für beendigt erklärte. Im Mai desſelben Jahres wurde er im Aude⸗Departement mit 40,000 Stimmen zum Deputirten in der geſetzgebenden Kammer erwählt, in der er als entſchiedner Anhänger des Prinz⸗Präſidenten auftrat und ſich beſonders durch ſeine lebhaften Discuſſionen mit dem General Changarnier bemerkbar machte. Louis Napoleon be⸗ lohnte die Ergebenheit d'Hautpoul's nach ſeinem Staats⸗ ſtreiche vom 2.
Algerien übertragen,
December 1851 damit, daß er ihn zum Mit⸗ glied der Commiſſion ernannte, welche die Conſtitution des franzöſiſchen Reichs zu entwerfen hatte, und daß er ihn am 26. Januar 1852 bei der Bildung des Senats zum Mit⸗ glied und zum Groß⸗Referendar des erſten Staatskörpers ernannte.
Seit dieſer Zeit beſorgte der General Marquis d'Haut⸗ poul dieſe wichtigen Functionen, die nur für die Zeit vom 31. Mai bis zum 1. November 1854 während des erſten Theils des Krimkrieges dadurch unterbrochen wurden, daß er das Obercommando über das Lager im ſüdlichen Frankreich über⸗ nahm.
Im Augenblick ſeines Todes, der in der Mitte ſeiner Familie erfolgte, zählte der Marquis d'Hautpoul demnach ſechzig effective militäriſche Dienſtjahre, in denen er elf Feld⸗ züge mitgemacht hat, nämlich 1806 und 1807 in Deutſch⸗ land und Polen, 1808 bis 1812 in Spanien, 1815 im ſüd⸗ lichen Frankreich, 1823 in Spanien, und 1841 und 1850 in Algerien. Er wurde von 1814 bis 1854 Ritter, Offi⸗ cier, Commandeur, Großofficier und Großkreuz der Ehrenle⸗ gion, 1815 Ritter des Sanct Ludwigsordens und am 13. Januar 1852 mit der Militärmedaille verziert. Außerdem waren ihm viele fremde Orden verliehen.
Der Marquis d'Hautpoul war Einer der noch wenigen lebenden Generäle, die unter dem erſten Kaiſer gedient haben. Er war der zweitälteſte der erſten Section des Cadre des Generalſtabes und der vierte der beiden vereinigten Sectio⸗ nen der noch im activen Dienſt ſtehenden und der penſionir⸗ ten Generäle.
6 Als Menſch war der Verſtorbene ſehr geachtet und ge⸗ liebt. C.
Die dankbare Bettlerin.
In dem bevölkertſten Theile von Antwerpen geht jetzt die folgende Anekdote von Mund zu Mund.
Seit einer Reihe von Jahren ſaß eine wenigſtens acht⸗ zigjährige Arme in zerlumpter Kleidung jeden Morgen unter der Halle der Sanct Andreas⸗Kirche oder auf den öffentlichen Plätzen, wo ſie den Vorübergehenden eine zitternde Hand entge⸗ gen ſtreckte. Marie B... ging nie vor der Armen vorüber, ohne ihr die dürftige Gabe zu reichen, welche ihre beſchränk⸗ ten Mittel ihr erlaubten. Es kam indeſſen ein Tag, wo ſie
Gründe dieſer Unterlaſſung mußten ſehr wichtig ſein, In der That beugte ein großes Unglück ſie nieder; ihr Bruder, die einzige Stütze ihrer bejahrten Mutter und eines noch ganz jungen Bruders, hatte am Tage vorher bei der Conſcrip⸗ in eine ſchlechte Nummer gezogen, gaarſchiren und ſeine mittelloſe Familie verlaſſen. Als der
tesdienſt beendigt war, trat Marie mit geſenktem Haupte mit von Thränen gerötheten Augen aus der Kirche, und
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en plauderten, Vom October 1850 bis zum März 1851 dens, als ſie dieſelbe fortgehen ſahen.
