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Vierte Folge.
Es war eine jener reizenden Partien, wie ſie an dem gegen Norden verlaufenden Theile der Küſte Valparaiſo's nicht ſelten getroffen werden.
Dunkle, phantaſtiſch gruppirte Felſenmaſſen bil— deten dort eine kleine Bucht, welche zu Zeiten hoher Fluth wohl ganz mit Waſſer erfüllt ſein mochte, jetzt aber trocken lag und mit Sand bedeckt war. Am Rande der Felſen aber, in ihren Spalten und auf kleinen Plateau's, welche ſie bildeten, wucherte eine reizende, üppige Vegetation, welche ſolche Stellen künſtlichen Anlagen bisweilen täuſchend ähnlich macht. Freilich hatte ich in jener Nacht keine Zeit, dieſe Schönheiten zu bewundern.
Unſer Boot wand ſich raſch und geſchickt durch die Felſenzacken des Ufers, und bald waren wir voll⸗ kommen von Geſträuchen und überhängenden Schling⸗ pflanzen bedeckt, und jetzt ſprang, Mercedes an der Spitze, unſere ganze Mannſchaft, ſich durch das Ge⸗ ſträuche windend, an's Land.
„Nehmt die Flinte,“ ſagte Mercedes zu mir, während ſie ſelbſt und die Andern ſich mit den ge⸗ ſchmuggelten Packen beluden, und jetzt kletterten wir
raſch eine ganz ähnliche Felswand hinan, wie jene
war, die mich vorher in das verwünſchte Boot ge⸗ bracht hatte.
Was mich betrifft, ſo ging dieſes Klettern ganz ausgezeichnet von ſtatten, vielleicht weil ich mir vor⸗ hin bereits einige Uebung erworben, vielleicht weil, wie man ſagt, es ſich aufwärts beſſer als abwärts klettern läßt, vielleicht aber auch aus dem Grunde, weil ich hinter mir, in nicht allzuweiter Ferne, die Stimmen unſerer Feinde hörte, welche uns fluchend verwünſchten und ſich gegenſeitig zur Eile anfeuerten.
Wir hatten jetzt die Höhe des Felſens erreicht, und Mercedes preßte meine Hand vielverſprechend in der ihrigen.
„Sennor,“ ſagte ſie,„wartet hier noch einen Augenblick und haltet mir den Rücken frei. Wenn die Schurken da über den Sand laufen, könnt Ihr gemächlich noch ein paar todtſchießen; dann folgt
uns, und morgen— beſucht mich!“
Sie ſagte das mit einer ſo reizenden Geſchämig⸗ keit, daß ich mich kampfesmuthig an den Rand des Felſens niederkauerte, um die Feinde zu erwarten und
ihr den Rücken frei zu halten.
Ich war ein großer, ein ſehr großer Eſel!
Da aber unſere Feinde das Ufer noch nicht be⸗ treten hatten, ſo warf ich einen Blick rückwärts und ſah Mercedes und ihre Leute, voran den langen Ra⸗ mon, in größter Eile davonlaufen.
Jetzt hatten die Zollwächter das ufer erreicht, und ich bemerkte im erſten Augenblicke, daß ſie nicht
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begriffen, wo unſer Boot hingekommen ſei, denn ſie waren nicht wie wir an dem Felſen, ſondern an dem ſandigen Theile des Ufers gelandet, ohne Zweifel dort feſtgefahren und mußten, um auf's Trockene zu kommen, eine Strecke durch's Waſſer waten, und jetzt beriethen ſie ſich. Das Ende dieſer Berathung war das, daß die Hälfte derſelben, etwa ſechs Leute, zu⸗ rückgingen, das Boot flott machten und ſich anſchick⸗ ten, wieder in See zu gehen, während die übrigen ſich auf der ſandigen Bucht vertheilten und langſam gegen den Felſen anrückten, ohne Zweifel, um die Bucht zu durchſuchen, während die anderen an der Küſte ſtreifen wollten.
Wäre ich halbweg klug geweſen, ſo hätte ich mich jetzt ſchon geräuſchlos, aber ſchleunigſt auf die Flucht begeben, und ſelbſt im Intereſſe der Schmugg⸗ ler wäre es gut geweſen, denn es ſtand immer noch im Zweifel, ob die Douaniers ihre Forſchungen in der Bucht weiter ausgedehnt hätten. Aber ich wollte ihr den Rücken frei halten und nebenbei auch kund geben, daß ich dies that. In Folge deſſen mußte geſchoſſen werden, und trotzdem daß mich meine Wange heftig ſchmerzte, ſchlug ich dennoch an und gab Feuer.
Diesmal hatte ich wirklich auf einen der Män⸗ ner gezielt, und obgleich keiner von ihnen getroffen ſchien, prallten doch Alle zurück. Im nächſten Augen⸗ blicke aber antworteten ſie mit drei oder vier Schüſ⸗ ſen, und ich vernahm bei dieſer Gelegenheit ein ganz eigenthümliches Surren oder Summen in der Luft, welches ich noch heute für das ſogenannte Pfeifen einer Kugel halte, obgleich ich ſpäter nicht mehr ſo
glücklich war, etwas Aehnliches zu hören.
Ich hatte indeſſen abermals geladen und gab, freilich etwas oberflächlich zielend, nochmals Feuer.
Nur einer der Leute beantwortete für diesmal meinen Schuß, die andern aber liefen ſchweigend Sturm, das heißt ſie rannten auf die Wand zu, von welcher herab ich geſchoſſen hatte, und ſchickten ſich ohne Zweifel an, ſie zu erklettern.
Ich fand es nicht für nöthig, das Ende dieſer Operation abzuwarten. Um meine Flinte wenigſtens noch einmal nützlich zu verwenden, ſchleuderte ich ſie hinab auf die Angreifenden und lief dann mit größt⸗ möglichſter Behendigkeit davon.
Wohin? Das war freilich ſchwer zu ſagen, da ich der Gegend vollſtändig unkundig und von meinen Freunden von heute Abend natürlicher Weiſe keine Spur mehr zu erblicken war.
Ich rannte eine Zeit lang über Felſen und Ge⸗ ſteinstrümmer, häufig ſtolpernd, hier und da auch fallend, und nachdem ich endlich einen ziemlich großen Felsblock erreicht hatte, barg ich mich hinter demſel⸗


