Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
517
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Bueno! Und morgen denke ich eine Fahrt zu machen, ſagte das Mädchen.Sennor Clepello, Ihr führt den Sennor wohl zum Orte?

Der Sennor Clepello denn dies war eine der unzähligen Verſtümmelungen von Glebel's ehrlichem Namen blies bei dem Wunſche der Sennorita beide Backen auf und begann heftig zu puſten, wäh⸗ rend er gleichzeitig den linken Fuß in die Höhe zog und denſelben in eine zitternde oder ſchleudernde Be⸗ wegung ſetzte.

Hombre!*) ſagte die Sennorita in verweiſen⸗ dem Tone.

Der Schneider ſchien ſich zu beruhigen.In Gottes Namen, ſagte er;um zehn Uhr, wie gewöhn⸗ lich, nicht? und da die Sennorita beiſtimmend nickte, ſtanden wir jetzt auf, um zu gehen.

Adieu, reizende Mercedes!

Ich wiederholte dieſe Worte Glebel's und be gleitete ſie mit einem zärtlichen Blicke, den ſie freund lich erwiderte und ſich hierauf in ihr Haus zurückzog, deſſen Thüre ſie hinter ſich ſchloß.

Glebel und ich wanden uns durch die Felſen und gingen der Stadt zu, indem wir jetzt einen an⸗ dern Weg einſchlugen, den Almendral links liegen ließen und am Ufer der See hinweg bis zum älteren Stadttheile ſchlenderten..

Ich kann nicht ſagen, daß dieſe Mercedes gerade einen tiefen Eindruck auf mich gemacht hätte, aber ſie hatte mir ganz ausnehmend gefallen und ich war eben in ſie verliebt. Daher hatte ich, während ſie mit Glebel ſprach, mich damit begnügt, ſie anzugaf⸗ fen und die Runde ihrer Formen zu bewundern, welche durch die kauernde Stellung, die ſie angenom men hatte, keineswegs in den Schatten geſtellt wurde.

Jetzt aber fielen mir die verſchiedenen Geſchick⸗

lichkeiten ein, welche mir Glebel beigelegt hatte. Ich

wußte, daß er gerne ein wenig decorirte, was unhöf⸗ liche Menſchen bisweilen lügen» zu nennen pflegen, und ebenſo war es mir bekannt, daß er mit beſon⸗ derer Liebe zauszuſchmücken⸗ liebte, wenn es darauf ankam, einen Auftrag zu beſorgen oder Jemand eine Gefälligkeit zu erzeigen, um ſeine Fähigkeit hiezu in das glänzendſte Licht zu ſtellen.

Heute aber hatte er einen faſt allzu ausgedehnten Gebrauch von dieſem ſeinem Vorrechte gemacht, wel⸗ ches ihm ſeine Freunde ſonſt zu geſtatten pflegten. Ich ſagte daher lachend zu ihm:

Sie haben da ſchön aufgeſchnitten. Ich ſoll ein trefflicher Schütze ſein und habe in meinem Le⸗

*) Hombre: Menſch, Mann, wird als Ausruf gegen irgend Jemand häufig gebraucht und kann vielfach überſetzt wer⸗ den, z. B.: Was fällt Euch ein! Seid Ihr verrückt?

Benehmt Euch nicht ſo einfältig! Schämt Euch!

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ben ein einziges Mal eine Vogelflinte abgebrannt, ohne dem»gefiederten Sängers, auf welchen es ge münzt war, auch nur eine Feder zu verletzen. Be⸗ zuͤglich des Schwimmens kann ich nur eben ſo viel, um mich mit Noth über dem Waſſer zu halten; was aber das Rudern und Steuern betrifft, ſo habe ich beide nautiſche Uebungen nicht ein einziges Mal verfucht.

Das hat Nichts auf ſich, verſetzte Glebel.Es geht Alles, wenn man will, und es kömmt mir vor, als hätte ich dieſe goldene Regel in neuerer Zeit oft genug ſingen und pfeifen hören. Ein junger, flinker Burſche, wie Sie, wird da keine Ausnahme machen. Als Meiſter wird keiner geboren. Wie?

Warum ſoll ich aber abſolut ſchießen können? ſagte ich.

Hm! Ich vermuthe, die Sennorita wünſcht vielleicht einen oder den andern der Seevögel zu be ſitzen, welche bei nächtlicher Weile da draußen her⸗ umſchwimmen. Das wird es wohl ſein.

Möglich war das nun freilich wohl, wahrſchein⸗ lich aber zuverläſſig nicht; ich begnügte mich indeſſen mit ſeiner Vermuthung, ſagte aber:

Wiſſen muß ich aber denn doch, was ⸗Dieſes und Jeness iſt, was ich ſo ausgezeichnet kennen ſoll. Wenn's auch nicht wahr iſt, kann ich mich ja da gründlich blamiren!

Glebel ſchien die Frage gänzlich überhört zu. haben. Er ſummte ein Liedchen, und gab ſich damit ab, kleine Steinchen und Gerölle mit ſeinem Stöck⸗ chen in die Höhe zu ſchnellen; als ich aber die Frage wiederholte, ſagte er, ohne indeſſen ſeine Beſchäfti⸗ gung aufzugeben:.

Und das haben Sie nicht begriffen?

Auf Ehre nicht, erwiderte ich;wer Teufel kann das wiſſen, was Sie beide mit dieſem allgemei⸗ nen Ausdruck gemeint haben?

Glebel fuhr fort, Steinchen in die Höhe zu ſchnellen; dann aber ſagte er plötzlich:

Junger Mann! Sie ſind noch ſehr unſchuldig und ſehr unerfahren. Sagt Ihnen Ihr Herz nichts?

Die Wahrheit zu geſtehen, war ich nun aller⸗ dings noch ein wenig unſchuldig und einigermaßen

Folge.

mehr noch unerfahren.Sehr aber Beides nicht, und die Folge hievon war, daß ich jetzt begriff, gleich⸗ zeitig aber auch erröthete.

Nun war es freilich bereits zu dunkel, als daß Glebel dieſes mein Rothwerden hätte ſehen können; er ſchien aber dennoch errathen zu haben, was in

mir vorging, denn er ſagte:

Seh'n Sie, da liegt der Haſe im Pfeffer⸗ Sie

haben ihr auf den erſten Blick wohlgefallen, und da