Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
535
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Geſchwulſt an den, und ich on den füßen

teben, ſagte eißblütig hier enn ihr Her den Verluſt fäll ſie mir tammelt mit eer heroiſchen e. Ich werde das mich am den elenden hat. eu hatte ich aus. igen Tagen nit mir ge⸗ ſaß dies⸗ rauchend, aufgelegt, gekreuzt, Zeit, in⸗ hte Rauch⸗ gar nicht

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an, blies rt. wünſche zu

zte er jett. reffen?

ſagte el, in Chilene hat, kaum

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Vierte Holge.

zwingend, fort;haben es die ſchuftigen Zollwächter nicht gefunden?

Was für ein Boot? rief Ramon jetzt, indem er mich mit weit geöffneten Augen und in der That mit gut nachgeahmter Verwunderung anſah.

Geht zum Teufel! ſagte ich, indem ich die Hände in meine Rocktaſchen verſenkte und fortging.

Ramon rührte ſich nicht und ſprach kein Wort, und als ich um die Ecke biegend noch einmal nach ihm ſchielte, hatte er die Augen wieder halb zuge⸗ kniffen und blies langſam eine Rauchwolke von ſich.

Mein ganzer Unmuth wendete ſich nun gegen Glebel, den ich jetzt unerwartet bei Tage überraſchte, denn ich vermuthete, daß ich ihn des Abends zu der gewöhnlichen Beſuchzeit ſo wenig wie Mercedes ge⸗ troffen haben würde. Er empfing mich, die Hände reibend und allerlei Grimaſſen ſchneidend; aber ich rief ihm zornig zu:

Laſſen Sie die Poſſen und ſagen Sie mir lie⸗ ber, aus welchem Grunde Sie mich da in alle dieſe Ungelegenheiten gebracht haben.

Nicht wahr, gab er zur Antwort,ich habe Ihre Kleider famos wieder hergeſtellt?

Glebel, ſagte ich jetzt,bringen Sie mich nicht zur Raſerei. Sie wiſſen recht gut, was vorgegangen iſt, und eben ſo gut iſt Ihnen bekannt, was ich jetzt von Ihnen wiſſen will. Geben Sie mir alſo die Gründe an, aus welchen Sie alle dieſe Dummheiten gemacht haben. Wer iſt dieſe Mercedes?

Ein Frauenzimmer, welches mit Obſt handelt.

Weiter! ſagte ich mit gerunzelter Stirne,mit was handelt ſie noch mehr?

Da Sie jetzt gewiſſermaßen ihr Mitſchuldiger ſind und mehrere Diener der Republik, wie ich höre, todtgeſchoſſen haben, ſagte Glebel,ſo kann ich Ih⸗ nen nun wohl reinen Wein einſchenken. Sehen Sie, ich betreibe mein Geſchäft mit Fleiß und Umſicht. Kein umſichtiger Mann wird aber ſeine Stoffe um hundert oder mehr Procent theurer bezahlen, wenn er ſie billiger haben kann. Dieſe kleine Mercedes aber hat zehn Teufel im Leibe. Es verdrießt ſie, daß wir hier für eine Menge von Dingen über hun⸗ dert Procent Zoll zahlen müſſen; da hat ſie ſich ein Boot und ein halbes Dutzend tüchtiger Burſche an⸗ geſchafft und holt von den Schiffen ohne Zoll Zeuge

und Stoffe, wohl auch fertige Kleidungsſtücke, welche aus unſerem lieben Europa oder ſonſt woher an die

Küſte gebracht werden. Sie verkauft ſie dann mit billigem Gewinne. Ich bin ihr Kunde. Verſtehen Sie mich?

Vollkommen genau, erwiderte ich;aber kei⸗

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neswegs verſtehe ich, warum Sie mich, Ihren Freund, in dieſe Geſchichte mit verwickelten.

Lieber Gott, Sie wollten Mondſchein malen, und ich dachte Ihnen eine große Gefälligkeit zu er⸗ weiſen, wenn ich Sie da der Mercedes empfahl, welche häufig bei nächtlicher Weile draußen herum⸗ fährt. Auf der andern Seité äußerte Mercedes ſchon längſt den Wunſch, einen jungen Mann zu haben, welcher gut mit dem Gewehre umgehen kann, um ſich die Douane vom Leibe zu halten; einen Frem⸗ den wo möglich, denn die hieſigen ſind die beſten Reiter von der Welt, aber alle ſchlechte Schützen. Sie werden das gemerkt haben an dem Feuer der Douane. Ich ſetzte voraus, daß Sie als Deutſcher ein wackerer Schütze wären. Iſt Ihnen das klar?

Es iſt mir klar, daß ⸗Sie dachtens und»vor⸗ ausſetzten«, ſagte ich einigermaßen beſänftigt.Jetzt geſtehen Sie aber die Wahrheit: was verſtanden Sie unter Dieſem und Jenem?

Das iſt der Hauptpunkt, rief Glebel,und damit hoffte ich die größte Ehre einzulegen bei Ihnen und bei der Kleinen. Dieſes und Jenes nennen wir das Geſchäft, den Schmuggel, die Waarenkenntniß. Neben einem wackeren Schützen aber wünſchte Merce⸗ des auch einen tüchtigen Waarenkenner zu haben, der bei Tage ganz offen mit ihr an Bord fährt, die Waaren anſieht und prüft. Die Capitains haben das arme Ding ſchon oft über den Löffel gehauen. Da habe ich Sie recommandirt, und Sie konnten da ein ſchönes Stück Geld verdienen. Sind Sie mir nicht dankbar?

Den Teufel bin ich! rief ich lachend.Ich verſtehe ja nicht die Spur von Hoſen⸗ und Weſten⸗ zeugen?

Schämen Sie ſich, ſagte Glebel verweiſend. Ein ſo intelligenter und gebildeter junger Mann wie Sie lernt das ſpielend, und mir, in meiner Stel lung als Kleidermacher, wird Niemand zumuthen wollen, an Bord eines Schiffes zu geh'n, welches Stoffe als Ladung hat; ſehen Sie, auch das gehört zur Umſicht..

Aus dieſem Grunde gaben Sie ſich auch an jenem verhängnißvollen Abende den Anſchein eines harmloſen Spaziergängers in der Stadt, und liefen ſchleunigſt davon, als Sie mich an Ort und Stelle gebracht hatten. Jetzt aber ſagen Sie mir, was Manzanillas ſind, die Dinge, wegen welcher Sie es nicht für nöthig fanden, daß ich an Bord gehen ſollte.. 5

Knöpflein, lieber Herr Windler, kleine Knöpfe, erwiderte Glebel.Weſten⸗, Hoſen⸗, Rock⸗ und andere Knöpfe. Boton heißt, wie Sie wiſſen, eigentlich der