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. vierte Folge.
dermal wieder im Mondſcheine; man muß das Leben nehmen, wie es eben iſt.“
„Er hat alſo,“ dachte ich bei mir ſelbſt,„es allein auf's Courmachen abgeſehen, und es iſt ihm einerlei, ob ich Mondſcheinſkizzen mache oder nicht. Es iſt und bleibt aber immer ein guter Kerl, dieſer Glebel!“
Dann überlegte ich mir die Sache näher, und fand es gar nicht ſo unangenehm, heute zum erſten Male mit meiner Mercedes im Dunklen ſpazieren zu fahren. Alle etwaigen beiderſeitigen Schüchternheiten wurden zuverläſſig im Finſtern leichter überwunden, und ich nahm mir vor, ihr einen Kuß zu rauben, noch ehe wir uns vom Lande auf hundert Schritte entfernt haben würden.
Späterhin, dachte ich, kann der Mond von oben unſer Glück anlächeln, und ich male dann unten ſeine Lichteffecte.
Unter ſolchen angenehmen Betrachtungen hatten wir die Höhe erſtiegen, welche die felſigen Ufer nord⸗ wärts von Valparaiſo krönt, und waren eine ziemliche Strecke raſch und ſchweigend fortgeſchritten, obgleich Glebel einigemal ſtille ſtand und zu lauſchen ſchien.
Meine Fragen, ob wir noch weit zu gehen hät⸗ ten, warum Mercedes nicht gleich von ihrem Hauſe aus in See ginge, und ähnliche andere beantwortete er abwehrend, indem er mir mit der Hand zu ſchwei⸗ gen winkte.
Endlich aber ſtand er ſtille und zeigte mit der Hand nach einem dunklen Felſen, dem höchſten einer von der See aus dort anſteigenden Gruppe.
„Seh'n Sie dort,“ ſagte er;„jetzt Adieu!“
Er hatte ſeine Weſte zuſammengerollt unter den Arm genommen und lief jetzt mit großer Schnellig— keit landeinwärts, ſo daß ich nach wenig Minuten zaum noch ſeine Umriſſe erkennen konnte.
—(Fortſetzung folgt.)
Des Inden RKache.*)
Sinnt der Schüler einſam überm Talmud, Deſſen heil'ge Ueberlieferungen Ihm der Synagoge weiſer Rabbi Glüh'nder Rede hatte ausgedeutet. Süßen Nachklang immer noch im Herzen, Blättert träum'riſch er in der Gemara, Wendet in der Miſchna er die Blätter. Heute aber mag die Seele nimmer Haften an dem Texte, nicht am todten Worte mag ſie heut, wie ſonſt, verweilen; An des Rabbi Lippen hängt allein ſie, Bebend noch von deſſen hoher Rede,
*) Aus„Gedichte von Karl Mund.“ Magdeburg 1865.
Die, mit eines gramerfüllten Herzens Mächt'ger Poeſie, der greiſe Meiſter, Ueber die Verfolgung ſeines Stammes, Vortrug den ihm anvertrauten Hörern.
Und der Schüler in dem ſtillen Zimmer Weiß nicht, wie die Stunden ihm verrinnen, Weiß nicht, wie die Nacht ſchon niederdunkelt Und die Sterne hell und höher aufgehn.
Siehe, durch die trüben Fenſterſcheiben Von der Gaſſe kommt ein falber Schimmer Langſam, und an einer dunklen Mauer Zitternd ſtreift ein Lichterglanz vorüber. Ein Geräuſch von feierlichen Schritten, Düſtern, faſt geheimnißvollen Klanges, Dringt ans Ohr des jungen Schrifterforſchers; Nicht erſchreckt ihn das Gewirr, er kennt es: Nahe wohnet er dem Judenkirchhof;
Nur zu dieſer mitternächt'gen Stunde Darf die Juden heimlich man beſtatten.
Nieder blickt der Schüler auf den Talmud, Nieder tropfet eine ſchwere Thräne; Doch noch tiefre Schmerzen harrten ſeiner. Und im Glauben, eine Bruderhülle Bringe man hinaus zum ew'gen Frieden, Ringt ſich ihm hervor die bittre Klage:
„Herr Herr Zebaoth, wo iſt dein Antlitz, Das du zürnend wendeſt von den Deinen 2 Biſt du Gott nur über Chriſtenvölker? Biſt du, noch ſo ſtrafend, nicht auch unſer? Siehe, Juda's Same irrt vertrieben Und zerſtreut in aller Welten Länder!
Und wie vor dem Windſtoß in der Wüſte Wirbelnd flüchtet eine Wolke Sandſtaubs, Alſo vor dem Hauche deines Mundes Soll das auserwählte Volk zerſtieben?“
Rief's der Jude ſchmerzbewegt, und rathlos Ueberblickt er ſeines Volks Geſchicke,
Und die Bürde will ihn faſt erdrücken,
Dieſem Volk, geknechtet und verachtet,
Als ein Lehrer einſt voranzugehen.
In durchwachten, endlos langen Nächten Nahmſt du, Herr, ihm oft die Kraft zum Beten, Denn die Bitterkeit, die Argliſt und die
Wilde Schmähſucht derer, die gekreuzigt
Sehen ihren Heiland durch die Juden,
Riſſen das Gebet von ſeinen Lippen;
Edel war ſein Herz, doch heiß von Wunden.—
Löſchen will er nun des Lämpchens Flamme, Die das niedrige Gemach erhellet Und verrätheriſch zur Gaſſe blicket; Will ſich heimlich zu den Brüdern ſchleichen, Die vermeintlich einen Todten tragen Seinem Haus vorüber nach dem Kirchhof. Horch, da tönen polternd ſchwere Tritte, Und die morſche Stiege knarret draußen, Aufgeſtoßen wird des Schülers Thüre: Vier Genoſſen ſchleppen, bleich und bebend,
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