„das müſſen wenigſtens 600. bis 700 Franken
V vorüber ging, ohne ihr das tägliche Almoſen zu geben; die näherte ſich dem König der Thiere bis auf
er ſollte bald als Soldat
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zwei Frauen, die unter der Halle der Kirche mit einander
folgten ihr mit einem Blick des tiefſten Mitlei⸗
„Die arme Marie!“ ſagte die Eine von ihnen;„ſo gut,
als ein Decret ſeine ſo ſanft! und plötzlich klopft das Elend an ihre Thür!“
„Von welchem Unglück wird ſie denn bedroht?“ fragte
eine ſchwache Stimme hinter ihnen.
Die Frau kehrte ſich um, ſah die Alte und theilte ihr
die Angſt des armen Mädchens mit.
„Wieviel mag wohl ein Stellvertreter koſten?“ ſagte
die Alte zu ihr, als ſie ihre Erzählung angehört hatte.
O, das iſt theuer, ſehr theuer,“ erwiderte die Frau; ſein.“ 700 Franken,“ murmelte die Alte
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„700 Franken...
wiederholt, während die Frauen ſich entfernten; und ſich müh⸗ ſam erhebend, ging die Alte ebenfalls fort.
Die letzten Vorbereitungen waren beendigt. Peter—
das iſt der Name von Mariens Bruder— ſollte am folgen— (den Tage abreiſen, als man plötzlich an die Thüre klopfte. Ein Briefträger trat ein und überreichte Marien einen recom⸗ mandirten Brief. zitternder Hand; in ihm lagen 700 der Brief enthielt ſonſt nichts weiter als die Worte:
Sie nahm denſelben und öffnete ihn mit
) Franken in Papier und
„Wer den Armen giebt, leiht Gott!“
Am folgenden Tage ließ Marie ihr Scherflein in die Hand der Alten fallen, die dasſelbe lächelnd nahm.
Die alte Bettlerin iſt vor wenigen Tagen geſtorben, doch vor ihrem Tode hat ſie durch ein ganz regelrechtes Teſta⸗ ment Marie B... zu ihrer Erbin eingeſetzt; ſie hinterläßt ihr eine Summe von tauſend Franken. C.
Der Reiſende und Jüger Muth.
Ein Journal im Orient theilt über die letzten Augen⸗ blicke dieſes berühmten Reiſenden und Jägers Folgendes mit:
„Am 6. März gegen Abend fand der arme Reiſende in einem Walde an den Ufern des Radian in der tragiſch⸗ ſten Weiſe ſeinen Tod. Er hatte des Morgens in der Nähe des Fluſſes einen Elephanten getödtet, und während er damit beſchäftigt war, ihm die Haut abzuziehen und ſich in Beſitz ſeiner großen Zähne und ſeines Fettes zu ſetzen, kam einer ſeiner Diener, den er beſonders liebte und der als ein ſehr geſchickter Schütze ſein beſtändiger Begleiter auf ſeinen Jagd⸗ zügen war, um ihm zu ſagen, er habe in einer kleinen Entfer⸗ nung von dem Orte, wo ſie ſich befanden, einen großen Lö⸗ wen verwundet. Much, der ſich eine ſolche Gelegenheit nie entgehen ließ, bewaffnete ſich ſofort mit einer Doppelflinte, deren beide Läufe mit Kugeln geladen waren, und mit einer Büchſe und folgte ſeinem treuen Diener Abd⸗el⸗Meſſik nach dem bezeichneten Orte.
Dem Löwen war durch die Kugel blos ein Bein zer⸗ ſchmettert; er hatte ſich im Schatten eines großen Baumes ausgeſtreckt und leckte zitternd ſein verwundetes Bein. Much, deſſen Kaltblütigkeit ſich in keinem Augenblicke verleugnete, die halbe Trag⸗ weite ſeines Gewehrs, giebt Feuer und die Kugel durchbohrt den Leib des Löwen. Dieſer ſtößt ein furchtbares Gebrüll aus, erhebt ſich zitternd vor Wuth, aber dennoch nicht ſchnell genug, um nicht Much zu erlauben, einen zweiten Schuß ge⸗ gen ihn abzufeuern. Doch auch dieſer Schuß tödtete den Löwen nicht und deshalb griff er nach ſeiner Büchſe, aber der Löwe, welcher die Abſicht des Jägers begriff, ſtürzte ſich mit der Geſchwindigkeit eines Pfeils auf ihn.


